Verantwortung für das Glück übernehmen…

Wir alle wollen wirklich Glücklich sein…

Glücklich zu sein ist ein Gefühl, ein ganz wunderbares Gefühl, dass wir möglichst jeden Tag erleben und fühlen möchten. Wir streben nach diesem Gefühl und sind bereit doch jede Menge über uns ergehen zu lassen, um wirklich glücklich zu sein, doch in Wahrheit geißeln wir uns nur selbst. Viele von uns glauben, dass sie erst bestimmte Dinge oder Menschen in ihrem Leben brauchen, um wirklich glücklich sein zu können.

Wieder andere neigen dazu, andere Menschen oder äußere Umstände für ihr nicht glücklich sein, verantwortlich zu machen. Das führt in vielen Bereichen unseres Lebens zu erheblichen Problemen, besonders aber in unseren Liebesbeziehungen, da wir ihn diese am meisten mit unseren Emotionen verstrickt sind und es uns dort am schwersten fällt in uns hinein zu horchen oder uns neben uns zu stellen und unsere oft irrationalen Gedanken und Gefühle zu betrachten.

Einige haben noch lange nicht verstanden, das Glück und Zufriedenheit nicht von materiellen Dingen abhängt oder auch nicht von dem was andere Menschen sagen oder tun oder wie sie mit uns umgehen und uns behandeln. Niemals kann ein anderer Mensch dafür sorgen, dass es uns gut geht und wir glücklich sind, nicht dauerhaft und nicht in dem Maße, wie wir es wollen, uns vorstellen, ja sogar glauben zu brauchen. Glück können wir nur bei uns selbst finden und nicht in der Abhängigkeit von Gegebenheiten, Dingen und Menschen.

Da aber nur wenige von uns in der Lage sind sich selbst bewusst wahr zu nehmen und dem zu folgen was sie denken und fühlen, als neutrale außenstehende Person ohne jegliche Wertung, verbauen wir uns eigentlich jede Gelegenheit des Glücks und die Momente des Glücklich Seins sind ziemlich rar. Wir stehen uns also immer wieder selbst im Weg, da wir das was wir denken und fühlen für die absolute Wahrheit halten, dabei resultiert all das nur aus unseren Erfahrungen und Erinnerungen. Die sind bei jedem Menschen anders, was also bedeutet, dass wir auf unsere eigene Wahrheit keine Allgemeingültigkeit erheben können und sie deshalb auch niemand anderem aufzwingen sollten.

Manchmal kommt es vor, dass wir eine innere Leere verspüren und wir haben das Bedürfnis diese auszufüllen. Wir tun das indem wir uns vielleicht schöne Dinge kaufen oder besonders nett zu anderen sind, um ein Stückchen Liebe und Anerkennung von ihnen zu bekommen. Doch das vermeintliche Glück, dass wir dann empfinden, ist nur von kurzer Dauer und die Leere kehrt schnell zurück. Zumeist dann, wenn wir mit uns allein sind. Viele von uns können nicht mit sich allein sein und das Gefühl der Einsamkeit oder des AlleinSeins auch nicht ertragen.

Also lenken wir uns ab, mit fernsehen, essen, Sport oder anderen Aktivitäten oder greifen zu anderen Suchtmitteln, wie beispielsweise Alkohol. Um dieses Gefühl des AlleinSeins nicht spüren und nicht ertragen zu müssen. Erika Chopich schrieb ganz treffend in ihrem Buch „Aussöhnung mit dem Inneren Kind“: „Einsamkeit ist das Buch, dass wir zu lesen uns weigern.“

Wenn wir jedoch lernen könnten, dass mit uns allein sein zu genießen und uns die Zeit dafür nehmen, dann können wir über uns selbst so sehr viel lernen. Wir können unseren Gedanken zuhören, unseren Gefühlen nachzuspüren, unser tiefstes inneres ergründen und mit all dem was wir daraus lernen unser Leben sehr viel besser und angenehmer gestalten. Wenn wir es genießen können mit uns selbst allein zu sein, können wir Erfüllung finden und haben die Chance herauszufinden, was wir wollen uns was uns eigentlich wirklich Freude macht uns somit glücklich sein lässt. Viele von uns wissen das nämlich gar nicht so genau, da sie glauben immer jemand anderen oder etwas anderes zu brauchen, um das Gefühl von Glück und Freude zu spüren. Das AlleinSein mit uns selbst öffnet uns alle Türen und wir können uns von allen Abhängigkeiten befreien.

Wenn wir gern mit uns Allein sind, dann brauchen wir keinen anderen Menschen, da wir die Fähigkeit erwerben uns selbst glücklich zu machen. Wir sind unabhängig von allen anderen Menschen. Das soll keinesfalls heißen, dass wir nun immer allein sein müssen, wenn wir glücklich sein wollen. Es bedeutet viel mehr sich bewusst die Zeit zu nehmen, einen Gang runter zu schalten und die Einsamkeit bis ganz zum Schluss zu durchlaufen. Haben wir das einmal getan und sind den Weg gegangen, heißt das nicht, dass wir uns nie wieder einsam fühlen werden, doch es wird nicht mehr so lange dauern und wir wissen uns haben verstanden, dass wir davon nicht sterben und es auch nichts schlimmes ist. Wir haben alle Fäden in der Hand zu lernen mit diesem Gefühl des vermeintlich unerträglichen AlleinSeins gut umzugehen, von ihm zu lernen und dadurch etwas zu verändern.

Wir gehen so oft mit geschlossenen Augen durchs Leben, ohne die wahre Schönheit der Dinge zu erkennen, ohne einmal genau hinzusehen, ohne überhaupt das Glück in uns und um uns herum wirklich wahrzunehmen. Wir sehnen und streben immer und immer, nach Dingen, die wir noch nicht haben, in der Erwartung, dass wenn sie da sind, sie uns erfüllen. Das ist sehr schade, denn wirkliche Zufriedenheit und wirkliches Glück können wir nur im Gegenwärtigen Augenblick erfahren, indem wir leben, was uns das Leben zu bieten hat, indem wir aus allem das Beste machen und in allem das Schöne sehen.

Natürlich gehören all unsere negativen Gefühle genauso zum Leben dazu, wie alle schönen und es ist utopisch zu glauben, wir könnten dafür sorgen, dass wir mit einem Dauergrinsen im Gesicht durch Leben gehen. Das wäre sehr anstrengend, denn wir würden uns verbiegen und würden wir alle negativen Gefühle immer nur beiseite schieben, würden wir letztendlich krank davon werden, da sie sich über kurz oder lang ohnehin in uns manifestieren werden, weil sie nicht gehört wurden.

Das geschieht meist noch viel stärker, als wenn wir uns Zeit genommen hätten ihnen gleich Beachtung zu schenken. Dennoch können wir uns bemühen in nicht allem und jedem immer nur das schlechte zu sehen, denn oftmals stellt sich heraus, dass auch aus allem scheinbar negativen etwas sehr positives entstehen kann. Es kommt nur immer darauf an, was wir daraus machen und wie genau wir hinsehen.

Unser Glück werden wir auch nicht in der Vergangenheit finden, in dem wir ihr in unseren Gedanken immer wieder nachjagen und anhängen, ja sie nicht loslassen können und immer wieder geschehenes aufs Neue durchleben. Sie ist längst vorbei und wir können an nichts geschehenem mehr etwas ändern. Wir haben dennoch zu jeder Zeit unser Bestes gegeben, so gut wir es eben vermochten.

Unser Glück werden wir auch nicht in der Zukunft finden, wenn wir glauben erst dies oder jenes muss geschehen und dann werden wir endlich glücklich sein, doch machen wir uns immer wieder Gedanken über  diese, da wir uns so verschiedenen Sehnsüchten hingeben. Das bedeutet nicht, dass wir keine Zukunftspläne schmieden sollen oder keine Wünsche und Träume haben dürfen. Ganz im Gegenteil, zu träumen bringt uns uns selbst wieder ein Stück näher und lässt uns herausfinden, was wir wirklich wollen und dabei ist alles erlaubt. Doch können wir uns bewusst sein, dass niemand in die Zukunft sehen kann und genau weiß, was passieren wird oder gar ob sich Wünsche und Träume realisieren lassen.

Oftmals ist es sogar so, dass wir feststellen, wenn wir uns den ein oder anderen Wunsch erfüllt haben oder den ein oder anderen Traum leben, dass wir trotzdem nicht automatisch glücklicher sind. Das Leben ist voller Veränderung, jeden einzelnen Moment lang, jeden einzelnen Tag. Morgen sind wir schon nicht mehr der Mensch, der wir heute sind. Wie können wir dann glauben, dass wir unser Glück in der Zukunft finden werden, wenn wir gar nicht wissen können, wie diese aussieht.

Viele Menschen machen ihr Glück abhängig von materiellen Dingen. Sie streben nach mehr Geld, einem besseren Job, dem größeren Auto, der schöneren Küche oder einem Haus und sonstigen Dingen, die man so kaufen kann.

Doch all diese Dinge sind nur scheinbar wundervoll, wenn wir sie besitzen, jedoch können sie die Leere in uns nicht füllen, die wir verspüren und die uns unglücklich bleiben lässt. Wenn wir verstanden haben, dass man um glücklich zu sein gar nicht so viel braucht, erst dann können wir begreifen, von welchem Reichtum wir umgeben sind und diese Unzufriedenheit und Leere werden verschwinden, weil wir gelernt haben sie aus uns selbst heraus zu füllen.

Jeden Tag sind wir umgeben von lieben Menschen, die es gut mit uns meinen. Wir müssen sie nur sehen. Wenn wir jedoch die Augen verschließen und misstrauisch sind, dann werden wir mit ihnen nicht in Kontakt kommen können, weil wir sie nicht wahrnehmen. Glück können wir sehen und fühlen in dem Lächeln eines Kindes oder einer alten Frau.

Glück fühlen wir, wenn wir anderen Menschen helfen und ihnen mit Liebe und Freude begegnen, einfach aus unserem Gefühl heraus, denn dann sind wir aufrichtig und ehrlich und können anderen damit so viel geben. Wenn wir aus freien Stücken geben, ohne dass wir dafür etwas haben wollen, dann können wir erfahren, wie es sich anfühlt wirklich glücklich zu sein.

Dauerhaftes Glück finden wir nicht in anderen Menschen oder Dingen, die wir uns kaufen können. Es reicht oft einfach schon ein nettes Wort, ein Lächeln oder eine nette Geste, die von Herzen kommt. In jedem Baum, in jeder Blume, jedem Blatt, den Wolken, dem Regen und der Sonne und in so sehr viel mehr Dingen in unserem Leben, können wir Glück finden, wenn wir verstehen, dass alles miteinander verbunden ist und alles einen Sinn hat. Wir müssen nur genau hinsehen und es erkennen. Schon Albert Einstein sagte:

„Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben:
entweder so, als wäre nichts ein Wunder,
oder so, als wäre alles ein Wunder.“

10 Comments on “Verantwortung für das Glück übernehmen…

      • Hallo Nicole, ich schicke Dir auch viel LIEBE.
        Mit jedem Lebensjahr wird es mir mehr bewusst, wir sind hauptsächlich auf Konsum konditioniert, man könnte auch sagen:“ Wir stecken in der Konsumfalle.“
        Lange Einkaufsnacht, langer Einkaufssamstag, Teufelslauf, Weihnachtsmärkte – die wirklich wichtigen Dinge, die die man nicht kaufen kann, die werden meist von Oberflächlichkeiten verdeckt oder gar verschüttet.
        Mein Lösungsansatz: Ich verbringe immer mehr Zeit in der wunderschönen NATUR.
        Da fühle ich mich GEERDET…

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      • Ja in der Natzur bin ich auch sehr gerne, besonders mit meinen Hunden. Ich lerne viel von ihnen und finde dort innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Kann ich jedem nur empfehlen, öfter mal nach draussen und einfach irgendwo in der Natur spazieren zu gehen. 🙂

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      • Nicole, weil ich das mit den Hunden gelesen habe.
        Mir fallen immer öfter Frauen (meist Mittvierziger) auf die mit ein, zwei oder zum Teil sogar drei Schosshündchen unterwegs sind und das fast immer ohne Mann.
        Wie sind deine Erfahrungen als Beziehungsprofi, Du wirst ja schon etliche Gespräche geführt haben – ziehen viele Frauen die Hunde einem Mann vor? Vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht? Oder wollen viele einfach keinen Mann an ihrer Seite.
        Danke, Chris

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      • Vielen Dank für Deine Frage. Also ich würde nicht sagen, dass Frauen sich Hunde anschaffen und diese den Männern vorziehen aufgrund schlechter Erfahrungen. Zugegeben, ich selbst sage manchmal, dass Hunde die besseren Menschen sind, natürlich nur scherzhaft gemeint. Ich würde auch nicht sagen, dass nur alleinlebende Frauen Hunde zu ihren Begleitern machen, da mir auch häufig Männer mit Hunden begegnen. Ich selbst habe beispielsweise drei Hunde, allerdings keine Schoßhündchen 🙂 sondern doch etwas größere. Meine Liebe zu den Tieren entstand denke ich schon in meiner Kindheit, da ich mit Hunden aufwuchs und immer einen solch treuen Gefährten an meiner Seite hatte und in meinen dreien auch derzeit habe. Dennoch lebe ich auch in einer Partnerschaft und mein Mann ist genauso vernarrt in die Hunde, wie ich. Ich glaube auch, dass wir von Hunden sehr viel lernen können, insbesondere über zwischenmenschliche Beziehungen. Ceasar Milan beschreibt das in seinen Büchern sehr schön. Wenn Menschen alleine leben, ohne Partner, dann denke ich, dass die Hunde der beste Freund des Menschen sind, das AlleinSein mindern und Trost spenden. Deshalb würde ich jedoch nicht zwangläufig sagen, dass sie einem Partner vorgezogen werden. Sicher gibt es auch Menschen, die das so sehen, aufgrund ihrer Enttäuschungen, doch ich denke sie sind eher die Ausnahme.

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