-Glaubt mir nicht-

Glaubt den Schriften nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und zum Wohle dienend anerkannt habt.

– Ich möchte… –

Ich möchte Menschen begegnen,

möchte sie sehen,

möchte ihre Lebensweise verstehen.

So oft ist ihr Denken so grau,

die Liebe nicht da und ihr Herz nur noch rauh.

Sie glauben so viel, sie fragen nicht,

sie sehnen sich so sehr nach all dem käuflichen Glück.

Sie klagen an, geben anderen die Schuld,

haben mit sich selbst aber nur wenig Geduld.

Ich möchte lernen, möchte seh’n,

wie auch diese Menschen sich dreh’n.

Nicht nur zuseh’n und gewähren lassen,

dass sie sich selbst immer nur hassen.

Ich möchte ändern und es soll gescheh’n,

dass viele Menschen die Welt so seh’n.

Dass wir begreifen und versteh’n,

wenn wir uns nicht ändern, wird alles untergeh’n.

Das Leben ist kostbar, wertvoll und reich,

wieso tun wir es der Hölle gleich?

Wir selbst sind die Geister des eigenen Strebens

und nur wir tragen die Verantwortung dessen Erlebens…

– Ich sehe Dich…-

 

 

Ich sehe Farben, sehe Bilder, sehe Texte, sehe Licht.

Sehe Gebäude, sehe Menschen, sehe Tiere und sehe mich.

Sehe Farben, sehe Wunder, Armut und Leid.

Sehe Freundschaft und Liebe, sowie Not oder Neid.

Sehe Eifersucht und Kriege, Schmerz und die Zeit,

Sehe Dich in mir, bin zu allem bereit.

Möchte lieben und leben,

möchte staunen und mich erfreu’n.

Möchte Glück mit Dir teilen,

Dich vom Leiden befrei’n.

Ich kann die Nacht der dunklen Seele seh’n,

Dich ohne große Worte versteh’n.

Doch helfen kannst nur Du Dir allein,

Ich kann lediglich Dein Begleiter sein….

 

-Niemand-

Niemand rettet uns, außer wir selbst. Niemand kann und niemand darf das. Wir müssen selbst den Weg gehen.

-Allein bin ich nicht richtig-

Eine junge Frau schreibt folgendes:

„In meinem Leben geht gerade alles drunter und drüber. Streit mit Freunden, neuer Job, in dem ich nicht bezahlt werde, da die Firma insolvent ist. Extreme Existenzängste kommen da natürlich auch dazu. Gerade weil zur Zeit alles so kompliziert ist, sehne ich mich sehr stark nach Nähe und einem festen Partner. Der Wunsch wird immer größer und es löst schon fast innerliche Schmerzen aus, dass es nicht so ist. Ich gehe immer wieder auf Dates. Aber nichts klappt wirklich. Ich treffe häufig Männer, die nichts festes wollen oder mich für andere Frauen fallen lassen. Ich fühle mich deswegen minderwertig und so als wäre was mit mir verkehrt. Nach jeder Enttäuschung wird der Wunsch nach Liebe und geliebt zu werden immer größer. Weiterlesen

Die Liebe und der Wahnsinn…

Die Liebe und der Wahnsinn

(Verfasser unbekannt,
stilistisch bearbeitet von Jens-Robert Schulz)

 

Man erzählt sich, dass alle Eigenschaften und Gefühle
des Menschen eines Tages ein Treffen hatten.
Lange Zeit jedoch saßen sie nur schweigend herum und langweilten sich,
denn nichts passierte.
Als die Langeweile schon zum dritten Mal gegähnt hatte,
schlug der Wahnsinn – gewitzt und risikofreudig wie immer – vor:
„Lasst uns doch Verstecken spielen!“
Alle horchten auf.
Die Intrige hob interessiert die Augenbrauen
und die Neugierde konnte sich kaum zurückhalten.
Aufgeregt fragte sie: „Verstecken, was ist das?!“

Der Wahnsinn erklärte allen das Spiel
und die Begeisterung und die Euphorie jauchzten vor Vergnügen,
denn ihnen gefiel, was sie da hörten.
Die Freude machte so viele Luftsprünge,
dass sie auch den Zweifel überzeugte
und sogar die Gleichgültigkeit –
die sonst bekanntlich nichts hinterm Ofen hervorlocken kann –
wollte ausnahmsweise einmal mitmachen.

Aber nicht allen gefiel die Idee:
Die Wahrheit zum Beispiel bevorzugte es, sich nicht zu verstecken.
„Was bringt das?“, fragte sie, am Ende würde man sie sowieso entdecken.
Der Stolz meinte herablassend, es sei ein dummes Spiel
(Er ärgerte sich aber nur, dass er nicht selbst auf diese Idee gekommen war),
und die Feigheit zog es vor, nichts zu riskieren.
Es könnte ja was schiefgehen!

Nachdem alle die Spielregeln verstanden hatten,
rief der Wahnsinn laut: „Ich will zählen, ich will zählen!“
und da niemand verrückt genug war, den Wahnsinn später suchen zu wollen
(Wer weiß, wo der sich versteckt hätte?!),
war niemand dagegen.
„Eins, zwei, drei …..“, begann der Wahnsinn
und die Eigenschaften und Gefühle suchten sich ihre Verstecke.

Das erste fand die Faulheit,
die sich wie immer keine große Mühe gab:
Sie ließ sich gleich hinter dem ersten Stein fallen.
Der Glaube stieg zum Himmel empor, wo er sich am besten aufgehoben fühlte,
und der Neid versteckte sich im Schatten des Triumphes,
der es geschafft hatte, bis zur höchsten Baumspitze hinaufzuklettern.
Der Selbstlosigkeit hingegen gelang es kaum, sich zu verstecken,
da sie bei jedem Versteck, das sie fand, immer meinte,
es eigne sich besser für einen ihrer vielen Freunde:
Ein kristallklarer See – ein wunderbares Versteck für die Schönheit;
eine dunkle Höhle – das perfekte Versteck für die Angst;
die Flügel des Schmetterlings – das Beste für das Glück;
ein Windstoß – hervorragend geeignet für die Freiheit …
sie selbst versteckte sich schließlich auf einem Sonnenstrahl.

Der Egoismus hingegen fand rasch einen passenden Ort,
luftig, gemütlich und bequem – aber nur für ihn!
Die Lüge erzählte allen, sie verstecke sich auf dem Meeresgrund,
aber in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen!
Die Leidenschaft und das Verlangen versteckten sich im Innern der Vulkane
und die Vergesslichkeit – ?
(Ach, herrje, ich habe vergessen, wo sie sich versteckte,
aber das ist auch nicht so wichtig!)

Als der Wahnsinn fast zu Ende gezählt hatte,
hatten alle, die mitspielten, ein Versteck gefunden,
nur die Liebe nicht.
(Das muss uns nicht verwundern, wissen wir doch,
wie schwer es ist, die Liebe zu verbergen!)
Alle Plätze schienen bereits besetzt zu sein,
bis sie schließlich den Rosenstrauch entdeckte
und beschloss, in eine seiner Blüten hineinzukriechen.

„Ich komme!“, rief in diesem Augenblick der Wahnsinn
und er begann, die anderen zu suchen.
Die erste, die entdeckt wurde, war die Faulheit –
gleich hinter dem ersten Stein!
Danach ward der Glaube gefunden:
Er diskutierte im Himmel lauthals mit Gott über theologische Fragen.
Das Verlangen und die Leidenschaft wiederum hörte man in den Vulkanen vibrieren.

In einem unachtsamen Moment fand der Wahnsinn den Neid
und so natürlich auch den Triumph.
Den Egoismus brauchte er gar nicht zu suchen,
denn der kam von ganz allein aus seinem Versteck hervor.
Es hatte sich als Wespennest entpuppt!
Vom vielen Herumlaufen bekam der Wahnsinn Durst
und als er sich dem See näherte, fand er die Schönheit.
Mit dem Zweifel hatte er es noch einfacher,
ihn entdeckte er auf einem Zaun sitzend,
weil der sich immer noch nicht entschieden hatte,
auf welcher Seite er sich verstecken sollte.

Nach und nach fand der Wahnsinn alle seine Mitspieler,
die Hoffnung im grünen Gras
und die Angst in der dunklen Höhle;
die Lüge hinter dem Regenbogen
(Nein, stimmt nicht, sie kam unter einem Stein hervorgekrochen,
der ihr das Genick zu brechen drohte).
Auch die Vergesslichkeit fand der Wahnsinn mühelos,
denn die hatte schon wieder vergessen,
dass sie Verstecken spielen und war unbekümmert spazieren gegangen.

Alle wurden gefunden, nur die Liebe tauchte nirgendwo auf.
Wo mochte sie bloß stecken?
Der Wahnsinn suchte sie überall!
Auf jedem Baum, auf jedem Berg, in jedem Bach dieses Planeten schaute er nach
und wollte schon aufgeben, da half ihm der Verrat!
Der nämlich flüsterte ihm zu, er solle doch mal im Rosenbusch nachsehen.

Langsam fing der Wahnsinn an,
die Zweige des Strauches auseinander zu schieben,
als plötzlich ein greller Schrei ertönte.
Die Dornen der Rosen hatten der Liebe die Augen zerstochen!!!

Ach, was für ein Jammern und Wehklagen war nun zu vernehmen?!
Der Wahnsinn war ratlos und wusste weder ein noch aus.
Er fing bitterlich an zu weinen und unter Tränen gelobte er,
er wolle die Liebe nie mehr verlassen und immer an ihrer Seite sein.
Und so ist es auch geschehen!

Seit dieser Zeit,
seit das erste Mal auf Erden Verstecken gespielt wurde,
ist die Liebe blind
und der Wahnsinn ihr Begleiter!

-Niemals-

Niemals in der Welt hört Hass durch Hass auf. Hass hört durch Liebe auf.

An dem Tag… -Martin Uhlemann-

Loslassen

Ein Festtag

An dem Tag, an dem Du in Deinem Herzen begreifst,
dass Du dann loslassen kannst 
von einem Zweiten loslassen kannst
Von einem Zweiten dessen tun und lassen 
Dich auf der Bühne deines Lebens
unsagbar schmerzt, 

Dann loslassen kannst
wenn Du selbst annimmst,
was Du in Dir fühlst
durch das was Er/Sie tut,
Deinen eigenen, alten, verdrängten kindlichen Schmerz annimmst,
erwachsen liebend und verantwortlich annimmst,

an diesem Tag,
wird aus diesem Tag
Ein ganz besonderer Tag.
Es wird ein Tag der Heilung
aus diesem Tag.
Ein Festtag. Mit Dir Allein.

An diesem Tag ..
fällt ein kleines Stück Frieden
in diese Welt.
Durch Dich.
Von Innen
nach Außen.“

Martin Uhlemann 

-Loslassen –

Irgendwann bist du an einem Punkt wo du begreifst, das du nicht mehr zu kämpfen brauchst, weil es dich nicht weiter bringt.

 

Du begreifst das du nichts mehr tun kannst….. musst.

Du kannst nichts erzwingen…. wenn du das begreifst, fällt erst alles in sich zusammen und dann ist Stille…

und dann…. wird plötzlich alles Leicht und Leer in dir.

Du fängst an loszulassen ,woran du dich geklammert hast, an Hoffnungen, Menschen oder Dinge aus deiner Vergangenheit die du so nicht akzeptieren wolltest…. konntest.

Du begreifst, dass du all das nicht mehr ändern kannst, egal wie sehr du daran glaubst, egal wie sehr du es dir wünscht. Egal wie sehr du dagegen kämpfst.

Egal wie weh es tut.

Was geschehen soll, das geschieht.

Was gehen will, das geht.

Was bei dir sein will, das bleibt oder kommt aus freiem Willen zu dir zurück.

Irgendwann sind die Schmerzen und die Angst loszulassen vorbei.

Dann befreist du dich allmählich auch von Ängsten, Schuldgefühlen und Zwängen. Von all dem was DICH festhält.

Und du gehst deinen Weg… packst deinen Koffer mit dem was übrig blieb.

Ein Koffer voller Erfahrungen, Erkenntnisse und Erinnerungen.

Dein Weg liegt vor Dir,

du siehst ihn noch nicht, aber du fühlst, es ist soweit,

du beginnst wieder …mit dem ersten Schritt!

© Manuela Kuschel

Lass los was Du liebst…

Lass los was Du liebst, gehört es zu Dir, kommt es zurück…

Viele von uns glauben tatsächlich, wenn wir in einer Liebesbeziehung leben, dass wir den anderen besitzen, dass er uns gehört und dafür zuständig ist, uns glücklich zu machen. Wir haben ihm die Verantwortung für unser glücklich oder unglücklich sein übertragen, da wir diese schon vor langer Zeit abgegeben haben. Weiterlesen