Sei stolz auf Dich!!!

Nur allzu oft begegnen mir Menschen, die mit ihrem Leben und sich selbst sehr unglücklich und unzufrieden sind. Nicht selten sehen wir die Ursachen dafür im Außen, weil wir glauben nicht den richtigen Job zu haben, bzw. die Arbeit, die wir tun uns keinen Spaß macht und wir nicht genug Geld verdienen. Vielleicht leben wir in einer Liebesbeziehung, die uns nicht mehr erfüllt, weil die Probleme unlösbar zu sein scheinen oder unsere Bedürfnisse auf der Strecke bleiben. Wir glauben unsere Kinder schätzen uns nicht wert und bringen uns nicht den Respekt entgegen, den wir gern hätten und überhaupt kann uns niemand wirklich verstehen.

Doch ganz so richtig ist das alles nicht. Das unglücklich sein und die Unzufriedenheit in uns, ensteht in erster Linie bei und in uns selbst. Niemand ist dafür verantwortlich, nur wir. Doch zumeist haben wir uns mit allen Gegebenheiten arrangiert und sehen keine andere Möglichkeit all dem zu entfliehen und etwas aus unserem Leben zu machen. Oder wir sehnen uns nach allen möglichen Dingen, die wir glauben zu brauchen, um endlich glücklich zu sein. Wir glauben, wenn wir doch endlich abnehmen könnten und schlank wären, dann wäre alles besser und der Rest regelt sich von allein. Wir glauben, wenn wir doch nur mehr Geld verdienen würden, dann könnten wir uns alles leisten, was wir wünschen und dann werden wir endlich glücklich sein. Wir glauben, wenn wir doch nur endlich den richtigen Partner finden würden, ja dann wäre alles perfekt und wir könnten endlich glücklich sein.

Ursache für dieses vermeintlich fehlende Glück sind nicht die Umstände im Außen, denn die können wir jederzeit ändern. Wir selbst sind es, die uns unglücklich machen, mit unserem Denken und unseren falschen Glaubenssätzen über uns selbst. Mangelndes bis gar nicht vorhandenes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein sind die wirklichen Ursachen für unsere Unzufriedenheit. Wir kennen uns nicht und wir nehmen uns auch nicht die Zeit uns kennen zu lernen und herauszufinden, wer wir wirklich sind, was wir wirklich wollen und was wir wirklich brauchen, um glücklich und zufrieden leben zu können.

Zugegeben, es ist auch nicht leicht in sich hinein zu hören und zu schauen, was sich dort alles verbirgt. Ängste, Sorgen, Stärken, Schwächen, Wut, Trauer, Schmerz, Leid, Liebe und vieles mehr. Es ist bequemer uns weiterhin in unserer selbst geschaffenen Komfortzone zu bewegen, denn nur dort wird eines der ursprünglichsten Bedürfnisse des Menschen befriedigt, das Bedürfnis nach Sicherheit. Wir alle wollen sie, wir alle brauchen sie. Doch wenn sich alles in stetigem Wandel und in stetiger Veränderung befindet und morgen schon nichts mehr so ist, wie wir es heute erleben, wenn wir morgen schon nicht mehr der Mensch sind, der uns heute aus dem Spiegel entgegen sieht, wo soll diese Sicherheit dann herkommen und in was begründet sie sich, dass wir meinen sie so dringend zu  brauchen.

Sicherheit und Stabilität finden wir einzig und allein in uns selbst. Wir selbst können uns ein zu Hause geben, zu uns selbst können wir zu jeder Zeit zurückkehren, bei uns selbst können wir Liebe und Geborgenheit finden. Nicht aber in dem was wir besitzen oder auch nicht in anderen Menschen oder den Umständen um uns herum und so können wir ihnen auch nicht die Verantwortung für unser glücklich sein übertragen.

Doch wo fängt Glück und Zufriedenheit nun an und wo endet Unglück und Unzufriedenheit? Ganz einfach. Nirgendwo und niemals. Wir müssen uns jeden Tag neu dazu entscheiden, ob wir weiter wachsen und lernen wollen oder uns den selbstauferlegten Gegebenheiten und Zwängen unterwerfen möchten, aus Angst es könnte etwas schlimmes passieren. Das Leben ist so wie es ist, mit allen Höhen und Tiefen, mit allen guten und schlechten Zeiten, mit allem Schönen und wunderbaren, wie auch mit dem Schmerz und dem Leid.

Wir können Leiden nicht vermeiden, wir können Niederlagen nicht vermeiden, wir können es nicht vermeiden Fehler zu machen. Doch wir können unsere Sichtweise ändern. Wenn wir akzeptieren, dass das Leben so ist wie es ist, dass es aus Geburt und Neubeginn, sowie aus Krankheit und Tod besteht, dann versuchen wir nicht mehr an den äußeren Umständen etwas zu ändern. Wir leben einfach.

Damit ist keinesfalls gemeint, dass wir ab heute vor uns hin vegetieren und alles bedingungslos über uns ergehen lassen, da wir es sowieso nicht ändern können und die Dinge eben passieren. So gewinnen wir leicht den Eindruck ein Opfer der Umstände zu sein und das ist nicht wahr.

Wir können uns aber entscheiden inne zu halten, zur Ruhe zu kommen und uns bewusst zu machen, dass wir alle Fäden in der Hand halten. Wir können die Verantwortung für uns und unser Leben übernehmen und für all das was wir in uns tragen, was wir denken und fühlen, was für uns wertvoll und wichtig ist. Wir können lernen mit uns allein zu sein und genau  hin zu hören, was in uns und mit uns passiert, denn die Antworten auf alle Fragen die wir haben, tragen wir in uns. Wir können unseren Wert erkennen. Jeder von uns ist wertvoll und richtig. Es gibt keinen anderen Menschen auf der Welt, der genauso ist wie wir, so wie es keine zwei Bäume gibt, die sich gleichen. Selbst eineiige Zwillinge unterscheiden sich und so ist jeder von uns etwas ganz besonderes. Wertvoll eben.

Dann können wir uns entscheiden uns selbst bewusst zu werden. Unser Selbstbewusstsein zu erforschen, neu auszurichten, zu erkennen, wo unsere Stärken und Schwächen liegen, zu akzeptieren, dass wir Schwächen haben und die Ideologie von Perfektionismus hinter uns lassen.

Sind wir beispielsweise unzufrieden und unglücklich in unserem Beruf, können wir das ändern. Manchmal hilft es, wenn wir uns überlegen, was wir schon immer gern tun wollten. Das können Dinge aus der Kindheit sein, die wir gern gemacht haben, aber vielleicht schon seit langer Zeit nicht mehr daran gedacht haben. Wir können uns überlegen, wo unsere Stärken liegen und was wir besonders gut können. Den meisten von uns fällt es gar nicht so leicht eine solche Liste zusammen zu stellen. Wir wissen immer sehr genau, was wir alles nicht können oder nicht wollen, doch wenn es darum geht aufzuschreiben was wir können und was wir wollen, dann ist es oft sehr schwierig für uns dementsprechende Punkte zu finden. Ja, sich selbst kennenzulernen bedeutet schon ein wenig Arbeit und vor allem ein heraustreten aus unserer Comfortzone, die wir so lieb gewonnen haben.

Vor allem dürfen wir stolz auf uns sein. Sicher haben wir alle unsere Fehler gemacht, wenn wir zurück blicken. Doch ersten können die meisten von uns sagen, dass sie nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben und waren nicht all die Fehler zu irgendwas gut? Haben wir nicht aus ihnen gelernt und sie haben uns letztendlich doch zum Erfolg geführt? Warum dann Angst davor haben neue Fehler zu machen? Nur so können wir lernen und wachsen. Wenn wir zurück blicken gibt es so einige Dinge, die wir geleistet und erreicht haben. Vieles von dem haben wir vielleicht längst vergessen. Doch niemand von uns ist so ein Versager, dass er in seinem Leben noch gar nichts zustande gebracht hat. Wir müssen uns nur daran erinnern und uns vor Augen halten, was es alles gibt, auf das wir stolz sein können.

Uns selbst kennenzulernen, uns selbst zuzuhören, uns selbst so anzunehmen und zu akzeptieren, wie wir sind uns mit uns selbst auseinanderzusetzen und ein zu Hause zu geben, in uns selbst, das ist der Schlüssel zu wirklichem Glücklich sein und wirklicher Zufriedenheit, ganz aus uns selbst heraus. Dazu brauchen wir keinen anderen Menschen, keine äußeren Umstände, die erst eintreten müssen und schon gar keine materiellen Dinge.

2 Comments on “Sei stolz auf Dich!!!

    • Meiner Meinung nach verändern sich die äußeren Umstände nicht einfach von allein oder sagen wir eher selten. Das steht entgegen dem Gesetz der Anziehung, welches sich in meinem Leben doch des öfteren bewahrheitet hat. Ich denke allem voran geht die Veränderung des Menschen, die innere Wandlung und das Lernen und Wachsen jedes einzelnen. Die äußeren Umstände ziehen dann ganz automatisch nach. So würde ich doch meinen, Du hast Dich selbst sehr verändert, indem Du Dich und Dein Inneres besser kennenlerntest, so wie Du es ja auch sagst/schreibst.

      Nicht allzu selten sind viele von uns dazu aber gar nicht bereit und sehen sich deshalb als Opfer der äußeren Umstände. Für mich ist das jedoch keinesfalls wahr. Vielen lieben Dank für Deine Worte.

      Liebe Früße Nicole 🙂

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