Die Tipping-Methode

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Die Tipping-Methode

Vier Schritte zur Vergebung

Dieser Prozess dauert nur ein paar Minuten, doch er kann Sie davor bewahren, total in das Drama des Geschehens verwickelt zu werden und auf unbestimmte Dauer im „Opferland“ zu verweilen. Sobald Sie merken, dass Sie sich über etwas furchtbar aufregen, oder einfach nur über jemanden urteilen, sich selbstgerecht fühlen oder eine Situation anders haben wollen, als sie ist, setzen Sie diesen Prozess ein. So können Sie Ihr Bewusstsein wie-der an den Prinzipien der Radikalen Vergebung ausrichten.

Erster Schritt: „Schau, was ich kreiert habe!“Es ist ein spirituelles Gesetz – bestätigt durch die Quantenphysik und andere Wis-senschaften – dass das, was in der Welt geschieht, ein Abbild unseres Bewusstseins ist. Wenn wir uns also sagen „Schau, was ich gemacht habe!“, dann öffnen wir uns für die Möglichkeit, dass wir an der Erschaffung dessen, was geschieht, einen Anteil haben. Wir lassen zu, dass unser Tun unserer Heilung und unserem spirituellen Wachstum dient. Dies ist unser erster Schritt auf dem Weg zur Übernahme von Ver-antwortung für das, was in unserem Leben geschieht.

Zweiter Schritt: „Ich bemerke, meine Urteile und Gefühle und liebe mich dennoch.“ Dieser Schritt ermöglicht uns, unsere Menschlichkeit anzuerkennen und liebevoll anzunehmen. Als Menschen verbinden wir automatisch eine ganze Reihe von Beur-teilungen, Interpretationen und Überzeugungen mit allem, was in unserem Leben passiert. Wenn wir dies jedoch klar erkennen, bewahren wir unsere Bewusstheit und können mit unseren Gefühlen und unserem authentischen Selbst in Kontakt bleiben.

Dritter Schritt: „Ich bin bereit, die Vollkommenheit in der Situation zu sehen.“ Die Bereitschaft ist der wichtigste Schritt im Prozess der Radikalen Vergebung. Dies ist der Punkt, an dem wir uns die Ansicht erlauben, dass sogar in diesem, von uns vielleicht als schrecklich empfundenem, Ereignis eine Art göttliche Vollkom-menheit am Werk sein könnte. Und dass wir sie möglicherweise erkennen könnten, wenn wir imstande wären, das ganze Bild zu sehen.

Vierter Schritt: „Ich entscheide mich für die Kraft des Friedens.“ Der vierte Schritt ist die Konsequenz der vorangegangenen Schritte. „Frieden“ meint hier die Art von Frieden, die wir fühlen, sobald wir bereit sind uns der Vollkommenheit der Situation hinzugeben. Dies gibt uns die Kraft, die wir brau-chen, um in der Welt vollständig bewusst zu handeln. Nutzen Sie diese vier Schritte, so oft Sie können. Machen Sie sie zu einem Teil Ihres Bewusstseins. Sie werden Ihnen im Alltag einen Weg in die Gegenwart be-reiten.

4 Comments on “Die Tipping-Methode

  1. Ich kenne die genannten Ansätze und habe mich vor ein paar Jahren bereits damit beschäftigt. Sicherlich sind sie vollkommen korrekt. Die Aspekte beziehen sich ausschließlich auf die eigene Lebenssituation und die eigene Gedanken- und Gefühlswelt.

    Ein Defizit haben all die Ansätze jedoch in dem Punkt, dass sie sich – logischerweise – nur mit der eigenen Welt beschäftigen können.
    Gerade die ganz schwierigen Lebenssituationen sind jedoch zumeist, wenn ein geliebter Mensch hinfortgleitet. Alle Akzeptanz und jeder Frieden hinterlässt eine Leere. Eine, die auch Konzepte der Vergebung nicht ausfüllen können. Jedenfalls nicht im Moment. Später ist dies oftmals eher möglich. Dafür benötigt es Zeit. Zeit, die aber jetzt noch nicht vorüber gegangen ist und sich deshalb schwer anfühlt. Für mich habe ich dazu auch noch keinen festen Weg des Umgangs gefunden. Weder früher einmal noch in der Gegenwart. Verluste, auf die eine oder andere Weise, erleben wir alle eines Tages.
    Leider bin ich allerdings nach wie vor an dem Punkt zu sagen: „Wirklich helfen kann JETZT im Moment auch nichts und niemand.“ Es wird höchstens und im besten Falle verblassen. Irgendwann.

    Dennoch schön, wenn ich mich trotzdem mit positiven Denkkonzepten beschäftige. Danke für Deinen Artikel!

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    • Vielen lieben Dank, für Deine offenen Worte, Deine Sichtweise und Meinung. Ganz und gar kann ich verstehen und nachvollziehen, dass der Verlust eines geliebten Menschen traumatisch und schwer zu verarbeiten ist. Jeder darf und soll das auf ganz eigene Weise tun, so wie er glaubt, dass es für ihn richtig und annehmbar ist. In jedem Fall helfen uns alle Konzepte, die uns das ein wenig erleichtern können und in denen darf jeder seine ganz eigene Wahrheit suchen und finden.

      Ganz liebe Grüße Nicole 🙂

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