– Glaubenssätze –

Viele Menschen sind sich überhaupt nicht bewusst, was sie über sich selbst wirklich denken und glauben. Oftmals sind es Glaubenssätze über uns selbst, die wir schon in früher Kindheit von unseren Göttern, nämlich den Eltern, Großeltern, Geschwistern, Freunden, Verwandten und Bekannten übernommen haben und die wir in unser Lebensskript integrierten.

Doch statt wir uns dieser Glaubenssätze bewusst werden, sind wir eher dabei zu beschuldigen, zu beurteilen und zu verurteilen, anzuklagen und zu richten. Nicht nur dass wir diese Dinge ins Außen projizieren und bei anderen dann kritisieren, Nein wir gehen auch mit uns selbst sehr hart ins Gericht und dass häufig noch viel dramatischer und ausgeprägter, als wir es bei anderen sehen oder viel mehr in anderen.

Wir sind bei anderen Menschen oft viel eher in der Lage nachsichtig zu sein oder gar zu verzeihen und zu vergeben, als wir bei uns selbst dazu in der Lage wären. Wir sind uns noch nicht mal bewusst, dass alles was wir über uns selbst denken und glauben unser Leben in der Form beeinflusst, dass wir alles in unser Leben ziehen, was wir brauchen um zu wachsen und unser Innerstes zu erkennen und zu transformieren. Einige von uns schaffen das nie, da sie immer in der erlernten Opferrolle gefangen bleiben und wieder andere brauche sehr lange Zeit, weil der Schmerz, den sie erfahren haben, so groß ist, dass es ihnen oftmals nicht gelingt, diesen zu halten und dem selbst geschaffenen Gefängnis zu entfliehen.

Was können nun die Glaubenssätze sein, die unser Leben so sehr beeinflussen, mit denen wir uns selbst im Weg stehen und mit denen wir anderen Menschen die Gelegenheit bieten, uns Spiegel und damit Lehrmeister zu sein.

Ich bin hässlich.

Ich bin dumm.

Ich bin faul.

Ich bin nicht intelligent genug.

Ich bin fett.

Ich bin nicht diszipliniert.

Ich bin nicht liebenswert.

Niemand versteht mich.

Ich bin allein.

Niemand mag mich.

Ich bekomme nichts auf die Reihe.

Ich bin ein Versager.

Alle anderen sind besser als ich.

 

Dies und noch viele andere Glaubenssätze sind unser täglicher Begleiter, ohne dass wir uns dessen überhaupt bewusst sind. Niemand würde nach außen hin eingestehen, dass er wirklich so von sich denkt. Gesteht er es ein, in der Regel um Bestätigung im Außen zu erfahren, nämlich von anderen Menschen zu hören, dass das ja gar nicht wahr ist oder er projiziert und sieht diese Eigenschaften in anderen Menschen und klagt sie dafür an. Er möchte dass sie sich ändern, statt dass er sich selbst ändern muss.

Nehmen wir in einer ruhigen Minute tatsächlich mal diese Gedanken über uns selbst wirklich wahr, verwerfen wir sie gleich wieder oder aber wir halten sie uns bewusst vor Augen, um uns selbst für irgendetwas zu bestrafen, von dem wir glauben es mal wieder nicht richtig gemacht zu haben. Wir erzeugen in uns Scham und Schuld und glauben, dass wir das Leid, dass wir dadurch verursachen auch wirklich verdient haben.

Werden wir nun aber gebeten, eine gegensätzliche Liste anzufertigen, nämlich mit all den Dingen, die wir an uns mögen und schätzen und was wir glauben, an uns alles perfekt und toll sein könnte, dann fällt diese Liste in der Regel doch sehr viel kürzer aus, als die, die wir oben finden können.

Unsere Möglichkeit und Macht besteht darin, all unsere Glaubenssätze zu hinterfragen und uns davon zu überzeugen, dass nicht einer davon wahr ist. Es wird immer Menschen geben, die bestimmte Dinge besser beherrschen und können als wir, so wie wir ebenfalls Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen, die sich andere wünschen würden. Fakt ist jedoch, dass wir uns nicht mit anderen Menschen vergleichen und messen müssen und das eigentlich auch gar nicht möglich ist.

Jeder Mensch ist so vollkommen und einzigartig, in dem wie und was er ist, dass wir auf diesem Planeten mit Milliarden von Menschen keine zweiten finden werden, der uns auch nur Ansatzweise gleicht. Wie können wir dann davon ausgehen, dass irgendetwas an uns nicht richtig wäre, dass wir aufgrund unserer Schattenseiten nicht liebenswert sind. Unsere Aufgabe ist es unsere Schattenseiten, die nun mal jeder von uns hat zu integrieren und sie nicht verbergen zu wollen. Es gilt dies zu transformieren oder sein zu lassen, um dass uns das lernen, was wir lernen müssen und so kann das damit verbundene Wachstum unserer Seele gelingen.

 

 

2 Comments on “– Glaubenssätze –

  1. Sehr treffend beschrieben. Menschen verstehen nicht das sie Fähigkeiten besitzen von den sie gar nichts ahnen. Sie sehen einen Menschen der wirklich gut zeichnen kann. Stehen neben ihm und sagen, wow toll das würde ich auch gerne können. Sie denken nicht das sie dazu fähig wären, weil ihr Wassermalbilder in der dritten Klasse schlecht ausgesehen haben. War damals nichts, dann ist dem auch heute so. Wir beurteilen als Erwachsene unsere Kindheit und bemerken das nicht einmal. Wir halten das für unsere heutige Realität. Aufwachen Leute. Zwischen Kindheit und heutiger Realität liegen unter Umständen 30,40 oder 50 Jahre. Uns selbst wenn es nur 3 Jahre sind auch diese haben uns verändert. Wir sind das Jetzt, dieser Augenblick und nicht die Vergangenheit. Also erprobte, lerne und dann schaue wer du bist.

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  2. Da hatte ich echt Glück: Habe von meinen Eltern positive Glaubenssätze mitbekommen: Du bist intelligent. Du bist sensibel. Du bist schlagfertig. Du bist sozial. Du bist witzig. Du bist hübsch.

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