Mein Herzensprojekt…

Ich erlebe immer wieder Menschen, die einfach nur durchs Leben rennen. Geplagt von Problemen des Alltags, von Sorgen über das Morgen, zumeist aber in Gedanken von Vergangenem. Sie sind sich dessen noch nicht einmal bewusst, denn sie hören nicht, was es in ihnen so denkt. Eigentlich haben sie keinen Schimmer, wer sie überhaupt sind. Die Verbundenheit zwischen Mensch und Natur und die darin verborgene Lehre, sind uns verloren gegangen. Den Menschen die Natur wieder ein Stück näher zu bringen und zu zeigen, welche Geheimnisse in ihr verborgen sind, welche Wunder wir in ihr finden können, ist auf diesen Seiten mein Weg.

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Ich finde es sehr schade, dass es uns Menschen oft unmöglich scheint, das wirklich Schöne zu sehen. Nur allzu oft lässt uns dieses „durchs Leben rennen“ und hetzen, innerlich böse und hässlich werden und den Blick auf das Wesentliche und Schöne verlieren. Wir sind wütend auf uns und auf andere, projezieren fast alles auf unser Umfeld oder verurteilen uns selbst zutiefst. Wir sind nur so wenig in der Lage, uns über die kleinen Dinge des Lebens zu freuen und klar zu filtern, was uns wirklich wichtig ist.

Wir flüchten uns in Alkohol und andere Drogen, in Essen, Fernsehen, sportliche Aktivitäten, Sex usw., wollen erfolgreich sein, wollen einen besseren Job, um mehr Geld verdienen und merken dabei nicht, dass diese Dinge uns nur kurzzeitig Erfüllung und vermeintliches Glück bringen können.

Doch haben wir einmal erreicht, was wir uns einst wünschten, wird es schnell wieder bedeutungslos. Haben wir unsere Ziele erreicht, haben wir Macht und Geld und können uns alles kaufen, dann sind wir wieder mit dem inneren Nichts konfrontiert. Mit der inneren Lehre, die uns stets und ständig umgibt. Wir haben noch nicht verstanden, dass nichts im Leben beständig ist und sich alles immer wieder verändert. Von der Natur können wir das lernen.

Es wird zunehmend schwieriger, dass wir uns selbst ständig belügen und dem Spiegel, den uns das Leben vorhält, davonzulaufen.

Doch gibt es auch Wege zu wahrer Freude und innerem Glück. Der Weg liegt im Hier und Jetzt. Hier und jetzt, im Einklang mit uns selbst und der uns umgebenden Natur. In uns selbst, in der Natur des Sein, liegt so viel verborgen. So viele Wunder und so viele Geheimnisse, die es zu entdecken gilt. Wir können in ihr und mit ihr, ja sogar gemeinsam und voneinander noch so viel lernen, wenn wir nur bereit sind genau hinzusehen und zuzuhören.

Alles was wir brauchen, finden wir nicht in der materiellen Welt, sondern liegt in uns selbst verborgen. Mit der Natur im Einklang zu leben, bedeutet zu uns zurück zu kehren und ein zu Hause zu finden, in der wahren Natur, die in uns liegt.

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Bäume lehren uns dabei Stabilität und Stärke, wie man den größten Stürmen trotzt. Wälder lehren uns Vielfältigkeit, Gemeinschaftssinn und wie einer für den anderen einsteht. Sie lehren uns die Vergänglichkeit aller Dinge und dass darin überhaupt nichts schlimmes zu sehen ist. Genauso bieten sie Schutz und zeigen uns, was es heißt still zu werden und zuzuhören. Der Blick in die Natur, egal ob die im Außen oder die in unserem Inneren, lehrt uns eine Verbundenheit. Sie zeigt uns, dass alles zusammen gehört und nichts ohne das andere existieren kann, dass alles eins ist.

Zugegeben, es ist nicht immer leicht das eigene selbstgeschaffene Ego zu erkennen und sich nicht damit zu identifizieren. Es ist nicht leicht in schwierigen Situationen auch im Umgang mit anderen immer präsent zu bleiben und zu sehen, was da in uns vor sich geht. Es ist nicht immer leicht mit uns selbst so gut umzugehen, dass wir es gleichermaßen anderen zugestehen. Am schwersten ist es wahrscheinlich zu akzeptieren, was genau jetzt, in diesem Moment stattfindet und eben einfach ist.

Doch es findet ein Wandel statt und wir dürfen lernen, dass wir nicht mehr andere für unser glücklich oder unglücklich sein verantwortlich machen können. Wir selbst tragen die Verantwortung und können uns zu jeder Zeit frei entscheiden.

Ich habe die Gabe hinter die Masken anderer Menschen sehen zu können, in ihr tiefstes inneres. Eigentlich ist es eine in der Kindheit erlernte Strategie, um mich selbst zu schützen. Viele Jahre glaubte ich tatsächlich, dass mit mir etwas nicht stimmt und hatte das Gefühl immer anders zu sein als andere. Nicht normal, vielleicht verrückt. Ich empfand das Sehen hinter die Masken und Rollen anderer als eine Last, ein Fluch, wenn man so will. Heute ist es eine Gabe, die mir stets hilfreich ist. Vor allem hat sie mich jedoch erkennen lassen, wer ich wirklich bin und dass das Sehen meine größte Stärke ist.

Viele Jahre wollte ich die Empathie und Emotionalität verbergen, habe mir oft gewünscht, ich hätte sie nicht. Heute sind beide hilfreiche Begleiter, lassen mich erkennen, schützen mich vor vermeintlichen Gefahren, doch nicht zuletzt lehren sie mich unglaubliches über mein wahres Ich.

Mein Leben und die Menschen, die mir als meine Engel und Mitspieler begegneten, mich begleiten oder noch meinen Weg kreuzen werden, haben mich gelehrt, dass nicht alles was wir glauben zu wissen, auch wirklich die Wahrheit ist. Die Natur hingegen lehrt mich noch vieles mehr. Stehen bleiben, innehalten, genau hinzusehen und zu verstehen. Sie lehrt mich was in der Dunkelheit verborgen ist und welche Schönheit jedes Ding und jedes Sein auch in sich trägt. Doch wer will schon etwas von seinen inneren Schatten und Dämonen wissen. Die Wahrheit zu erkennen, tut nicht selten auch ganz schön weh.

Aber diejenigen, die es schaffen zuzuhören, denen es gelingt direkt durch den Schmerz der Wahrheit hindurch zu gehen, werden lernen und wachsen, genau so wie ich. Schon mein Großvater sagte mir immer: „Du kannst alt werden, wie eine Kuh und lernst immernoch dazu.“ Ich stoße genauso wie jeder andere Hin und Wieder an meine inneren Grenzen, manchmal bleibe ich stecken. Genau wie jeder andere durchlebe ich Zeiten mit hoher oder auch mal niedriger Energie.

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Doch das Leben hat mich gelehrt immer weiter zu gehen, immer einen Schritt nach dem anderen zu tun. Der wirklich wichtige und einzige Schritt, der dem Leben Bedeutung gibt, ist der, den wir in diesem Moment tun und das wir uns immer wieder neu entscheiden. Ich bin kein Lehrer, viel eher doch Schüler und ich lerne genauso von den Menschen, die mir begegnen und um mich herum.

Ich durfte lernen, dass Veränderung zuerst bei mir beginnt und das auch aus allem vermeintlich negativen, etwas ganz wundervolles entsteht. Ein beliebtes Sprichwort lautet nicht ohne Grund, „Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“ und auch wenn wir die Sonne nicht sehen können, ist sie trotzdem immer da, selbst wenn sie hinter den Wolken verborgen liegt.

Wir sind niemals allein, werden immer geführt und getragen. Das Leben hält nie etwas für uns bereit, dass dazu dient uns zu schaden. Leiden und Schmerz erschaffen wir selbst, niemand sonst. Und doch gibt es so viele Menschen, die uns auf dem Weg durchs Leben begleiten, die genauso wie wir, Schüler und Lehrer gleichermaßen sind. Letztendlich sind wir alle miteinander verbunden, wir sind alle eins…

2 Comments on “Mein Herzensprojekt…

  1. Sehr schöne Bilder und weise Lebenserfahrungen und Erkenntnisse. Wir sind unvollkommene Menschen und suchen nach dem LICHT der WAHRHEIT. Das ist größer als wir selbst, leuchtet uns voran und läßt uns keinen Augenblick unseres Lebens im Stich.Nach IHM sollen nund müssen wir uns stets orientieren, damit wir uns nicht verirren.

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