-Giersch- Merkmale

Gewöhnlicher Giersch

Botanischer Name: Aegopodium podagraria

Familie: Doldenblütler (Apiaceae)

Weitere Namen: Dreiblatt, Erdholler, Giersch, Geißfuß, Hinfuss, Podagariakraut, Podagrakraut, Podagriarkraut, Zaun-Giersch, Zaungiersch, Zipperleinskraut

Merkmale:

Der Giersch wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimeter. Da der Giersch aus einem stark wuchernden Rhizom entspringt, können die Ausläufer Kolonien bilden. Der kahle Stängel ist kennzeichnend kantig-gefurcht.

Blätter:

Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist doppelt dreizählig oder zweifach gefiedert. Die Fiederblätter sind eiförmig-länglich und besitzen einen gesägten Rand. Die Fiedern 1. Ordnung sind oft nur zweispaltig.

Blüte:

Der doppeldoldige Blütenstand ist flach und 12- bis 25-strahlig. Es fehlen sowohl Hüllblätter als auch die Hüllchenblätter. Die unscheinbaren, weißen Blüten sind zwittrig und fünfzählig. Die Blütezeit reicht meist von Juni bis Juli.

Früchte/Samen:

Die ungeflügelte kümmelähnliche, zweiteilige Spaltfrucht, auch Doppelachäne genannt, ist bei einer Länge von 3 bis 4 Millimeter eiförmig.

Standort/Vorkommen:

Der Giersch gehört zur Gattung Aegopodium aus der Familie der Doldenblütler, der neben Aegopodium podagraria noch vier weitere Staudenarten angehören. Der Giersch ist die einzige Art, die in Europa vorkommt. Die Halbschattenpflanze bevorzugt ozeanische und subozeanische Bereiche. Von Natur aus kommt sie in buchenreichen Mischwäldern mit Buche, Eiche, Bergahorn und Hainbuche, in Auwäldern, in Wald-, Gebüsch- und Waldsaumgesellschaften sowie am Gewässerrand in der Ruderalflora vor. Die Staude gilt als Frische- und Feuchtezeiger, die im schwach sauren bis schwach alkalischen Bereich wächst. Daneben ist der Giersch als ausgesprochener Stickstoffzeiger bekannt.

Heimisch ist der Giersch in fast ganz Europa und im gemäßigt-kontinentalen Teil Eurasiens. Sein Verbreitungsgebiet umfasst geografisch gesehen Europa, Türkei, Kaukasus und die Steppen von Kasachstan bis hinauf nach Sibirien. Im Gebirge steigt er bis auf Höhen über 1000 Meter. In Nordamerika wurde der Giersch eingeschleppt.

Der frostharte Giersch wächst in der Sonne und im Schatten. Nur in der prallen Sonne möchte er nicht stehen.

Der Giersch liebt stickstoffreichen Boden, der frisch bis feucht und ebenso nährstoffreich sein soll. Er kommt aber auch mit viel weniger aus. Verdichteter Tonboden schreckt ihn nicht ab. Bevorzugt wird aber ein lockerer, tiefgründiger, gut humoser Boden im Garten. Kalk wird toleriert, auch Trockenheit, hoher Säuregehalt wird dagegen gemieden. Der Boden muss frei von Salzen sein.

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