-Gundermann- Kulinarisch

Verwendung in der Küche

Will man Gundermann für die Zubereitung von Speisen verwenden, kann man sowohl die jungen Blätter wie auch die Blüten nutzen. Gundermann gibt Gerichten dank seines pikanten, minzeähnlichen, leicht scharfen und bitteren Geschmacks eine interessante Note, die sich insbesondere in Frühjahrssalaten und als Zutat für Kräuterbutter oder Kräuterquark gut macht. Gundermann ist bei Wildkräuterliebhabern sehr begehrt und wird oft zusammen mit anderen Kräuter wie der Knoblauchsrauke oder Löwenzahn in Wildkräutersalaten verarbeitet.

Gundermann ist sehr kräftig im Geschmack und sollte in den meisten Speisen eher untergeordnet verwendet werden. Werden zuviele Gundermannblätter oder -blüten verzehrt, kann der Geschmack des ganzen Gerichts sehr dominant sein, was nicht immer gewünscht ist.

Gundermann passt in der Küche hervorragend zu Pfannen- und Ofengerichten, wie z.B. Bratkartoffeln oder für deftige Eierkuchen. Die Blätter, oft in Verbindung mit Knoblauch, eignen sich auch zum Würzen von Kartoffelgerichten, wenngleich auch hier sehr sparsam dosiert werden sollte. Auch wird er mitunter zu Wildfleischgerichten oder für Wildkräutersalate verwendet.

Im Frühling gesammelte junge Blätter wurden früher als Gemüse gekocht, unter anderem in Gründonnerstagsgerichten. Aufgrund der Bitterstoffe und ätherischen Öle fand die Pflanze außerdem als Gewürz Verwendung. Die Blätter können roh zur Erfrischung des Atems gegessen werden oder zum Würzen von Tee, Käuterlikör, Kräuterwein, Schnaps und Bier verwendet werden. Sie dienen auch als Aroma für Würzöle. Als Beigabe bereichern sie auch Salate, Suppen, Eiergerichte, Eintöpfe, Kräuterbutter und ähnliches.

Rezepte:

Gundermann-Schokoblättchen

Gundermannblättchen in Schokolade gehüllt sind eine besondere Süßigkeit. Diese Nascherei ist ganz einfach herzustellen.

Zutaten:

  • 20 g Zartbitterschokolade
  • 20 Gundermannblättchen
  • ½ TL Kokosöl

Zubereitung:

  1. Schokolade zusammen mit Kokosöl in einem kleinen Topf auf niedriger Flamme schmelzen
  2. Die Gundermannblättchen einzeln in die flüssige Schokolade tunken
  3. Blättchen mit zwei Kuchengabeln heraus fischen und auf einen Teller legen
  4. Die fertigen Schokoblättchen zum Festwerden eine Stunde kühl stellen

Genauso kannst du Pfefferminzblätter in Schokolade tunken, sie schmecken dann etwas wie Pfefferminzschokolade.

Bananen-Schokoeis mit Gundermann

Dieses gesunde Eis wird nur mit Datteln und Bananen gesüßt. Die Rezeptmenge ist für vier Personen angegeben. Zur Herstellung benötigst du einen Smoothiemixer.

Zutaten:

  • 5 geschälte, gefrorene und kleingeschnittene Bananen
  • 3 entsteinte Datteln
  • 2 TL Kakao
  • 20 Gundermannblättchen
  • etwas Vanille
  • 80 ml Haferdrink

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Bananen in den Mixer geben und alles gut mixen, dann die Bananen dazu geben und auf kleiner Stufe solange mixen, bis eine feine Eiscreme entstanden ist.

Wenn möglich mit ein paar Gundermannblüten dekorieren und servieren.

Das Eis kann nach Geschmack variiert werden, den Kakao weglassen, Nüsse hinzufügen oder etwas Zitronenschale, und statt der Datteln kannst du auch Honig nehmen.

Anstelle des Haferdrink kann genauso Sahne oder Milch verwendet werden.

Giersch-Gundermann-Limonade

Diese Limonade ist sehr gesund, da sie reich an Vitamin-C ist. Dazu kommt, dass sie fantastisch schmeckt. Meine Kinder können nicht genug von ihr bekommen.

Zutaten:

  • 1 Handvoll Giersch
  • 1 Handvoll Gundermann
  • 1 L Apfelsaft
  • 500 ml Mineralwasser
  • Saft einer Zitrone
  • optional etwas Xylit oder Honig

Zubereitung:

  1. Apfelsaft, Kräuter und Zitronensaft in ein Gefäß geben
  2. 3-6 Stunden ziehen lassen
  3. Die Kräuter herausnehmen und nach Wunsch süßen
  4. Mineralwasser dazu gießen

Giersch-Gundermann-Quark:

Zutaten:

400 g veganer Quark
1 Handvoll Giersch, die Blätter
1 Handvoll Gundermann, Blätter und Blüten
Salz
Pfeffer
1 TL Schabziger Klee, gemahlen
1 kg junge Kartoffeln

Zubereitung:

Die Kräuter waschen und klein hacken.
Alle Zutenten für den Giersch-Gundermann-Quark verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und ziehen lassen, bis die Kartoffeln gar sind.

Die Kartoffeln waschen und in Salzwasser ca. 20 Minuten garkochen. Die Pellkartofflen mit dem Quark servieren.

Gründonnerstagssuppe mit Wildkräutern

Zutaten:

  • 9 Hände voll frische Kräuter fein gehackt
  • 1 Stück Zwiebel fein gehackt
  • 2-3 Stück Kartoffeln geschält, gewürfelt
  • 1 EL Ghee zum anbraten
  • 1 Liter Wasser oder gekochtes Ingwerwasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 100 ml Creme fraiche oder süße Sahne, Schmand
  • 1 Handvoll Blüten (z.B. Gänseblümchen, Gundermann) zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Zwiebeln fein würfeln und in Ghee anschwitzen.
  2. Kartoffeln dazugeben
  3. andünsten und Brühe aufgießen
  4. Ca. 10 – 15 Min. köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
  5. Die feingehackten Kräuter hinzugeben und kurz aufkochen lassen.
  6. Evtl. einen Schuss Sahne oder Schmand hinzugeben.
  7. Pürieren.
  8. Mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskatnuss abschmecken.
  9. Auf dem Teller noch einen kleinen Klecks Sahne in die Mitte setzen und mit frischen Blüten von Gänseblümchen und Gundermann garnieren.

Rezept Anmerkung:

Rezept Gründonnerstagssuppe mit Wildkräutern

Gerade im Frühjahr sollte man die frischen Gaben der Natur nutzen und Wildkräuter häufig genießen, denn sie haben eine reinigende und stärkende Wirkung auf unseren Körper und den Geist.

Unsere Vorfahren feierten ein großes Fruchtbarkeitsfest, wenn die Tage wieder länger als die Nächte wurden und die Natur endlich wiedererwachte. Ein fester Bestandteil dieses Frühlingsrituals war die Neun-Kräuter-Suppe aus den ersten frischen Pflanzen, die nach der langen Winterzeit Vitamine und Lebensenergie brachten. Welche Pflanzen in diese Kultsuppe hineinkamen, ist heute nicht mehr genau überliefert. Zumindest hat sich der Brauch der grünen Suppe zum Frühlingsbeginn bis in die heutige Zeit erhalten. Sie wird am Gründonnerstag vor Ostern mit frischen Kräutern – meist neun an der Zahl gegessen. Rezepte gibt es je nach Region viele. Die Auswahl der Kräuter hängt natürlich auch davon ab, wie früh oder spät Ostern fällt und welche Pflanzen dann schon wachsen.

Als mögliche Auswahl sind: Gundermann, Giersch, Guter Heinrich, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Sauerampfer, Vogelmiere, Pimpinelle, Scharbockskraut, Brennnessel, Taubnessel, Schafgarbe, Bärlauch, Brunnenkresse, Knoblauchsrauke, Löwenzahn, Weidenröschen, Rauke, Melde und Labkraut. Aber auch Küchenkräuter wie Schnittlauch, Kerbel, Petersilie, Liebstöckel, Thymian, Salbei oder Dill können durchaus verwendet werden.

Jeweils eine Handvoll der neun Kräuter ist ein gutes Maß, bei intensiv schmeckenden Pflanzen wie z.B. Gundermann, Kerbel oder Liebstöckel kann es auch etwas weniger sein.

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