Nur eine Stunde im grünen Wald

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Nur eine Stunde im grünen Wald

Nur eine Stunde von Menschen fern,
Nur eine einzige Stunde!
Statt der tönenden Worte des Waldes Schweigen,
Statt des wirbelnden Tanzes der Elfen Reigen,
Statt der leuchtenden Kerzen den Abendstern,
Nur eine Stunde von Menschen fern!
 
Nur eine Stunde im grünen Wald,
Nur eine einzige Stunde!
Auf dem schwellenden Rasen umhaucht von Düften,
Gekühlt von den reinen balsamischen Lüften,
Wo von ferne leise das Echo schallt,
Nur eine Stunde im grünen Wald!
 
Nur eine Stunde im grünen Wald,
Nur eine einzige Stunde!
Wo die Halme und Blumen sich flüsternd neigen,
Wo die Vögel sich wiegen auf schwankenden Zweigen,
Wo die Quelle rauscht aus dem Felsenspalt,
Nur eine Stunde im grünen Wald!

Auguste Kurs

(1815-1892 Den ersten Gedichtband „Epheublätter“ ließ sie 1845 noch anonym erscheinen; ihren Namen setzte sie erst vor die dritte Auflage von 1854. Der Erfolg dieses Buches beflügelte sie zu weiteren Publikationen ihrer Gedichte in Zeitschriften und Sammelwerken, Auguste Kurs verfasste auch Reiseberichte und einen Novellenzyklus; außerdem war sie Mitarbeiterin der Modezeitung „Victoria“, der Zeitschrift „Daheim“ und verschiedener Kalender (vor allem des „Berliner Taschenkalenders“); außerdem hat sie alle seit 1866 in Königlichen Theatern zu den Geburtstagen der Königin und späteren Kaiserin Augusta gesprochenen Prologe gedichtet.)

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