-Bärlauch- Kulinarisch

Verwendung in der Küche:

Bärlauch ist aber auch eine alte Nahrungs- und Gewürzpflanze ist. Die „Novelle cuisine“ hat dem Bärlauch in den letzten Jahren eine Renaissance beschert, die sich in den auf dem Markt befindlichen Küchenrezepten widerspiegelt.

Beim Trocknen oder Einfrieren verliert Bärlauch leider seine Heilkräfte, weshalb er als Tee oder Trockengewürz weniger geeignet ist. Dennoch gibt es einige raffinierte Möglichkeiten, die Inhaltsstoffe und vor allem das besondere Aroma des Bärlauchs über mehrere Monate zu bewahren.

Bärlauchpaste

Eine wohlschmeckende und vielseitige Bärlauchpaste ist sehr einfach herzustellen. Die folgend beschriebene besteht aus nur drei klassischen Zutaten. Sie eignet sich als Zugabe zu allen herzhaften Gerichten, die sonst auch mit Knoblauch verfeinert werden.

100 g Bärlauchblätter
7 g Salz
100 ml Olivenöl
1 Schraubglas

Die Blätter in feine Streifen schneiden. Eine etwa 1 cm dicke Lage Bärlauch in das Schraubglas geben. Eine Prise Salz darüberstreuen und mit etwas Öl übergießen. Lage für Lage fortfahren, bis das Glas voll ist; dabei hin und wieder die Blätter mit einem Löffel zusammendrücken. Genügend Öl darübergeben, so dass alle Blätter bedeckt sind. Zum Schluss das Glas fest verschließen.

Die Bärlauchpaste ist im Kühlschrank etwa drei bis vier Wochen lang haltbar.

Bärlauchöl

Die Herstellung des Bärlauchöls ist sehr einfach und du benötigst nur zwei Zutaten. Falls du keinen Bärlauch zu Hand hast, kannst du auch Wunderlauch oder sogar die Knoblauchsrauke verwenden. Das nach Knoblauch schmeckende Öl eignet sich gut als Salatdressing oder zu Fleisch und Fisch.

100 g frische Bärlauchblätter
500 g Olivenöl
1 Schraubglas
optional einen Ölspender

Bärlauchblätter waschen und trocken tupfen. Die Blätter grob schneiden und in ein verschließbares, gereinigtes Glas füllen. Mit dem Olivenöl aufgießen und solange schwenken, bis die Blätter vollständig im Öl schwimmen.

Etwa zwei bis drei Wochen an einem dunklen kühlen Ort ziehen lassen.

Danach durch ein Sieb filtern und das Öl zum Beispiel in einen Ölspender füllen.

Die Bärlauchblätter sollten beim Befüllen unbedingt trocken sein, da überschüssiges Wasser die Haltbarkeit negativ beeinträchtigen könnte. Die Blätter sollten im Glas komplett mit Öl bedeckt sein und dürfen nicht auf der Oberfläche schwimmen. Bei sorgfältiger Arbeitsweise ist das Bärlauchöl etwa ein Jahr haltbar.

Rezepte:

Bärlauch-Spaghetti

200 g Bärlauchblätter,
1 mittelgroße Zwiebel,
1 grüne Paprikaschote,
4 EL Olivenöl, Salz,
2 Knoblauchzehen,
500 g grüne Spaghetti oder Vollkornspaghetti,
weißer Pfeffer,
60 g frisch geriebener Parmesankäse.

Die Bärlauchblätter waschen und klein schneiden.

Die geschälte Zwiebel und die von den inneren Strängen befreite Paprikaschote fein klein schneiden. Beides in 3 EL Olivenöl dünsten.

Den fein geschnittenen Bärlauch zu der Zwiebel-Paprika-Mischung dazu geben und gut 5 Minuten am Schluss noch mitdünsten. Mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken.

Nebenher reichlich Salzwasser mit dem restlichen Olivenöl und den geschälten Knoblauchzehen aufkochen.

Die Spaghetti darin ca. 10-12 Minuten bissfest kochen. Die Nudeln abgießen und mit der Bärlauch-Paprika-Zwiebel-Mischung vermischen. Mit Parmesan bestreut servieren.

Bärlauchsuppe

1 Bund Bärlauchblätter (ca. 100 g)

2 mittelgroße Kartoffeln (etwa 200 g)

1 Pastinake (alternativ ein Stück Sellerie)

10 cm einer Lauchstange 1 kleine Zwiebel

500 ml Gemüsebrühe

100 ml Hafersahne oder Schlagsahne

2 EL Pflanzenöl zum Braten

Gewürze wie Salz, Pfeffer, Muskatnuss nach Geschmack

optional 2-3 Zehen Knoblauch

Das Gemüse waschen, schälen und in grobe Würfel schneiden, gegebenenfalls den Knoblauch fein hacken. Pflanzenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch hineingeben und für eine Minute braten. Anschließend die Kartoffel-, Pastinaken- und Lauchwürfel dazugeben und erneut etwa zwei Minuten braten, dabei gelegentlich umrühren. Die Gemüsebrühe hinzufügen und alles abgedeckt bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. In der Zwischenzeit den Bärlauch waschen und gelbe und welke Blätter aussortieren. Den Bärlauch in grobe Streifen schneiden. Wenn das Gemüse weich ist, den Bärlauch dazugeben und alles mit einem Pürierstab mixen, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz hat. Zum Schluss (Hafer-)Sahne unterrühren und die Suppe mit Gewürzen abschmecken.

Vegetarische Bärlauchfrikadellen

250 g Kichererbsen (aus der Dose) 
200 g Tiefkühlerbsen oder gekochte Erbsen

2 Handvoll Bärlauchblätter
4 EL Haferflocken 
1 Ei 
1 Paprika 
1 Tomate
1 Zwiebel
Kräuter nach Belieben
100 g Käse geriebener Käse 
Salz und Pfeffer 

Die Kichererbsen und Erbsen pürieren. Das Gemüse in kleine Stücke schneiden und kurz in der Pfanne dünsten. Dann das Ei, Haferflocken, die Kräuter und das gedünstete Gemüse zum Erbspürree geben. Geriebenen Käse zufügen, durchkneten und mit den Händen Frikadellen formen. In einer Panne mit etwas Öl von beiden Seiten braten.

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