Von der Angst es nicht zu schaffen…

Von der Angst es nicht zu schaffen und wie sie uns lähmen kann…

Jeder von uns trägt das Gefühl der Angst in sich und jeder kennt sie. Jeder von uns weiß, wie quälend sie sein kann, wie beherrschend und wie sie sich wie dunkle Wolken vor der Sonne ausbreiten kann. Selbst der mutigste Mensch hat so seine Ängste, die alle in unserer frühestens Kindheit erstmals ans Tageslicht kamen oder in ihr begründet sind und uns seither in unserem Leben begleiten. So leben also auch viele Menschen mit „Der Angst es nicht zu schaffen“. Die einen sind sich ihrer mehr und die anderen weniger bewusst.

Angst ist ursprünglich ein Gefühl, dass uns beschützen und warnen soll. Vor lebensbedrohlichen Gefahren, wie z.B. der, von einem wilden Tier gefressen zu werden. Diese Gefahren bestehen jedoch weitergehend für uns in der heutigen Zeit nicht mehr und dennoch ist das Gefühl geblieben.

Die Angst es nicht zu schaffen, kann viele Ursachen haben. Vielleicht haben wir als Kind oft gesagt bekommen, dass wir einfach zu dumm sind, dass wir nichts wert sind. Vielleicht wurde uns häufig gesagt, dass wir nichts auf die Reihe bekommen und nicht gut genug sind. Vielleicht wurden wir auch überbehütet und vor allen Situationen des Lebens gewarnt und beschützt, sodass wir heute mit allem Neuen nur sehr schlecht umgehen können oder wir wurden auf andere Weise gedemütigt und herabgesetzt, sodass es uns als Erwachsener schwer fällt an uns zu glauben und uns etwas zuzutrauen.

Das sind nämlich zwei Dinge von vielen, die sich hinter der Angst es nicht zu schaffen, verbergen.

Wir glauben nicht an uns.

Wir haben kein Selbstvertrauen.

Wir glauben erst gar nicht, dass wir es schaffen könnten.

Wir malen uns die schlimmsten Horrorszenarien aus, ohne zu wissen, ob sie wirklich eintreffen.

Wir haben schlechte Erfahrungen gemacht und lassen uns nun von diesen leiten.

Wir haben Menschen um uns herum, die uns glauben lassen, dass wir es nicht schaffen und erkennen nicht, dass das einfach nicht wahr ist.

Wir messen und vergleichen uns mit anderen und schneiden dabei mehrheitlich    schlechter ab.

Wir glauben gewisse Kenntnisse und Fähigkeiten nicht zu besitzen und es deshalb nicht zu schaffen.

Wir sehen uns überfordert und wissen nicht, wie wir diese Überforderung auflösen können.

Wir glauben, wir wären Versager und uns würde es niemals gelingen es zu schaffen.

Diese Angst davor es nicht zu schaffen, begegnet uns in vielen Bereichen. Bei der Arbeit zum Beispiel, wenn wir mit einem Projekt betraut werden, dass uns für uns selbst zu groß erscheint oder wenn Veränderungen stattfinden. Manchmal verlassen wir einen Arbeitsplatz nicht, obwohl uns die Arbeit längst nicht mehr erfüllt und Spaß macht, weil wir glauben, wir werden es nicht schaffen einen Job zu finden, der uns genügend Geld einbringt und trotzdem Freude bereitet.

Nach einer langjährigen Beziehung können wir Angst empfinden es nicht zu schaffen. Gemeinsam mit unserem ehemaligen Partner hatten wir uns ein Leben aufgebaut, dass nun völlig in Scherben liegt. Wir müssen uns neu orientieren und es steht ggf. ein Umzug an oder wir müssen uns um einen neuen Job bemühen, stehen vielleicht mit den Kindern alleine da oder haben einfach Angst, was die Zukunft bringen wird und noch alles auf uns zukommt.

Auch wenn wir uns ständig mit anderen Menschen vergleichen und regelmäßig in unseren Gedanken einfach schlechter da stehen, kann die Angst es nicht zu schaffen entstehen. Der Vergleich mit anderen tut uns niemals gut. Alle Menschen sind verschieden und jeder hat ganz andere Stärken und Schwächen. So können wir manche Dinge eben sehr gut, die andere nicht so gut können und wieder andere Dinge nicht so gut, wie es andere vielleicht hinbekommen würden. Das ist jedoch auch überhaupt nicht wichtig, da wir uns auf unsere Stärken fokussieren sollten und nicht auf das was wir nicht können. Doch vielen Menschen gelingt das nicht und so haben sie Angst es nicht zu schaffen.

Diese Gedanken und Szenarien, die wir in unseren Köpfen ablaufen lassen und die genau diese Angst auslösen, sind das absolute Worst-Case, von dem wir glauben, es rollt auf uns zu. Doch entspricht das was wir denken wirklich der Realität? Können wir genau wissen, dass das schlimmste, was wir uns ausmalen auch wirklich eintreten wird? Nein. Niemand kann in die Zukunft sehen und niemand weiß was schon im nächsten Augenblick geschieht. Wir müssen uns also gar nicht mit solch trüben Zukunftsfantasien beschäftigen und in der Regel ist es so, dass noch nicht mal ein kleiner Teil von dem was wir uns ausmalen wirklich eintritt.

Diese Horrorszenarien, die wir uns ausmalen und die Vorstellung von dem, was alles schreckliches passieren könnte, lässt uns manchmal erstarren und wir fühlen uns wie gelähmt. Dann sitzen wir da und tun einfach gar nichts, denn so können wir nichts falschen tun. Wir laufen weg oder fangen Dinge erst gar nicht an. Nicht zuletzt verharren wir aus dieser Angst heraus in alten Zuständen, Gewohnheiten und Mustern, die uns nicht gut tun, belasten und uns kein Stück weiter bringen. Wir sind nicht fähig Entscheidungen zu treffen, da wir glauben, es könnte etwas schlimmes passieren und wir könnten die getroffene Entscheidung bereuen. Wir übernehmen keine Verantwortung für das, was wir eigentlich wollen, sondern ergeben uns alten und bekannten Umständen. Wir trauen uns an neue Aufgaben nicht heran oder schieben diese immer wieder auf, bis wir sie schließlich ganz und gar verwerfen oder vergessen. Manchmal halten wir auch einfach nur aus.

Was können wir nun also tun, um uns von der Angst es nicht zu schaffen weder leiten noch begleiten zu lassen?

Nun, in aller erster Linie und wie in vielen anderen Bereichen auch, können wir damit beginnen an unserem Selbstvertrauen und dem Selbstwertgefühl zu arbeiten. Auf der Seite www.gluecksdetektiv.de ist erklärt, was mangelndes Selbstvertrauen bei uns bewirkt und was wir tun können, um dieses zu erneuern. So schreibt Dr. Katharina Tempel, die sich mit positiver Psychologie beschäftigt in ihrem Artikel „Selbstvertrauen stärken: 5 Tipps, um den Glauben an dich selbst zu erneuern“ ein Zitat von Henry Ford.

„Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht – in beiden Fällen hast du Recht.“

Dazu schreibt sie: „Dahinter steht das Prinzip der Selbsterfüllenden Prophezeiung. Dass, woran wir glauben, neigt dazu wahr zu werden, weil wir unser Verhalten unbewusst danach ausrichten.“

Wenn wir uns also permanent einreden, dass wir etwas nicht schaffen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es uns wirklich nicht gelingt oder wir aufgeben nicht so sehr gering.

Wir können uns auch vor Augen führen, dass das was wir uns ausmalen sehr wahrscheinlich niemals eintreffen wird. Wir können nicht in die Zukunft sehen und sollten uns mit diesen Vorstellungen somit auch nicht belasten. Wenn wir an uns selbst glauben, dann wissen wir, selbst wenn Probleme entstehen, sind wir in der Lage mit ihnen umzugehen und diese zu lösen. Wir können uns dazu vor Augen führen, was wir in der Vergangenheit schon alles geschafft haben und daran glauben, dass wir dazu fähig sind es jederzeit wieder zu tun.

Auch aus jeder vermeintlich schwierigen oder schlechten Situation kann etwas ganz neues und wunderbares entstehen. So können wir lernen uns mutig an neues heran zu wagen, voller Neugier auf das Leben und das was noch kommt. Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang und das Leben hält für uns noch viele Freuden und Überraschungen parat. Wir sind es wert und haben es verdient, glücklich zu sein und dafür Sorge zu tragen, dass es uns gut geht. Auf www.depressionen-depression.net finden sie weitere wertvolle Tipps zur Selbsthilfe, wie diese hier.

Fehler sind erlaubt.

Mal unter uns: Nobody is perfect, und wer sagt, er sei es, lügt!

Jeder Mensch macht Fehler, gerade das macht uns menschlich. Machen Sie sich also klar, dass Sie keine Ausnahme bilden müssen. Auch Sie dürfen Fehler machen!
Dies soll jetzt aber nicht bedeuten, dass man sich hinter diesen Aussagen versteckt und ab sofort alles falsch machen darf, was gerade so anfällt. Das Bemühen muss schon trotzdem beibehalten werden!

Übrigens haben Fehler auch einen schönen Nebeneffekt: Man kann daraus lernen, es beim nächsten Mal besser zu machen!

Denken Sie immer daran, dass auch Sie etwas leisten können

Sie haben wahrscheinlich viele Fähigkeiten, mit denen Sie mit anderen gut mithalten können. Das bedeutet jetzt nicht, dass Sie alles perfekt können müssen. Und was Sie nicht können, können Sie lernen, so geht es jedem Menschen.

Reden Sie sich also nicht selbst schlecht, vertrauen Sie auf das, was Sie gelernt haben!

Seien Sie ehrlich zu sich selbst – Setzen Sie sich keine überhöhten  Ziele

Sie sollten nicht versuchen, Ihre Ziele zu hoch zu stecken, da Sie bald merken würden, es wahrscheinlich nicht schaffen zu können, was Sie dann wieder demotiviert. Fangen Sie mit kleinen Schritten an, wenn es um Großes geht. Teilen Sie die Aufgabe in kleine Teilabschnitte ein und arbeiten Sie diese dann nacheinander ab.

Malen Sie nicht den Teufel an die Wand

Was wird passieren, wenn Sie einmal etwas vermasseln? Wahrscheinlich gar nichts oder nicht viel. Wenn Sie einen Fehler auf der Arbeit machen, wird Ihr Vorgesetzter es Ihnen verzeihen, Ihre Kollegen werden wahrscheinlich auch nicht großartig darüber reden, denn jeder macht mal Fehler. Genauso verhält es sich im privaten Bereich.
Meist ist sogar das Gegenteil der Fall: Wenn Sie etwas verbockt haben und stehen dazu, wird man dies als Kompetenz und innere Stärke und Sicherheit bewerten.

 

Wenn wir uns von neuen Dingen nicht abschrecken lassen, sondern sie einfach in Angriff nehmen, werden wir merken, dass wir wieder und wieder ein gutes Stück vorankommen und wir können die Angst es nicht zu schaffen besiegen. Man sagt nicht ohne Grund, wo sich eine Tür schließt, wird sich eine neue öffnen. Wenn wir daran glauben, werden wir die Erfahrung machen oder haben diese vielleicht schon gemacht, dass sich in dieser Weisheit viel Wahrheit verbirgt.

5 Comments on “Von der Angst es nicht zu schaffen…

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