Was besitzt Schönheit, Geschichte und Stil?

Wenn ich draußen mit meinen Hunden unterwegs bin oder einfach nur auf Entdeckungsreise, finde ich immer wieder alte und verlassene Häuser oder Ruinen. Ich finde sie haben ihren ganz eigenen Charme und Stil und sie erzählen ihre ganz eigene Geschichte. Beim betrachten frage ich mich dann oft, wie das Leben dort früher wohl ausgesehen hat, wer dort gelebt hat, wer dieses Haus wohl gebaut hat oder auch wie? Wie haben die Menschen dort gewohnt, was haben sie erlebt, wie sah ihr Leben aus und was hätten sie uns wohl zu erzählen? Ob sie tatsächlich in den kalten Wintermonaten an ihren Öfen saßen und sich Geschichten vorlasen?

Schließlich war es eine ganz andere Zeit und in meiner Fantasie ensteht in diesen alten Häusern eine Geschichte, rund um das Leben in ihm.

In dieses kleine Haus hier konnte ich durch einen Spalt des Fensters einen Blick in sein Innenleben erhaschen. Ich sah einen alten Ofen und kenne soetwas noch aus meiner Kindheit. Ich mag einfach alles alte, weil so viel in ihm verborgen liegt. So viele Geheimnisse und so viel Schönheit.

Wer hat wohl hier gelebt? Dazu gehört ein kleines Grundstück und manchmal stelle ich mir vor, wie es aussehen würde, wenn man das wieder herrichtet. Doch man sieht hier, wie auch auf folgenden Bildern, dass sich die Natur alles wieder zurück holt und von dem was der Mensch geschaffen hat nur noch der Hauch einer Ahnung bleibt. Letztendlich ist das auch gut so.

Auch in diesen alten Gebäuden tobte sicherlich einmal das Leben. Sie liegen direkt an einem See und heute stehen sie dort und sind voller Geheimnisse. Niemand weiß, wem sie gehören oder was mit den Menschen, die sie erbaut und in ihnen gelebt haben geschehen ist. Höchstwahrscheinlich leben sie nicht einmal mehr. Denkmäler aus längst vergangenen Zeiten.

Hier ein altes Feriendorf. Noch gar nicht so sehr alt. Ich vermute es stammt aus DDR Zeiten und hatte in dieser Zeit auch Hochkonjunktur. Sicher verbinden viele sehr schöne Erinnerungen damit, heute Erwachsene, die uns jede Menge dazu berichten könnten. Spielende Kinder, Schatzsuchen im nahegelegenen Wald, Lieder und Geschichten am Lagerfeuer… Das Schwimmen und Spielen am See. Wenn man ganz genau hinhört, kann man immernoch all das Lachen hören und die Freude sehen.

Als ich selbst 16 Jahre alt war, hätte mich nichts und niemand davon abhalten können solch alte Häuser wie das folgende zu erkunden. Wir machten uns keine Gedanken darüber, ob uns jemand erwischen oder was passieren könnte. Heute sind wir Erwachsene und manchmal ist es schade, dass wir das ungezwungene und die Neugier unserer Jugend verloren haben. Umso spannender ist es, was wir uns bei den folgenden Bildern in unserer Fantasie ausmalen können. Vielleicht Spuken noch ein paar Geister in den alten Gemäuern umher und vielleicht gibt es immernoch den ein oder anderen kleinen Schatz zu finden.

Das scheint ein alter Bahnhof zu sein. Wieviele Züge er wohl schon gesehen hat, wieviele Geschichten er wohl zu erzählen weiß? Vielleicht auch von Abschied, Trennung, Tränen und Trauer. Wahrscheinlich aber genauso viel über Tränen der Freude und des Wiedersehens. Wie viele Menschen bei ihm wohl ein- und ausgestiegen sind? Bei wievielen hat die Reise hier begonnen oder geendet, wo war der Anfang und wo ihr Ende? Haben sie überhaupt jemals ihr Ziel erreicht?

Welche Geschichte verbirgt sich hinter diesem Gebäude, dass so verlassen und einsam auf seinem Platz verharrt und doch in der Sonne in seinem ganz eigenen Licht und Glanz erstrahlt…

Und diese Kirche hier? Ich frage mich, wie lange es sie wohl schon gibt. Tausende Gottesdienste, Hochzeiten und Beerdigungen, die sie schon gesehen hat. Sie kennt die Geheimnisse der Menschen, ihre tiefsten und dunkelsten Beichten und all die Wünsche, die an Gott schon herangetragen wurden. Manchmal könnte man sich dann wünschen, ihre Mauern könnten reden und würden uns all die wundervollen oder traurigen Geschichten erzählen.

Hier eine alte Mühle mit ihrem Nebengelass. Schon völlig durch Einsturz gefährdet, doch bei genauerem Hinsehen immernoch wunderschön. Wer dort wohl gearbeitet hat und wie das alles wohl von statten ging und funktioniert hat? Die Ernte wurde vielleicht noch per Hand zusammengetragen, Maschinen wie heute gab es ja noch nicht. Jeder Sack Mehl, der am heimischen Holzofen noch zu wohlriechendem Brot verarbeitet wurde. Gemeinsames beisammen sein der Familie, nach einem harten Arbeitstag, um das Abendbrot zu genießen. Noch von meiner Oma weiß ich, dass es in Zeiten des Krieges und auch danach gar nicht mehr zu essen gab. Eine Suppe aus Kartoffelschalen und ein frisch gebackenes Brot, waren da schon ein Sonntagsschmaus.

Als folgendes eine Ruine aus meiner Kindheit. Der Nachbar meiner Eltern hatte sie auf seinem Grundstück. Er selbst und seine Frau sind längst verstorben, doch auch zu ihrer Zeit war es nicht mehr und nicht weniger als eine Ruine. Sie selbst haben das Gebäude weder erbaut, noch genutzt und wussten auch nichts über dessen Ursprung. Doch auch heute sieht es dort noch genauso aus, wie zur der Zeit, als wir Kinder waren. Nur zu gerne erinnere ich mich daran, wie meine Schwester und ich auf den Mauern kletterten oder hinter ihnen verstecken spielten. Ich weiß noch wie wir uns gruselige Geschichten erzählten, von Geistern, Kobolden und anderen Naturgeschöpfen, die sich nur in der dunklen Nacht zeigen. (und wie lustig wir es fanden, wenn der andere tatsächlich ein wenig Angst bekam.)

Schickt mir doch auch gern Bilder über alte Häuser, die ihr irgendwann oder irgendwo mal entdeckt habt. Gern auch mit euren ganz persönlichen Geschichten dazu oder denen eurer Vorfahren, eben allem, was ihr zu berichten wisst. Ich würde sie gern auf meiner Seite veröffentlichen.

2 Comments on “Was besitzt Schönheit, Geschichte und Stil?

    • Ja das ist tatsächlich wahr. Und mich würde brennend interessieren, was da so alles im verborgenen liegt. Aber so darf jeder auch seine Fantasie benutzen und das sind ohnehin die besten Geschichten. 🙂

      Liebe Grüße Nicole

      Liken

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