-Schlehe- In der Volksmedizin

In der Heilkunde

Die Frucht der Schlehe beinhaltet viel Vitamin C, sie hat antioxidative Eigenschaften, kann so freie Radikale bekämpfen, die gesunde Zellen schädigen können und krebserregend wirken. Sie wirkt adstringierend und kann bei gereizter Haut und verschiedenen Hautproblemen angewandt werden.

Ein Sirup aus den Beeren hilft gegen Rheumaschmerzen oder gegen Grippe. Die Beere wird zusammen mit den getrockneten Blüten gegen Ruhr und Durchfall verwendet. Die Beeren helfen ebenfalls gegen Magenbeschwerden.

Die Blüten und Blätter, getrocknet und als Tee getrunken, helfen gegen Magenkrämpfe, ein Tee aus den Blüten hilft gegen Nierensteine und Gallensteine. Sie wirken außerdem abführend und regen den Appetit an, reinigen das Blut und helfen gegen Katarrhe.

Die Schlehe bessert die Verdauung, sie lindert Verstopfungen, reduziert Blähungen, hilft bei Durchfall.

Schlehenblüten in Form eines Tees kann man gegen Flüssigkeitsansammlungen im Körper verwenden, sie haben eine durchspülende Wirkung auf die Nieren. Ein solcher Tee hilft auch gegen Blasenkrämpfe, Krämpfe im Magen und gegen Nervenschmerzen.

Weitere Einsatzgebiete eines Blütentees sind Erkrankungen der Atemwege, zur Schleimlösung bei Erkältung und Husten.

Das Fruchtfleisch reifer Schlehen kann aufgrund seiner adstringierenden Wirkung für Gesichtsmasken verwendet werden, die die Elastizität der Haut bessern, wodurch die Haut jünger aussieht.

Schwarzdornöl kann gegen Schwangerschaftsstreifen helfen. Das Rezept dafür finden Sie weiter unten. In Cremes gibt die Schlehe der Haut Feuchtigkeit zurück.

Der Saft der Schlehe enthält große Mengen an Tanninen, Säuren und Vitamin C, er wird äußerlich zum Beispiel dazu verwendet, Hautbeschwerden zu heilen und die Stoffwechselfunktionen der Haut zu stimulieren.

Die Rinde, pulverisiert und mit etwas Wasser getrunken, wirkt nervenberuhigend, gegen Müdigkeit und vitalisierend.

Einen Sirup aus Schlehenfrüchten kann man wegen seiner adstringierenden Eigenschaften auf das Zahnfleisch einmassieren, wodurch die Festigkeit der Zähne gesteigert wird. Auf die Zähne eingerieben entfernt es Zahnstein und lässt die Zähne weißer und glänzend werden. Den gleichen Effekt hat auch Blütentee, den man warm gurgelt und durch die Zähne zieht, allerdings dauert es hier länger, bis die Wirkung eintritt.

Schlehenfrüchte und die Rinde des Baumes helfen bei Krämpfen, man kann sie auch als Umschlag auf Wunden auflegen.

Als homöopathisches Heilmittel Prunus spinosa hilft sie bei Nervenschmerzen, Harnproblemen, Herzschwäche und nervösen Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen.

Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Rinde, Früchte und Blätter

Inhaltsstoffe:

Flavonglykoside, Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Pektin, Rutin, Vitamin C, Glykoside, Apfelsäure, Flavonoide, Blausäure (Kerne)

Anwendung bei:

Erkältungen, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Harnsteine, Harnwegs­­entzündungen, Magen­schleimhaut­entzündungen, Magenkrämpfe, Nierenprobleme, Nierensteine, Rheuma, Verstopfung, Zahnfleischentzündungen, Durchfall (Schlehenfrüchte), Verstopfung (Schlehenblüten), Nieren- und Blasenbeschwerden, Stärkungsmittel, Zahnfleischentzündungen, Magenbeschwerden, Hautausschläge, Husten, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Blutreinigungskur, Wundheilung, Erholung von langer Krankheit

Eigenschaften:

blutstillend, kräftigend, krampflösend, verdauungsanregend, zusammenziehend, abführend, entzündungshemmend, magenstärkend, fiebersenkend, stärkend, harntreibend, schleimlösend, entkrampfend, schweißtreibend, blähungswidrig, blutreinigend, wundheilend, immunsystemstärkend, vorbeugend

Schon in der Antike war Schwarzdorn eine anerkannte Heilpflanze. Sie wirkt entzündungshemmend, hilft Blutungen zu stillen und kann bei Rheuma, Gelbsucht, gestörter Nierenfunktion sowie Harngrieß und Nierensteinen helfen. Dafür wird Schlehensaft getrunken oder Beerenmus gegessen.

Eine Tinktur aus den Beeren kann bei Schließmuskelschwäche und Bettnässen helfen. Getrocknete Schlehenfrüchte werden als Tee zur Stärkung des Immunsystem getrunken. Ebenso kannst du sie bei Zahnfleischbluten und Zahnentzündungen wie Kaugummi kauen.

Aus den Blüten und Blättern wird gleichfalls ein heilkräftiger Tee bereitet.

Sammelzeit:

Frühling (Blüten)

Frühling oder Herbst (Blätter)

Spätherbst (Früchte)

Frühling oder Herbst (Rinde)

Ernte & Trocknung

Die Blüten müssen immer bei trockenem Wetter gesammelt werden. Die getrockneten Schlehenblüten nehmen eine leicht beige Farbe und sie sollten bei der Trocknung niemals gewendet werden. Wenn sie zu braun werden, dann werden sie aussortiert. Der liebliche Geruch verflüchtigt sich leider bei der Trocknung. Schlehenblüten werden in Holzschächtelchen aufbewahrt.

Die Früchte werden nach den ersten Nachtfrösten gesammelt, weil sie dann nicht mehr so herb und zusammenziehend schmecken. Die Methode die Schlehen in den Gefrierschrank zu stecken, um so ihren Eigengeschmack zu verringern, funktioniert meines Wissens nicht, weil die Stoffe in der Natur sich zurück in die Äste verziehen, was ja im Gefrierschrank nicht passiert. Schlehenfrüchte können auch getrocknet werden. Dafür wird meist der Dörrautomat oder der Backofen genommen oder wenn ihr einen Holzofen habt, könnt ihr sie dort trocknen.

Tee

Aus den zarten Blüten der Schlehe lässt sich ein wohlschmeckender Tee bereiten. Er kann als Frühjahrskur und zur Kräftigung nach Krankheit täglich getrunken werden. Weiterhin unterstützt dieser Tee bei Erkältung, Fieber, zur Magenstärkung, bei Verstopfung und krampfartigen Schmerzen. Pfarrer Kneipp verwendete ihn vor allem als unschädliches Abführmittel, welches auch für Kinder geeignet ist.

Zubereitung:

Einen Esslöffel getrockneter oder frischer Blüten mit 200 ml 60-70 °C heißem Wasser übergießen und zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Die Blüten werden einfach mitgetrunken.

Aus den Blättern wird ein Tee gegen Nierenleiden sowie Blasen- und Darmkatarrh bereitet. Dafür einen Esslöffel getrockneter oder frischer Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen.

Schlehdorn ~ Tinktur

In einen Liter 40% Alkohol (Wodka oder Korn) setzt man 6 Esslöffel Schlehenblüten an. Ca. für 3 Wochen ziehen lassen und dann abfiltern. Genommen wird diese Tinktur in der Volksheilkunde gegen Engegefühl und Stechen am Herzen.

Schlehdornmilch

Diese Kräutermilch lindert Beschwerden bei Entzündungen. Dafür nehmt ihr je eine Handvoll Schlehen ~ und Kamillenblüten und einen halben Liter Milch. Zusammen kocht ihr es auf und tränkt ein Stück Leinen damit, um damit dann eure Entzündungen zu betupfen oder es darauf aufzulegen. Bei einer Auflage sollte es eine halbe Stunde auf der Entzündung liegen bleiben.

Körperpflege mit Schlehenblütenöl

Aus den Schlehenblüten kann ein feuchtigkeitsspendender Ölauszug hergestellt werden. Er regt den Hautstoffwechsel an und wirkt straffend auf das Gewebe, außerdem gilt dieses Öl als vorbeugendes Mittel gegen Schwangerschaftsstreifen.

Herstellung von Schlehenblütenöl:

  1. Ein ausgekochtes Schraubglas mit Schlehenblüten füllen
  2. Blüten etwas zusammendrücken und mit hochwertigem Bio-Olivenöl oder Mandelöl auffüllen, bis alle Blüten bedeckt sind
  3. Bei Zimmertemperatur ziehen lassen, regelmäßig schütteln und nach drei Wochen abseihen

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