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„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,
ist nichts im Vergleich zu dem,
was in uns liegt.
Wenn wir das, was in uns liegt,
nach außen in die Welt tragen,
geschehen Wunder.“

 

Henry David Thoreau – amerikanischer Schriftsteller und Philosoph
1817 – 1862

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Nelson Mandela´s Antrittsrede zum Präsidentenamt 1994

Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefgreifendste Angst ist über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?

Du bist ein Kind Gottes.

Dich selbst klein zu halten,dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtendes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.

Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis dasselbe zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.

Zitat von Marianne Williamson aus Ihrem Buch „A Return To Love: Reflections on the Principles of A Course in Miracles“ aus dem Jahre 1992

– Wut, – die missverstandene Emotion –

Ein Beitrag von David Rotter, freier Autor und Coach.

Nicht nur in der alltäglichen Oberflächlichkeit unserer Gesellschaft, auch in vielen nach Freude, Liebe und Harmonie strebenden spirituellen Kreisen hat Wut keinen Platz. Nach Möglichkeit geht es uns blendend, lächeln wir durchgehend und wir haben für alles Nachsicht und Gelassenheit. Weiterlesen

– Die Wut in Dir –

Unbändige Wut trägst Du in Dir,

sie lässt das Blut in deinen Adern zu Eis gefrieren.

Du siehst sie nicht

und hörst sie nicht

riechst sie nicht

und schmeckst sie nicht.

Sie ist nicht greifbar mit einem Deiner Sinne,

denn sie ruht ganz unten und tief in Dir drinnen.

Zugedeckt vielleicht durch Alkohol und Drogen,

vielleicht auch Sport, Beziehung, Sex und anderen Maroden.

Doch lässt Du all diese Schleier mal weg,

kommt sie ans Licht und wird perfekt.

Sie macht Dir Angst und Du versuchst sie zu bezwingen,

sie zu unterdrücken will Dir nun nicht mehr gelingen.

Sie schreit nach Dir und Deiner Liebe,

Will Dir zeigen, was wer sie ist und woher sie kommt, ohne Hiebe.

Sie will gefühlt und angenommen sein,

in ihr das Geschenk, ist zu lernen zu verzeihen.

Gehst Du ihr weiterhin aus dem Weg,

wird sie Dich quälen, bis kein Weg mehr weiter geht.

Sie ist nichts anderes als Dein kindlicher Schmerz

und dem solltest Du nun endlich öffnen Dein Herz.

– Tabuthema Sucht –

Wege aus der Abhängigkeit

von Katrin Reichelt

Nur noch ein Glas. Eine letzte Zigarette. Ein Joint, weil es alle tun. Eine Tablette zum Einschlafen. Eine zum Wachbleiben. Eine gegen Schmerzen.

SUCHT: Solange es niemand bemerkt, ist es keine. Wir tendieren dazu, Sucht als Entspannung zu bezeichnen. Wenn es jemand bemerkt, können wir es noch immer abstreiten. Wenn es sich nicht mehr abstreiten lässt, kann ich mich noch immer selbst belügen. Und wenn das nicht mehr funktioniert, bleibt ja noch der Rückzug … in noch mehr Sucht. Bis man nichts mehr spürt.

Abhängigkeit hat unzählige Gesichter: von Zucker, Harmonie, Sex, Computerspielen, Wichtigkeit, Beziehungen, Kontrolle, der Erste zu sein, von Drama oder Gewalttätigkeit. Sucht is so komplex, dass nur der- oder diejenige selbst entscheiden kann: Ich will etwas anderes. Hilfe von außen ist immer sinnlos, wenn die eigene innere Entscheidung dagegen arbeitet. Und dennoch geht es nicht ohne Hilfe von außen – ein Paradox, das ungeheuer schwer aufzulösen ist.

Was ist geschehen?

Abhängigkeit und Sucht entsteht dadurch, dass wir bestimmte Aspekte unseres Lebens nicht anschauen wollen, weil sie uns zu schmerzlich oder unerträglich erscheinen. Dazu wiederum bedarf es einer bestimmten Chemie im Gehirn und auch einer bestimmten Chemie der Seele. Erst jetzt entdecken Forscher der Epigenetik, wie sehr Traumata, die nahezu jeder Mensch von früher Kindheit an erleben kann, die Biochemie unseres Körpers verändern können – bis hin zur Sucht, einem selbstzerstörerischem Verhalten, gezündet in einer Zeit, an die wir uns oft nicht einmal erinnern. Weil wir diese Aspekte und ihre Auswirkungen nicht sehen können oder wollen, kann nur jemand von außen uns darauf aufmerksam machen. Nur durch den Spiegel eines anderen Menschen können wir das Problem herausarbeiten und eine Strategie entwickeln – und es gibt hervorragende Strategien, von Al Anon-Gruppen bis zur Gestalttherpie. Sie funktionieren jedoch nur dann, wenn sich beide – Therapeut und Süchtiger (wonach auch immer) – einem gemeinsameen Ziel verpflichten: clean zu werden, nicht zeitweise, sondern für immer.

ES REICHT NICHT, AUFHÖREN ZU KÖNNEN.

Viel schwieriger ist es, nicht wieder anzufangen. Wenn der Stress kommt, die Überlastung, die Angst, die Einsamkeit, das Gefühl von Zurückweisung, die Furcht vor Kontrollverlust. In unserem Gehirn hat sich eine Substanz (oder ein Verhalten) mit einem Ereignis verschaltet, als würden diese beiden unlösbar zusammengehören. „Meine Kumpels lassen mich nur dabei sein, wenn ich mittrinke.“  Das Gehirn macht daraus: „Immer, wenn ich mich einsam fühle, hilft trinken.“ Oder: „Nur, wenn ich ein Riesendrama mache, bemerkt mich jemand.“ Oder: „Wenn ich dauernd esse, bin ich nicht so wütend.“

Um diese Verschaltung zu deaktivieren, müssen wir sie jedes Mal, wenn sie anspringt, überhaupt erst wahrnehmen, dann den Zusammenhang in unserer Gefühlswelt bewusst entkoppeln, ihn als nutzlos identifizieren und wiederum bewusst ausschalten.

Homöopathie hilft bei der Heilung

Die homöopathische Behandlung einer Sucht gehört in die Hände erfahrener Therapeuten, weil wir unsere Sucht nicht sehen können … so, wie wir unsere Augen nicht sehen können. Wir sind komplett verstrickt in das, was wir tun. Wir halten es mit aufrichtigem Herzen für die Realität und hängen in Wirklichkeit nur an der Maschine unserer Ängste. Und selbst, wenn wir sie erkennen könnten: Es bleibt immer noch die Regulationsstörung auf der physischen Ebene. Das passende Mittel muss genau zu den Symptomen passen, um das Ungleichgewicht auszutarieren.

Die Carstens Stiftung hat ein Projekt am Vivantes Klinikum in Berlin Spandau gefördert. Dort wurden alkoholkranke Menschen mit Homöopathie behandelt: zum einen gegen die schweren Entzugssysmptome, zum anderen gegen die begleitenden Erkrankungen der Alkoholsucht. Die Ergebnisse übertrafen die herkömmlichen Methoden, auf weitere Medikamente konnte in der besonders schwierigen Entzugsphase meist verzichtet werden.

Ein Ausschnitt: „Zum Einsatz kamen gängige Mittel. Insbesondere fällt die häufige Anwendung von Arsenicum album und Lycopodium clavatum auf. Das Mittelbild von Arsenicum beinhaltet die typischen Symptome des akuten Alkoholentzugssyndroms mit ängstlicher Unruhe, Tremor und Schwäche, so dass es in dieser Situation oftmals erfolgreich eingesetzt werden konnte. Der Lycopodium-Patient offenbart eine narzisstisch-depressive Struktur [1], die in vielen Fällen bei chronisch-alkoholkranken Menschen vorhanden ist, und somit die häufige Anwendung verständlich macht [4]“.

DAS WESEN VERÄNDERT SICH

Letzteres bedeutet, dass der suchtkranke Mensch nicht mehr in der Lage ist, über seine eigenen Bedürfnisse hinauszusehen, hoffnungslos ist und voller Selbstmitleid.

Die dritte wichtige Arznei neben Arsenicum album und Lycopodium beim Entzug von Alkohol und Designer-Drogen ist Nux vomica: Sie wird im Allgemeinen dem hochgetunten, schnell wütenden Erfolgsmenschen zugeschrieben, der seinen Stress mit allen Arten von Substanzen beruhigt und dabei immer hektischer und empfindlicher wird.

Auch wenn die Ausprägungen einer Abhängigkeit und auch die Substanzen oder Umstände, von denen wir abhängig werden können, völlig unterschiedlich sind, bleibt das Prinzip der homöopathischen Behandlung gleich. Es geht darum,

  • die Ursache der Regulationsstörung durch eine klassisch homöopathische Anamnese aufzuspüren
  • einen heilenden Impuls zu setzen, der die verhedderten Verhaltensmuster neu ordnet
  • Bewusstsein für unsere eigenen Reaktionsmuster zu schaffen
  • den Blick auf andere Möglichkeiten zu lenken
  • und die Kraft zu verleihen, diese unter den auslösenden Stressoren dann tatsächlich zu wählen, statt in die alten Fallen zu tappen.

Aus Samuel Hahnemanns Sicht ist keine Sucht „schlimmer“ oder unheilbarer als die andere, weil er immer von einer allem zugrunde liegenden Regulationsstörung der Lebenskraft ausging, die sich durch eine Krankheit zeigt. Sucht ist nur eine der unzähligen Möglichkeiten und in seiner Medizin, anders als in unserem gesellschaftlichen Kontext, mit keinerlei Tabu belegt.

– Das Gesetz von Ursache und Wirkung –

Eine Sichtweise und Interpretation dessen, geschrieben von Gunnar Kaiser, gefunden auf www.philosophischleben.wordpress.com

Wir verdrängen es gerne, aber wie alles Verdrängte wird es uns irgendwann doch schmerzlich bewusst: Jede einzelne unserer Taten verursacht eine Energie, die früher oder später zu uns zurückfällt. „Wie du säst, so wirst du ernten“, heißt es bei Cicero, und der römische Philosoph drückt damit nichts anderes aus als das ewige Gesetz des Karmas, oder: das Gesetz von Ursache und Wirkung. Das Ergebnis mag sich nicht sofort einstellen, wie bei dem aggressiven Autofahrer, der uns rechts überholt und eine Sekunde später gegen die Leitplanke knallt.

Es mag auch nicht immer eindeutig identifizierbar sein, vor allem nicht für Außenstehende – wissen wir doch von Menschen, die in diesem Leben offensichtlich keinerlei Strafe für ihre Taten erhalten, wäre sie auch noch so gerechtfertigt; und auch Dinge, die getan zu haben wir selber bereuen würden, wenn wir an unsere Vergangenheit dächten, scheinen sich manchmal sogar ausgezahlt zu haben. Tatsächlich aber geht es bei dem Gesetz des Karmas um eine Art Einfluss unserer Taten auf unsere Seele; einen Einfluss, den wir nur in uns selber fühlen können – über andere sollten wir daher auch nicht urteilen.

Ganz schön deprimierend. Wo ist der Ausweg, wenn alles, was getan wird, unweigerlich eine Reaktion auf den Plan ruft, die ihrerseits eine nächste Handlung verursacht und so weiter bis ins Unendliche? Welche Freiheit haben wir innerhalb dieses ewigen Kreislaufs des Karma-Gesetzes noch?

Im Gegenteil. Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist, wenn wir es verstehen und in unseren Alltag integrieren, in der Lage, uns zu befreien. Alles, was wir jetzt sind, unser Charakter, unsere Fähigkeiten, unsere Art zu Reden, unsere Freunde, und alles, was wir heute tun, ist das Ergebnis von früheren Taten. Genauer gesagt, ist unser gegenwärtiges Leben das Ergebnis von Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben – ob bewusst oder unbewusst.

Freilich sind die meisten Entscheidungen in unserem Alltag unbewusst. Oft genug sind wir getrieben von Bedürfnissen und Begierden, von uns selbst nur wenig bekannten Vorlieben und Abneigungen, und bevor wir innehalten und nachdenken können, haben wir bereits auf diese ganz spezielle Weise gehandelt: Wir erwischen uns mit der Zigarette in der Hand, haben die Schokolade doch gegessen, haben etwas gekauft, wovon wir „eigentlich“ wussten, dass wir es „eigentlich“ nicht brauchen, haben unser Kind zu Unrecht beschimpft usw. Man sagt hinterher, das sei doch eigentlich keine Entscheidung gewesen, wir waren in dem Moment schließlich nicht ganz wir selbst. Aber auch diese unbewussten und halb bewussten Handlungen sind Entscheidungen, die wir Tag für Tag treffen, und auch dieser Mensch auf Auto-Pilot sind wir selbst.

Deswegen geht es beim Karma darum, die bewussten Entscheidungen im Vergleich zu den unbewussten zu vermehren. Dies gelingt nur, wenn wir uns immer wieder zu Bewusstsein rufen, dass, wann und wie wir handeln. Nichts anderes heißt es, sich das Gesetz von Ursache und Wirkung klar und zunutze zu machen. Durch die Achtsamkeit auf den Prozess der Entscheidung, auf den winzigen Moment, der jeder Handlung vorausgeht, können wir lernen, aus dem Reich der tausend Möglichkeiten, die wir eigentlich haben, die richtige auszuwählen.

Die richtige Entscheidung: Das wäre die, die Wirkungen hervorbringt, die für uns und die Menschen um uns herum positiv sind; die unser und der anderen Glück und Freude vermehren. Diese Wirkungen müssen nicht unmittelbar geschehen, sie müssen auch nicht sichtbar sein – aber sie werden eintreten, wenn wir uns unserer Handlungen bewusst sind. Wir können aber nur „richtig“ entscheiden, wenn wir achtsam, d. h. langsamer werden in unserem täglichen Handeln. Oft genug eilen wir durch den Tag, bestimmt von außen, von Vorurteilen und von oberflächlichen Neigungen. Indem wir in allem, was wir tun, in allem, wie wir denken, fühlen, atmen, essen, sprechen, Stille und Langsamkeit üben – immer wieder von Neuem -, lernen wir, das Gesetz von Ursache und Wirkung zu erkennen und das Karma für uns zu nutzen.

 

– Selbstermächtigung als Transformation –

Colin C. Tipping „Vom Herzenswunsch zur Realität – Mit spiritueller Intelligenz Träume erfüllen“

Herkömmliche Selbstermächtigung verhilft Ihnen zu mehr Stärke und Leistungsfähigkeit: Sie werden effizienter, durchsetzungsfähiger, motivierter, geschickter, wettbewerbsfähiger. Sie werden Wert auf umfassende Bildung und Ausbildung und die Entwicklung Ihrer Fähigkeiten legen. Sie werden strategischer, smarter, konzentrieren sich auf das Wesentliche, setzen Zeit, Geld und Ressourcen gezielter ein. All dies ist sinnvoll, um im materiellen Sinn leistungsfähiger und in der äußeren Welt „erfolgreicher“ zu werden. Weiterlesen