-Nachtkerze- Kulinarisch

Verwendung in der Küche:

Wurzeln:

Die Wurzeln kocht man wie Schwarzwurzeln oder Pastinaken in Fleischbrühe; sie werden gelegentlich auch in Scheiben geschnitten und mit Essig und Öl angemacht. Geerntet werden die Wurzeln vom Herbst des ersten Jahres (Rosettenstadium) bis zum Frühjahr. Alte Sprichwörter behaupteten, dass ein Pfund der Nachtkerzenwurzel so viel Kraft gebe wie ein Zentner Ochsenfleisch. Die Gemeine Nachtkerze zählt deshalb bis heute zu den typischen Pflanzenarten des Bauerngartens, auch wenn sie heute meist nur als Zierpflanze angebaut wird.

Die sehr schmackhaften Wurzeln können nur während der Winterruhe von November bis Ende März genutzt werden. Nur dann sind sie zart. Danach werden sie holzig, zäh und ungenießbar. Die rübenartige Wurzel besitzt eine leichte Schärfe. Im Volksmund wurde sie Schinkenwurz genannt, weil sie sich beim Garen rötlich verfärbt.

Die Wurzel der Nachtkerze steckt voller gesunder Inhaltsstoffe. Sie wird geerntet solange die Pflanze noch keinen Blütentrieb entwickelt hat. Die Wurzel wird roh verzehrt oder als Gemüse gekocht. Ebenso kann sie über einen Salat geraspelt werden.

Blätter:

Blätter der noch nicht blühende Pflanze (etwa April bis Juni) kann man, fein geschnitten, roh in Salate geben oder zu Spinat dünsten.

Blütenstängel, Blütenknospen und Blüten:

Junge Blütenstängel (etwa April bis Juni) können geschält roh gegessene oder als Pfannengemüse zubereitet werden. Blütenknospen können ebenfalls als Salatbeigabe genutzt werden, oder in Öl eingelegt als Antipasti dienen. Natürlich sind auch die Blüten selbst essbar und können somit als Dekoration für Salate und andere Gerichte genutzt werden.

Von April bis Juni können die Blütenstängel geschält und anschließend roh verzehrt werden. Sie können ebenso als Gemüse gedünstet werden.

Lege unbedingt einmal die Blütenknospen in Öl ein und verzehre sie als Antipasti. Du kannst sie von Juni bis September ernten. Sie sind eine wahre Delikatesse, können aber auch direkt dem Salat hinzugefügt werden.

Die Blüten lassen sich für Süßspeisen kandieren. Du kannst sie aber auch direkt pflücken und verzehren. Sie sind eine wunderschöne Zierde auf jedem Salat.

Früchte:

Die jungen (grünen), noch nicht zähen Früchte lassen sich im August und September wie die Blütenstängel verarbeiten und nutzen.

Samen:

Aus den Samen lässt sich Öl gewinnen. Sie können auch in Gebäcken verarbeitet werden. Werden sie direkt „genascht“ sollten sie gründlich gekaut werden, um ihr energiereiches Öl verfügbar zu machen.

Rezept für frittierte Nachtkerzenknospen

Zutaten:

  • 2-3 Handvoll geschlossene Nachtkerzenknospen
  • möglichst geschmacksneutrales Öl
  • Salz, Pfeffer
  • (optional Pfannkuchenteig)

Zubereitung:

Die länglichen Knospen können Sie vor dem Frittieren in einen Pfannkuchenteig eintauchen, aber es funktioniert auch „ganz pur“: Die Knospen ins heiße Fett geben und 1-2 Minuten frittieren. Nicht erschrecken: Sie werden beim Erhitzungsvorgang aufblühen.

Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und als Vorspeise oder Beilage servieren.

Rezept für Wurzel-Gemüse aus Nachtkerzen

Zutaten:

  • 500 g Nachtkerzenwurzeln
  • 200 g Pastinakenwurzeln
  • 1 Zwiebel
  • 4 EL Kokosöl
  • 1 TL gekörnte Brühe/ Gemüsebrühe
  • 2 TL Curry
  • 150 ml Kokosmilch
  • 1 TL Sojasoße
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Bund Petersilie

Zubereitung:

  1. Wurzeln säubern, schälen und in gleichmäßige Scheiben schneiden.
  2. Kleingehackte Zwiebel im Öl kurz andünsten, Wurzeln dazugeben und 5 Minuten mitbraten.
  3. Mit Gemüsebrühe und Curry bestäuben und mit Kokosmilch und Sojasoße aufgießen.
  4. Nun 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Wurzeln gar sind.
  5. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Petersilie garnieren. Zu Reis servieren.

Wer das Kraut selbst anbauen und kräftige, fleischige Wurzeln erzeugen will, zieht in den Monaten April bis Mai kräftige Sämlinge in geschützter Vorkultur. Die Sämlinge werden in Abständen von 20 x 25 Zentimetern ausgepflanzt. Im Juni bis August kann aber auch direkt ins Freiland ausgesät werden. Besondere Pflegemaßnahmen sind bis zur Ernte in Herbst nicht notwendig. Das genügsame Kraut sät sich nach seiner Blüte auch leicht selbstständig aus. Die braun und trocken geernteten Samen sind lichtgeschützt und trocken lagerfähig.

Nachtkerzenwurzelsuppe

  • 30 g Süße Sahne
  • 1 Eigelb
  • 200 g Rapontikawurzeln
  • 1o g Butter
  • 10 g Mehl
  • Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

Die Rapontikawurzeln waschen, säubern, schälen und abspülen. Anschließend in kleine Stücke schneiden und in kochendem Wasser mit etwas Salz und Muskat so lange kochen, bis sie weich sind. Nun aus der Brühe nehmen. Aus Butter und Mehl eine helle Mehlschwitze bereiten und mit der Wurzelbrühe auffüllen. Gut durchkochen lassen. Die
Suppe nach dem Kochen mit Eigelb und Sahne abziehen. Dann die Wurzelstücke hinzugeben und mit etwas Zitronensaft und Pfeffer abschmecken.

2 Comments on “-Nachtkerze- Kulinarisch

Schreibe eine Antwort zu Naturliebe- Altes Wissen neu entdeckt Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: