-Königskerze- Kulinarisch

Verwendung in der Küche:

Königskerzenblüten sind nicht nur für die Heilkunde interessant, sondern können auch gegessen werden. Von der Königskerze sind die Blüten sowie das Kraut zum Verzehr geeignet. Die Blüten lassen sich als goldgelber Farbgeber zu Sirup, Limonaden oder Spirituosen verarbeiten. Geschmacklich erinnert die Königskerze an getrocknete Apfelringe. Das Aroma der Blätter ist etwas herber, aber dennoch fruchtig. Die strahlend gelben Blüten sorgen auf dem Teller für farbliche Akzente. Frisch gepflückt besitzen sie einen zarten Honigduft. Sie schmecken angenehm mild, leicht süßlich und etwas fruchtig. Sie können mit ihnen einen sommerlichen Blattsalat verzaubern, indem Sie sie vor dem Servieren darüberstreuen.

Königskerzenblüten stärken nach Hildegard von Bingen auch das schwache und traurige Herz und machen den Menschen wieder fröhlich: Die frischen bzw. getrockneten Blüten einfach in Gerichten mitkochen, dem Omelettenteig beimengen, unter den Salat mischen, aufs Dessert streuen, in den Kuchenteig mengen usw.

Königskerzenblüten verleihen jeder Suppe eine kräftige Farbe: dafür 2 Blüten in der Suppe mitköcheln lassen.

Zudem passen die Blüten gut zur Dekoration von Desserts. Ganz wichtig: Damit es im Hals nicht reizt und kratzt, werden für den Rohgenuss die wollig behaarten Staubgefäße aus den Blüten herausgeknipst. Die gelb färbenden und süßlichen Blüten können auch zur Likörherstelleng eingesetzt werden.

Um die Blüten zu konservieren, müssen sie trocken sein, wenn man sie erntet, da sie sonst eine schmutzige Farbe bekommen. Sie sollten möglichst wenig berührt werden und können im luftigen Schatten oder im Herd trocknen. Die Blütentrocknung verlangt viel Sorgfalt, da sie leicht schimmeln oder schwarze Flecken bekommen und damit verdorben sind. Die Blätter sind weniger empfindlich.

Die Blätter können in heißem Öl mit oder ohne Teig frittiert und gegessen werden.

Rezept für einen selbst gemachten Königskerzenlikör

Zutaten

  • 75 g frische Königskerzenblüten
  • ½ Vanillestange
  • 0,5 l Korn oder Wodka
  • 100 g Zucker
  • 100 ml Wasser

Zubereitung

Königskerzenblüten und klein geschnittene Vanillestange in ein verschließbares Glas geben und mit Korn oder Wodka auffüllen. An einem warmen, schattigen Platz 3–4 Tage ziehen lassen und gelegentlich schütteln. Durch ein feines Sieb abfiltern. Dann Zucker mit Wasser mischen und 10 Minuten köcheln lassen. Nach dem Abkühlen die Zuckerlösung mit dem Königskerzenauszug vermischen und in kleine Flaschen füllen. Vor Anbruch mindestens 3 Wochen im Keller reifen lassen.

Blütenpesto

Selbst gemachtes Pesto schmeckt immer noch am besten! Essbare Blüten verleihen dem Pesto aus Öl und Nüssen ein besonderes Aroma, das es unglaublich frisch und besonders macht.

150 g essbare Blüten (z. B. Ringelblumen, Malven, Königskerze, Dost, Thymian, Kapuzinerkresse oder Schnittlauch)
150 ml Sonnenblumenöl (oder Raps-Öl)
100 g Mandeln oder Kürbiskerne
80 g Pecorino
Salz und Pfeffer

Blüten ausschütteln, nicht waschen. Die einzelnen Blütenblätter abzupfen und klein schneiden. Mandeln beziehungsweise Kürbiskerne im Mixer grob zerkleinern. Den Käse raspeln. Alle Zutaten mit 100 Milliliter Öl vermischen und leicht pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gläser mit kochendem Wasser ausspülen, abtrocknen und das Pesto einfüllen. Achten Sie darauf, dass die Ränder sauber sind. Mit dem restlichen Öl das Pesto bedecken. Die Haltbarkeit beträgt 6 bis 8 Monate. Das angebrochene Glas sollte jedoch innerhalb weniger Wochen verbraucht werden.

Blütenkräuterbrot

6 Scheiben Brot
Kräuter nach Belieben, z. B.: Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Knoblauchgrün, Thymian, Fenchel, Salbei, Rosmarin, Sellerie
essbare Blüten je nach Jahreszeit: Gänseblümchen, Stiefmütterchen, Tagetes, Taglilien, Dahlien, Rosen, Königskerze, Ringelblumen, Borretsch
Butter
etwas Kräutersalz

Brot in Scheiben schneiden, mit Butter bestreichen, mit wenig Kräutersalz bestreuen und in kleine Ecken schneiden. Die Kräuter hacken. Große Blüten (Rosen, Dahlien, Königskerze) in Streifen schneiden, andere (Ringelblume, Borretsch) abzupfen, kleinere Blüten (Stiefmütterchen, Gänseblümchen) ganz verwenden. Die Blüten locker unter die Kräuter heben und auf einem flachen Teller ausbreiten. Die Butterbrotecken dazu reichen. Nun kann jeder Gast die Brotecken mit der Butterseite in die Blüten-Kräutermischung tunken und leicht andrücken.

Tipp:
Verschiedene Blütenfarben einzeln unter die Kräuter mischen und so gelbe, rote oder blaue Kräuterbrote herstellen. Sieht super aus und überrascht die Gäste.

Gebackene Königskerzenblätter

1 Handvoll Königskerzenblätter
1 Ei
125 g Mehl
150 ml trockener Weißwein
1 Prise Salz
Pflanzenöl zum Ausbacken

Die Königskerzenblätter abbrausen, trocken tupfen und nach Wunsch etwas klein schneiden.

Das Ei trennen. Das Mehl mit dem Eigelb, dem Wein und Salz glattrühren. Etwa 10 Minuten ruhen lassen. Das Eiklar steif schlagen und den Eischnee unter den Teig ziehen.

Die Blätter durch den Teig ziehen und portionsweise in heißem Öl (ca. 170°C) in einer hohen Pfanne ca. 1 Minute goldbraun ausbacken.

Auf Küchenpapier abtropfen lassen und z. B. als Snack oder mit Dips servieren.

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