Mein Tierschutzprojekt- Feuerlöschteich Teil 1

Guten Abend ihr Lieben. Wer meine letzten Beiträge mitgelesen hat, der weiß schon das mein Kätzchen und auch der Kater meiner Eltern im nahegelegenen Feuerlöschteich ertrunken sind. Am Sonntag habe ich beide gefunden und es hat mir das Herz zerrissen. Dabei erfuhr ich dann auch, dass dieser Vorfall nicht der erste war und das auch mehrmals Wildtiere insebesondere Füchse darin gefunden wurden. Ich vermute, dass es noch viel mehr waren. Igel, Mäuse, Vögel… Sie sind nur eben alle klein und das wird niemandem aufgefallen sein.

Zuerst einmal möchte ich allen hier für ihre Anteilnahme und das Mitgefühl danken. Sehr sogar. Denn ich habe auch andere Reaktionen erlebt. Nicht dass ich die Menschen verurteile für ihre Gleichgültigkeit und Ignoranz. Ich weiß sie meinen es nicht böse und können eigentlich gar nichts dafür. Doch zu wissen, dass es eben noch mehr Menschen gibt, die ihre Haustiere und auch alle anderen Lebewesen so sehr lieben, wie ich es tue, gibt mir doch wirklich Kraft und Mut.

Der ein oder andere fragt sich vielleicht oder würde mich fragen, warum ich das hier alles veröffentliche. Dann frage ich Dich, warum soll ich es denn nicht??? Weißt Du, nicht jedem Menschen geht es darum Mitleid zu erhaschen, Aufmerksamkeit zu bekommen oder insbesondere durch Tragödien die Blicke auf sich zu ziehen. Und mir geht es ganz sicher auch nicht darum, mehr Follower zu bekommen oder meine Website zu präsentieren oder weiß der Geier was. Meine Entscheidung war schon gefallen, bevor mein Kimba gegangen ist, dass ich mit all dem kein Geld verdienen will.

In den letzten Tagen sind mir sogar Follower verloren gegangen und weißt Du was. Das ist mir scheiß egal. Ich mach trotzdem weiter, denn mir geht es hier einzig und allein darum, alles was ich weiß, was ich lerne, was ich erfahre und was ich lebe, mit anderen Menschen zu teilen. Mit Menschen die genauso sind wie ich. Das hatte ich auch schon mehrfach geschrieben in einigen Beiträgen, noch bevor ich mein Kimbachen gefunden habe.

Man muss nicht immer alles mit sich allein ausmachen. Und wer vielleicht schon den ein oder anderen Beitrag von mir gelesen hat, der weiß, dass ich durchaus eine wundervolle Familie habe, die mir insbesondere in solchen Situationen und Zeiten verständnisvoll zur Seite steht. Ich habe vielleicht nicht viele Freunde, doch die paar wenigen stehen mir mitfühlend zur Seite und sind selbstverständlich für mich da. Und dennoch schreibe ich hier und möchte alles teilen. Weil ich genau weiß, dass es noch viel mehr Menschen gibt, denen es so geht. Denen vieles Gute und vieles schlechte widerfährt. Das ist doch bei jedem von uns so.

Wen es nicht interessiert, der kann doch weghören oder umblättern, der hat damit absolut nichts zu tun. Doch für alle anderen sind es lediglich meine Gedanken, meine Sichtweisen und alles was ich lerne, dass ich hier teile. Niemand muss sich davon etwas annehmen. Niemand muss es für seine Wahrheit halten und jeder darf denken, wie bescheuert ich doch bin, in allem was ich denke und fühle. Ich weiß, dass es viele tun und es ist mir völlig egal. Das hält mich von absolut nichts ab, was ich gern tun möchte. Auch heute als ich über den Zaun kletterte und den Teich tiersicher machte, kamen die Nachbarn und meinten, ob das wirklich so richtig ist. Die Feuerwehr und die Behörden könnten Ärger machen. Meine Güte Leute, habt doch nicht immer so viel Angst.

Selbst mein geliebter Papi der mir zuvor noch Ratschläge gab und geholfen hätte (wenn er nicht hätte arbeiten müssen) stand plötzlich da und merkte an, was wohl Ämter und Feuerwehr dazu sagen könnten und es war deutlich zu merken, dass er einfach Angst hatte, dass es Ärger gibt. Wir alle haben mit Behörden wohl auch nicht die besten Erfahrungen gemacht, das verstehe ich ja. Aber ich hab ihn dann angesehen und gefragt, ist es denn besser, wenn niemand etwas tut? Wieviele Tiere sollen denn noch ertrinken oder im schlimmsten Fall kleine Kinder, was ja vor Jahren auch tatsächlich passiert ist.

Ich sagte ihm, dass ich alles so angelegt und gebaut habe, dass es leicht auch wieder zu entfernen ist, aber ich es nur dann entferne, wenn jemand hier erscheint, mit Material um etwas anderes zu bauen. Man kann doch über alles vernünftig reden und die Leute vom Amt oder der Feuerwehr sind letztendlich auch nur Menschen wie Du und ich. Man braucht vor niemandem Angst zu haben, nur weil man glaubt, dass der am längeren Hebel sitzt. Ich sagte ihm, Deine Katze und auch meine Katze sind hier ertrunken und ich weiß dass meine Eltern ebenso sehr an ihrem Kater gehangen haben. Ich sagte es ist völlig egal, ob es Deine oder meine Katze ist, ob es ein Igel, eine Maus, eine Ratte, eine Spinne, ein Fuchs oder sonst wer ist. Niemand sollte sein Leben beenden müssen, indem er ertrinkt. Nicht solange ich was dagegen tun kann.

Und mein Papi sagte, „Ja Nicole, Du hast völlig recht. Ich möchte auch nicht ertrinken müssen.“ Ich weiß ganz genau, dass wenn es Ärger mit den Behörden gibt, dass mein Vater der erste ist, der mir zur Seite steht und mir dann hilft. Und sonst sagt er immer zu mir, mach Dir erst dann Gedanken darüber, wenn der Fall wirklich da ist. Das habe ich ihm heute auch gesagt.

Aber er war nicht der einzige, der heute so vor mir stand. Auch meine Nachbarn. Alle haben sich einzig und allein gefragt, was die Behörden sagen werden und wieviel Ärger es wohl gibt. Ich hab Daniel angeguckt und ihm gesagt, Du hast zwei kleine Kinder. Ich sagte, „Komm her und sie es Dir an. Die Kratzspuren der Katzen sind noch deutlich zu sehen, doch die Folie ist so dick, dass noch nicht mal Katzenkrallen sich daran festhalten können. Deine kleine Tochter kann nicht schwimmen und das Loch im Zaun ist riesengroß. Glaubst Du wirklich, dass sie es in ihrer Todespanik bis zu der Leiter da vorn schafft?“

Auch er und meine Nachbarin gaben mir recht, doch es war deutlich zu sehen, dass ihnen für sowas einfach der Mut fehlt. Dass sie einfach Angst haben und sich eben fügen. Und vor allem das altbekannte Phänomen. Was genau sie denken, kann ich natürlich nicht sagen, denn ich kann keine Gedanken lesen, aber irgendwas wie „ich passe immer auf meine Kinder auf und deshalb kann mir sowas nicht passieren“ oder „es waren ja nicht meine Katzen und was gehen mich Wildtiere an. Selbst schuld wenn sie so dumm sind und dort hin gehen.“ Vielleicht auch sowas wie „Naja es sind eben nur Tiere und sowas passiert eben.“ Ich möchte mal sehen, ob man sowas immernoch denkt und fühlt, wenn das eigene Herz also das Kind vielleicht darin jämmerlich ertrunken sind.

Meine Eltern und ich sind jetzt jedenfalls etwas offener mit den Augen. Denn in diesem Teich ist ein Teil von uns qualvoll ertrunken und ich kann Dir versichern, sowas tut einfach scheiße weh. Ein reiner, unschuldiger, liebenswerter Teil, der nie einem etwas zuleide getan hat und es einfach nicht verdient hat so zu enden, nur weil Menschen die Augen verschließen und denken, es geht sie nichts an. Bloß keinen Ärger bekommen.

Die Wildtiere sind doch nicht anders. Sie sind genauso wertvoll, wie jeder einzelne von uns. Meine Güte, Tiere haben ebenso eine Seele. Sie fühlen, sie spüren Angst. Stell Dir vor jeder Mensch auf diesem Planeten würde so denken und handeln, dass er möglichst wenig Ärger bekommt und alles was ihn nicht selbst betrifft, geht ihn nichts an. MENSCH mach die Augen auf. Ihr mischt euch in tausend belanglose Dinge ein und seid nicht in der Lage den anderen leben zu lassen, wie er es für richtig hält. Und solche Dinge gehen euch nichts an??? Genau diese Dinge gehen uns alle an. Jeden einzelnen von uns.

3 Comments on “Mein Tierschutzprojekt- Feuerlöschteich Teil 1

  1. Pingback: Tierschutzprojekt Feuerlöschteich sorgt für ordentlich Wirbel – Natur und Gartentraeume

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