E-Mail an Herrn Jörg Vogelsänger und Herrn Dietmar Woidke. Das Dr. hab ich mal weggelassen

Ihr Lieben, ich schwör euch, es wird garantiert richtig Ärger geben, mit meinem Tierschutzprojekt. Ich hab mich jetzt einfach mal hingesetzt und eine E-Mail geschrieben. Eine an Herrn Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg und eine an Herrn Jörg Vogelsänger, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg. Ich kopier sie euch hier rein. Wer möchte, kann drüber lesen.

Lieber Herr Minister Vogelsänger,  

Mir ist sehr wohl bewusst, dass sie sehr viel zu tun haben und vielleicht auch wichtigeres. Ich möchte trotzdem mit einem mir wichtigen Anliegen an sie heran treten, da ich auch gar nicht so recht weiß, was ich sonst noch tun soll.   Direkt vor meiner Haustür gibt es einen Feuerlöschteich. Vielleicht ist Ihnen die Problematik damit auch schon bekannt. Der Feuerlöschteich macht absolut Sinn, da es hier im Sommer immer wieder zu Waldbränden kommt. Nur habe ich am Sonntag meine Katze und auch die Katze meiner Eltern darin ertrunken vorgefunden. Ich weiß nicht ob Sie Tiere mögen, aber falls ja und falls sie selbst welche haben, können Sie sich vielleicht vorstellen, wie furchtbar das ist.  

Ich wohne noch nicht lange wieder hier, aber zu dieser schmerzlichen Gelegenheit habe ich auch erfahren, dass in diesem Teich etliche Wildtiere und auch Haustiere anderer Nachbarn schon qualvoll ertrunken sind. Mir ist ehrlich gesagt auch unbegreiflich, dass Menschen manchmal so unglaublich blind und dumm sind, denn selbst einige Reaktionen hier vor Ort, die eine Gleichgültigkeit spiegeln, dass es mich schauern lässt, habe ich zu spüren bekommen.  

Nachdem ich unsere Katzen beerdigt und ausgiebig geweint habe, hab ich am Monat gleich beim Amt angerufen und um Hilfe gebeten. Ich wurde verwiesen ans Ordnungsamt, das hatte allerdings zu und auch telefonisch konnte ich niemanden erreichen. Ich schrieb eine E-Mail und schilderte was vorgefallen war, aber bisher ohne Ergebnis. Ich recherchierte im Internet und fand heraus, dass es vielerorts dieses Problem mit den Feuerlöschteichen gibt und das die Mühlen der Behörden sehr langsam mahlen, falls überhaupt jemand was tut.  

Die allermeisten Menschen sehen einfach weg, denn entweder betrifft es sie nicht oder sie sagen, es sind doch nur Tiere. Sowas passiert eben. Aber Tiere sind für mich genauso wertvoll und sie sind Lebewesen. Kein einziges sollte ertrinken müssen, was für ein schrecklicher Tod. Jedenfalls habe ich noch mehr Katzen und mir tun auch die Wildtiere so leid. Herr Vogelsänger am Rand des Teiches waren noch die Kratzspuren der Katzen zu sehen, wie sie versucht haben sich zu retten und sie haben es nicht geschafft. Es ist so steil und glatt und die Folie ist so fest, dass noch nicht mal Katzenkrallen sich darin festhalten können. Was sollen erst Füchse, Igel, Mäuse, Vögel oder andere Tiere tun. Auch ein kleiner Junge ist hier früher schon drin ertrunken. Ganz schrecklich. Ja es wurde ein Zaun drum gebaut, der hat ein klaffendes Loch. Ein einfacher Maschendrahtzaun. Aber der ist doch für Tiere kein Hindernis und auch nicht für Kinder oder Teenies die einfach alles ausprobieren.  

Ja in dem Teich gibt es auch eine Leiter. Für Kinder die nicht schwimmen können und in Panik geraten absolut unbrauchbar und für Tiere erst recht.   Da ich ein Mensch bin, der sehr eigensinnig ist und hin und wieder merkwürdige Dinge tut, hab ich auch hier schon was getan. Und ich fürchte ich werde dafür wohl ziemlich Ärger bekommen. Aber bitte lieber Herr Vogelsänger, hier muss wirklich etwas geschehen. Ich hänge sehr an meinen Tieren und so habe ich mich ran gemacht und eigenständig etwas in den Teich gebaut, sodass so ein Unglück nicht mehr geschehen kann. Nur leider sehen das die Menschen um mich rum nicht so und ich hab ganz schön Ärger. Ich befürchte die zuständigen Behörden verstehen da auch keinen Spaß und das wird vielleicht in einer Strafanzeige enden.  

Deshalb brauche ich bitte Ihre Unterstützung. Es gibt wirklich gute und günstige Möglichkeiten diesem Problem Abhilfe zu schaffen und ich denke, dass sollte allerorts geschehen. Einfach Stoffe wie Leinsäcke an den Seiten befestigen oder Austiege für die Tiere bauen. Es muss bitte aufhören, dass diese Teiche, die eigentlich Leben retten sollen für so viele Leben zur Todesfalle werden. Ich sende Ihnen anbei Bilder, was ich mir da übergangsweise hab einfallen lassen und ich hab auch nichts beschädigt. Ist alles ganz leicht zu entfernen, wenn etwas anderes hineingebaut wird. Ich erhoffe mir jedoch, dass sie mir vielleicht helfen werden, dass nicht nur hier etwas getan wird, sondern auch in anderen Orten. Es ist schrecklich und grausam, wie meine Katze gestorben ist und das muss einfach nicht sein.  

Ich bedanke mich, falls Sie sich die Zeit genommen haben meine E-Mail zu lesen und über eine positive Rückmeldung würde ich mich freuen.  

Ganz liebe Grüße Nicole Schultz

Tierschutzprojekt Feuerlöschteich sorgt für ordentlich Wirbel

Guten Abend ihr Lieben. Ich muss euch erzählen, dass mein Tierschutzprojekt „Feuerlöschteich“ ganz schön für Aufregung sorgt. Wer meine letzten Beiträge verfolgt hat, der weiß ja, was ich wieder angestellt habe. Für alle anderen, ihr könnt es hier nachlesen. Neues Projekt „Feuerlöschteich“, Mein Tierschutzprojekt- Feuerlöschteich Teil 1 und Mein Tierschutzprojekt- Feuerlöschteich Teil 2.

Jedenfalls sitze ich heute morgen auf meiner kleinen Terrasse und schlürfe meinen Kaffee, während meine Diggis im Garten toben. Kommt meine Nachbarin vorbei und ruft mich zum Tor. Traut sich ja keiner rauf bei mir, weil meine Akela nicht der größte Menschenfreund ist, was sie auch immer deutlich zeigt und das ist auch gut so.

Ich latsche nichts ahnend zum Tor und frage, was sie denn auf dem Herzen hat. An dieser Stelle erwähne ich auch, dass wir beide hier zusammen aufgewachsen sind. Ich bin zwar erst vor einem halben Jahr hier wieder her gezogen, doch wir kennen uns schon seit unserer Kindheit und haben als Kinder zusammen gespielt. Ich kann euch sagen, diese junge Frau, die ich bis dahin auch noch gar nicht so kannte, verwandelte sich vor meinen Augen in einen Hurricane.Junge ist die abgegangen und sie hörte gar nicht auf zu toben.

Was mir eigentlich einfällt das ganze Zeug in den Teich zu hängen und das es nunmal einfach so wäre, dass Katzen darin ersaufen. Man bemerke an dieser Stelle, ihre Oma, die inzwischen zwar sehr alt ist, aber immernoch gut beieinander, hat etliche Katzen und ist ein absoluter Katzennarr. Mit ihr lebt sie unter einem Dach und Omas Katzen leben nur ein paar Meter weiter vom Teich entfernt als meine. Etwa drei Häuser.

Nun ja. Jedenfalls ging es weiter, dass das was ich dort gebaut habe eine Gefährdung wäre, die Feuerwehr könnte da nicht mehr ran und unsere Leben hingen schließlich davon ab. Ich sagte „Kati, hast Du denn schon mal gesehen, wie die Feuerwehr hier Wasser holt? Ich schon. Vorne ist ein Anschluss, da klemmen sie ihre Schläuche an. Und auch im Teich ist noch so viel Platz für tausend Schläuche.“ Sie wieder. „Ja aber Dein ganzes Zeug bleibt ja da nicht.“ Ich wieder „Kati ich habe alles angebunden. Nichts schwimmt einfach darin herum und wenn die Behörden kommen und etwas anderes hineinbauen, ist es super leicht zu entfernen. Ich mach das dann auch.“

Sie fing an immer lauter zu werden, was mir eigentlich einfällt, dass ich an diesem Teich nichts verloren habe, dass es scheiß egal ist ob meine Katze darin ersoffen ist, denn ich soll meine Katzen eben einfach einsperren.“ Ich versuchte ihr zu erklären, dass es nicht nur um meine Katze ginge oder um die meiner Eltern. Und ich fragte sie, ob ich all die Wildtiere die darin ertrinken, auch einsperren soll?

Es war absolut nichts zu machen, sie war richtig gemein und böse und vor allem hörte sie mir gar nicht zu. Sie kam von meinem anderen Nachbarn, einem studierten Korindenkacker, der sowieso in mancherlei Hinsicht einfach gepflegt einen an der Klatsche hat. Ist nur meine persönliche Meinung und trotzdem bin ich bisher um gute Nachbarschaft bemüht gewesen. Ich weiß, dass er die selbe Meinung vertritt, denn damit hat er mich ja gestern schon vollgeqakt.

Lange Rede kurzer Sinn, ich merkte, dass nicht ein einziges meiner Worte ankam. Also sagte ich Kati, dass sie nicht mit mir diskutieren brauche, nicht auf diese Weise und das all das Zeug im Teich bleibt, bis mit den Behörden eine andere Lösung gefunden ist. Und dann hab ich sie erstmal gepflegt stehen lassen. Meine Güte hat die getobt. Noch quer durch meinen Garten, bis ich im Haus verschwand, hat sie mir noch hinterher gebrüllt, wie bescheuert ich doch bin.

Sie hat nur einfach nicht meine Familie mit einbezogen und unseren Familienzusammenhalt. Ich hab nämlich immer die volle Unterstützung meiner Eltern, auch dann, wenn ich mal völlig daneben bin. Natürlich bekomm ich dann auch mal Feuer. Ich hatte schon erzählt, dass wir nicht immer einer Meinung sind, aber sie stehen immer hundert Prozent hinter mir. Dafür haben wir hart gearbeitet und gekämpft. Ich bin schließlich nicht das pflegeleichteste Wesen und nicht jeder Mensch kommt mit mir gut zurecht.

Letztendlich war es aber auch nicht nur mein Kätzchen, welches ich in dem Teich fand, sondern auch das meiner Eltern. Heute erfuhr ich, dass auch Korindenkacker Daniels Katze darin schon ertrunken ist. Es ist mir ein Rätsel, wie dieser Mensch so grundsätzlich bescheuert sein kann.

Ich hab dann erstmal meine Mami bei der Arbeit angerufen und erzählt was eben vorgefallen war. Meine Mum ist eigentlich ein sehr ruhiger Typ und legt sich fast nie mit jemandem an. Eben der Typ Mensch, der viel mit sich allein ausmacht und einfach immer lieb ist. Ich wusste das Mum wegen Grumpi genauso traurig ist wie ich wegen Kimba. Sie kann das nur nicht so in Worte fassen, wie ich das kann. Aber am Telefon ist sie ganz schön abgegangen. Es war niedlich, wie sie aus sich heraus kam und sich aufgeregt hat und ich wusste genau was passiert.

Mein Papa hat sich die Nachbarn erstmal vorgenommen. Korindenkacker Daniel noch nicht, weil sich die Gelegenheit noch nicht ergab, aber Kati und Familie. Und nein mein Papa tobt dann nicht da rüber und bricht den großen Streit vom Zaun. Er hat eine ganz besondere ruhige Art und die Menschen aben Respekt vor ihm. Ich kam gerade nach Hause und sah ihn dort sitzen. Also ging ich dazu und siehe da. Kati hat sich für ihr Verhalten bei mir entschuldigt.

Ich bin auch nicht so ein Typ, der dann ewig bockig ist. Wenn jemand mir glaubhaft sagt, dass es ihm leid tut, dann ist es auch okay. Hab ich von meinen Hunden gelernt 🙂

Es ist also beschlossene Sache, dass erstmal kein Tier mehr in diesem Teich ertrinken muss, denn alles was ich gebaut habe, bleibt vorläufig drin.

Ich habe gehört, dass das Ordungsamt heute hier war. Ich weiß nur nicht ob wegen meiner E-Mail oder weil Korindenkacker Daniel sie angerufen hat. Und ich hab keine Ahnung was mir jetzt blüht. Ich hatte in die Mail meine Adresse mit rein geschrieben und meine Telefonnummer. Gemeldet hat sich bei mir jedenfalls niemand. Ich bin gespannt wie es weiter geht und ob ich jetzt tatsächlich eine Anzeige bekomme.

Desweiteren habe ich ein bisschen im Internet recherchiert. Unser Feuerlöschteich ist hier nicht der einzige mit diesem Problem. In anderen Orten genau das selbe. Ertrunkene Kinder, Rehe, Füchse, Katzen. Bei einem las ich, dass eine Frau berichtete, dass im Sommer immer irgendwas drin schwimmt. Tod. Sie ging damit an die Öffentlichkeit, bis zum Bürgermeister, aber wie wir alle wissen, mahlen die Mühlen der Behörden unglaublich langsam. Es passiert häufig eben nichts.

Ich las aber auch von einem neu angelegten Feuerlöschteich, der nur angelegt werden durfte, indem er Auflagen erfüllte. Nämlich unter anderem eingebaute Ausstiegsmöglichkeiten für sämtliche Tiere, die dort hineinfallen. Das macht mir Mut und gibt mir die Hoffnung, dass ich vielleicht wirklich etwas bewirken kann. Zumindest habe ich nichts gefunden, dass jemand schon mal getan hat, was ich getan habe und den Teich einfach selbstständig sicher gemacht hat. Ich halte euch auf dem laufenden und über eure Unterstützung würde ich mich freuen.

Kehre zurück zu der Quelle in Dir und lerne

Nur eine Stunde im grünen Wald

Nur eine Stunde von Menschen fern,
Nur eine einzige Stunde!
Statt der tönenden Worte des Waldes Schweigen,
Statt des wirbelnden Tanzes der Elfen Reigen,
Statt der leuchtenden Kerzen den Abendstern,
Nur eine Stunde von Menschen fern!

Nur eine Stunde im grünen Wald,
Nur eine einzige Stunde!
Auf dem schwellenden Rasen umhaucht von Düften,
Gekühlt von den reinen balsamischen Lüften,
Wo von ferne leise das Echo schallt,
Nur eine Stunde im grünen Wald!

Nur eine Stunde im grünen Wald,
Nur eine einzige Stunde!
Wo die Halme und Blumen sich flüsternd neigen,
Wo die Vögel sich wiegen auf schwankenden Zweigen,
Wo die Quelle rauscht aus dem Felsenspalt,
Nur eine Stunde im grünen Wald!

Auguste Kurs (1815-1892)

Mein Tierschutzprojekt – Feuerlöschteich Teil 2

Nicht schön, aber selten 🙂 und vor allen zweckdienlich, dass ist mir das wichtigste.

In meinem vorherigen Beitrag musste ich mir mal kurz Luft machen, da mir so manche Verhaltensweisen die Menschen so an den Tag legen einfach unverständlich sind. Naja vielleicht nicht unverständlich, denn die ein oder anderen Dinge trage natürlich auch ich in mir, doch Augen verschließen und wegsehen, kann niemals die Lösung sein. Nicht für mich.

So möchte ich euch natürlich auch nicht vornethalten, was ich denn nun aus der Todesfalle „Feuerlöschteich“, der schon genauso viel gutes bewirkt hat, da es hier viele Waldbrände gibt, eigentlich gemacht habe. Für alle die nicht mitgelesen haben noch ein paar „Vorher Bilder“. Zugegeben, schön sieht anders aus, aber ich hatte erstmal kein anders Material da und auch nicht das nötige Kleingeld welches zu kaufen. Ich hab nur Wäschleine gekauft, da ich etwas brauchte um alles zu befestigen und das nicht so schnell vergammelt und den Rest habe ich mir zusammen gesammelt.

Aber schaut selbst.

Die Kratzspuren beider Katzen waren an den Rändern noch deutlich zu sehen. Die Folie ist so dick, dass selbst Katzenkrallen es dort nicht hinaus schaffen. Was soll ein Igel erst tun oder eine Maus, ein Fuchs oder ein Hase oder gar ein kleines Kind??? Ich hoffe ich habe alles so hinbekommen, dass jetzt nichts und niemand mehr darin ertrinkt und das auch die Feuerwehr noch eine gute Arbeit machen kann.

Seht selbst.

Und ihr könnt versichert sein, dass mir sehr krass egal ist, was die Gemeinde, Ämter, Ordnungsamt oder Feuerwehr dazu sagen. Entweder wir finden gemeinsam eine Lösung und erst wenn jemand anderes dort etwas rein baue, baue ich alles auch wieder ab. Oder (falls mir jemand deswegen Ärger macht) gehe ich andere Wege. Es gibt Zeitungen, Fernsehen, Tierschutzvereine, Demonstrationen, Unterschriften sammeln, Bürgermeister, Green Peace und wer weiß was noch alles. Aber mein kleines Kätzchen und auch der Grumpi meiner Eltern sind mir genaus all das wert. Das ist das einzige was ich tun kann, das mein Kimba nicht umsonst gestorben ist und das nie mehr ein Tier hier solch ein Schicksal erleiden muss. Tiere sind ebenso wertvoll wie Menschen.

Mein Tierschutzprojekt- Feuerlöschteich Teil 1

Guten Abend ihr Lieben. Wer meine letzten Beiträge mitgelesen hat, der weiß schon das mein Kätzchen und auch der Kater meiner Eltern im nahegelegenen Feuerlöschteich ertrunken sind. Am Sonntag habe ich beide gefunden und es hat mir das Herz zerrissen. Dabei erfuhr ich dann auch, dass dieser Vorfall nicht der erste war und das auch mehrmals Wildtiere insebesondere Füchse darin gefunden wurden. Ich vermute, dass es noch viel mehr waren. Igel, Mäuse, Vögel… Sie sind nur eben alle klein und das wird niemandem aufgefallen sein.

Zuerst einmal möchte ich allen hier für ihre Anteilnahme und das Mitgefühl danken. Sehr sogar. Denn ich habe auch andere Reaktionen erlebt. Nicht dass ich die Menschen verurteile für ihre Gleichgültigkeit und Ignoranz. Ich weiß sie meinen es nicht böse und können eigentlich gar nichts dafür. Doch zu wissen, dass es eben noch mehr Menschen gibt, die ihre Haustiere und auch alle anderen Lebewesen so sehr lieben, wie ich es tue, gibt mir doch wirklich Kraft und Mut.

Der ein oder andere fragt sich vielleicht oder würde mich fragen, warum ich das hier alles veröffentliche. Dann frage ich Dich, warum soll ich es denn nicht??? Weißt Du, nicht jedem Menschen geht es darum Mitleid zu erhaschen, Aufmerksamkeit zu bekommen oder insbesondere durch Tragödien die Blicke auf sich zu ziehen. Und mir geht es ganz sicher auch nicht darum, mehr Follower zu bekommen oder meine Website zu präsentieren oder weiß der Geier was. Meine Entscheidung war schon gefallen, bevor mein Kimba gegangen ist, dass ich mit all dem kein Geld verdienen will.

In den letzten Tagen sind mir sogar Follower verloren gegangen und weißt Du was. Das ist mir scheiß egal. Ich mach trotzdem weiter, denn mir geht es hier einzig und allein darum, alles was ich weiß, was ich lerne, was ich erfahre und was ich lebe, mit anderen Menschen zu teilen. Mit Menschen die genauso sind wie ich. Das hatte ich auch schon mehrfach geschrieben in einigen Beiträgen, noch bevor ich mein Kimbachen gefunden habe.

Man muss nicht immer alles mit sich allein ausmachen. Und wer vielleicht schon den ein oder anderen Beitrag von mir gelesen hat, der weiß, dass ich durchaus eine wundervolle Familie habe, die mir insbesondere in solchen Situationen und Zeiten verständnisvoll zur Seite steht. Ich habe vielleicht nicht viele Freunde, doch die paar wenigen stehen mir mitfühlend zur Seite und sind selbstverständlich für mich da. Und dennoch schreibe ich hier und möchte alles teilen. Weil ich genau weiß, dass es noch viel mehr Menschen gibt, denen es so geht. Denen vieles Gute und vieles schlechte widerfährt. Das ist doch bei jedem von uns so.

Wen es nicht interessiert, der kann doch weghören oder umblättern, der hat damit absolut nichts zu tun. Doch für alle anderen sind es lediglich meine Gedanken, meine Sichtweisen und alles was ich lerne, dass ich hier teile. Niemand muss sich davon etwas annehmen. Niemand muss es für seine Wahrheit halten und jeder darf denken, wie bescheuert ich doch bin, in allem was ich denke und fühle. Ich weiß, dass es viele tun und es ist mir völlig egal. Das hält mich von absolut nichts ab, was ich gern tun möchte. Auch heute als ich über den Zaun kletterte und den Teich tiersicher machte, kamen die Nachbarn und meinten, ob das wirklich so richtig ist. Die Feuerwehr und die Behörden könnten Ärger machen. Meine Güte Leute, habt doch nicht immer so viel Angst.

Selbst mein geliebter Papi der mir zuvor noch Ratschläge gab und geholfen hätte (wenn er nicht hätte arbeiten müssen) stand plötzlich da und merkte an, was wohl Ämter und Feuerwehr dazu sagen könnten und es war deutlich zu merken, dass er einfach Angst hatte, dass es Ärger gibt. Wir alle haben mit Behörden wohl auch nicht die besten Erfahrungen gemacht, das verstehe ich ja. Aber ich hab ihn dann angesehen und gefragt, ist es denn besser, wenn niemand etwas tut? Wieviele Tiere sollen denn noch ertrinken oder im schlimmsten Fall kleine Kinder, was ja vor Jahren auch tatsächlich passiert ist.

Ich sagte ihm, dass ich alles so angelegt und gebaut habe, dass es leicht auch wieder zu entfernen ist, aber ich es nur dann entferne, wenn jemand hier erscheint, mit Material um etwas anderes zu bauen. Man kann doch über alles vernünftig reden und die Leute vom Amt oder der Feuerwehr sind letztendlich auch nur Menschen wie Du und ich. Man braucht vor niemandem Angst zu haben, nur weil man glaubt, dass der am längeren Hebel sitzt. Ich sagte ihm, Deine Katze und auch meine Katze sind hier ertrunken und ich weiß dass meine Eltern ebenso sehr an ihrem Kater gehangen haben. Ich sagte es ist völlig egal, ob es Deine oder meine Katze ist, ob es ein Igel, eine Maus, eine Ratte, eine Spinne, ein Fuchs oder sonst wer ist. Niemand sollte sein Leben beenden müssen, indem er ertrinkt. Nicht solange ich was dagegen tun kann.

Und mein Papi sagte, „Ja Nicole, Du hast völlig recht. Ich möchte auch nicht ertrinken müssen.“ Ich weiß ganz genau, dass wenn es Ärger mit den Behörden gibt, dass mein Vater der erste ist, der mir zur Seite steht und mir dann hilft. Und sonst sagt er immer zu mir, mach Dir erst dann Gedanken darüber, wenn der Fall wirklich da ist. Das habe ich ihm heute auch gesagt.

Aber er war nicht der einzige, der heute so vor mir stand. Auch meine Nachbarn. Alle haben sich einzig und allein gefragt, was die Behörden sagen werden und wieviel Ärger es wohl gibt. Ich hab Daniel angeguckt und ihm gesagt, Du hast zwei kleine Kinder. Ich sagte, „Komm her und sie es Dir an. Die Kratzspuren der Katzen sind noch deutlich zu sehen, doch die Folie ist so dick, dass noch nicht mal Katzenkrallen sich daran festhalten können. Deine kleine Tochter kann nicht schwimmen und das Loch im Zaun ist riesengroß. Glaubst Du wirklich, dass sie es in ihrer Todespanik bis zu der Leiter da vorn schafft?“

Auch er und meine Nachbarin gaben mir recht, doch es war deutlich zu sehen, dass ihnen für sowas einfach der Mut fehlt. Dass sie einfach Angst haben und sich eben fügen. Und vor allem das altbekannte Phänomen. Was genau sie denken, kann ich natürlich nicht sagen, denn ich kann keine Gedanken lesen, aber irgendwas wie „ich passe immer auf meine Kinder auf und deshalb kann mir sowas nicht passieren“ oder „es waren ja nicht meine Katzen und was gehen mich Wildtiere an. Selbst schuld wenn sie so dumm sind und dort hin gehen.“ Vielleicht auch sowas wie „Naja es sind eben nur Tiere und sowas passiert eben.“ Ich möchte mal sehen, ob man sowas immernoch denkt und fühlt, wenn das eigene Herz also das Kind vielleicht darin jämmerlich ertrunken sind.

Meine Eltern und ich sind jetzt jedenfalls etwas offener mit den Augen. Denn in diesem Teich ist ein Teil von uns qualvoll ertrunken und ich kann Dir versichern, sowas tut einfach scheiße weh. Ein reiner, unschuldiger, liebenswerter Teil, der nie einem etwas zuleide getan hat und es einfach nicht verdient hat so zu enden, nur weil Menschen die Augen verschließen und denken, es geht sie nichts an. Bloß keinen Ärger bekommen.

Die Wildtiere sind doch nicht anders. Sie sind genauso wertvoll, wie jeder einzelne von uns. Meine Güte, Tiere haben ebenso eine Seele. Sie fühlen, sie spüren Angst. Stell Dir vor jeder Mensch auf diesem Planeten würde so denken und handeln, dass er möglichst wenig Ärger bekommt und alles was ihn nicht selbst betrifft, geht ihn nichts an. MENSCH mach die Augen auf. Ihr mischt euch in tausend belanglose Dinge ein und seid nicht in der Lage den anderen leben zu lassen, wie er es für richtig hält. Und solche Dinge gehen euch nichts an??? Genau diese Dinge gehen uns alle an. Jeden einzelnen von uns.

Wie ein einziger Stern in dunkler Nacht

Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst…

Der erste Tag ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es die Wohnung erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen – und wenn Du das erste mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift – dann durchdringt dich ein Gefühl purer Liebe, das Du durch die vielen Jahre die da kommen werden mit Dir tragen wirst.

Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich. Aber, für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen – und Alter sehen, wo Du einst Jugend sahst. Du wirst langsame überlegte Schritte sehen, wo Du einst Energie erblicktest. Und Du wirst Schlaf sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen – und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt. Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt.

Und an diesem Tag – wenn Dein Freund gehen muss, wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst – zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich vielleicht verlassen wird – Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht. Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe für dein Haustier stehst, für das Du die vielen von Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele – nur ein wenig kleiner als Deine eigene – anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden. Und in manchen Momenten, wenn Dir dein Herz schwer wird, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlang streichen spüren. Nur ganz ganz leicht. Und wenn Du auf den Platz schaust, an dem Dein lieber – vielleicht liebster Freund – gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die drei bedeutsamen Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und einen Schmerz in Deinem Herzen hinterlassen. Wahrend die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er Dich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.

Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben – verbunden mit der Erinnerung an Dein geliebtes Tier. Und durch die Schwere in Deinem Herzen wird eine Erkenntnis kommen die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jedem Tier, das wir geliebt – und verloren haben. Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an – wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrig bleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind. Diese Liebe wird bleiben und wachsen – und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unseren geliebten Tieren wieder anzuschließen – ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.

(Autor unbekannt)

Einmal editiert, zuletzt von Minchen (11. Januar 2012)

Für Trauer, Traurigkeit und Tränen muss sich niemand schämen

Ich kann ja damit leben, dass Menschen eben verschieden sind. Auch damit dass nicht jeder eine Bindung zu Tieren hat oder sie vielleicht nicht gern mag. Auch mit den Sprüchen „sowas passiert nunmal“ „ist halt so“ kann ich leben. Aber ich werde mich nicht verstecken, den Mund halten, verbergen oder Gott weiß was tun um meine Trauer zu verstecken, nur weil es für andere lästig ist.

Jeder darf sich umdrehen und gehen, niemand muss zuhören oder mitlesen. Aber das ist eben meine Art mit meinem Verlust umzugehen und wem das nicht passt, Adios… Ich bin tierlieb, liebe und vor allem gefühlvoll. Voller Emotionen, die ich mich traue auch nach außen zu zeigen und dafür werde ich mich nicht schämen, weil andere sagen, ich sollte anders sein. Ich bin wie ich bin und das ist auch richtig gut so. Das ist etwas was ich von meinem Kätzchen und meinen Tieren gelernt habe. Das man sich nicht hinter Masken zu verbergen braucht. Meine Tiere und ich sind eben wie wir sind und genau so ist es richtig für uns.

Hier also ein paar gefundene Zeilen die ich unter Tränen gelesen habe. Ich denk jede Sekunde an Dich mein Schatz und ich dank Dir für die Liebe und jeden einzelnen wertvollen, wunderschönen Moment. Und ja ich werde noch eine Weile traurig sein, weil Du nicht mehr da bist und das ist okay.

Katzenhaare kann man wegfegen. Pfotenabdrücke kann man wegwischen. Nasenkunst am Fenster lässt sich abputzen. Aber deine Spuren in meinem Herzen sind für die Ewigkeit.

Autor unbekannt

Und die kleine Katzenseele kam am Himmelstor an und Gott fragte sie: „Was war das Schönste in deinem Leben?“ Und das Katzenseelchen antwortete: „Ich wurde geliebt.“

Autor unbekannt

Ein Blatt vom Baum

Es reißt der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines,
dies eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.

Doch dieses eine Blatt allein,
war Teil von meinem Leben,
drum wird dies eine Blatt allein,
mir immer schrecklich fehlen.

(Autor unbekannt)

Der Wind

Der Wind erzählt es Dir ganz leise
meine Erinnerungen an Dich
begleiten Dich auf Deiner letzten Reise.

Du bist mir so nah und doch so fern
leuchtest jetzt am Himmel für mich als schönster Stern.

Jede Träne von mir die zu Boden fällt
eine Geschichte über unserer Liebe erzählt.

Ich vermisse Dich so sehr
und doch weis ich, Du kommst nicht mehr.

Dich nie wieder zu sehen erfüllt mich mit Schmerzen
mir bleibt nur die Liebe für Dich in meinem Herzen.

(Autor: Kaskan)

Im Tal des Regenbogens

Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir so viel Glück gebracht,
musstest gehen, bist nun fort,
weit an einem schönen Ort.
Regenbogen, Wasserfall,
grüne Wiesen überall,
spielen, toben, frohes Treiben
hier willst Du ganz sicher bleiben.
Kleines Seelchen warte dort,
wart auf mich an diesem Ort,
eines Tages, Du wirst sehen,
werden wir uns wiedersehen.

Wenn wir uns dann wiedersehen,
werden wir gemeinsam gehen,
in die Ewigkeit, ins Morgen,
hier gibt es nie wieder Sorgen.
Mensch, sei gut zu Deinem Tier,
denn gemeinsam wollen wir,
doch die Ewigkeit verbringen.

Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir oftmals Freud´ gemacht,
Dank, sag ich an dieser Stelle,
geh nun über diese Schwelle.
Geh nach Haus zu all den Lieben,
sie die warten auf dich drüben,
mach Dir keine Sorg‘ um mich,
Seelchen, ich vergess‘ Dich nicht!

(Autor: Eva Göritz)

Die Geschichte von den kleinen Engeln

Die Geschichte von den „Kleinen Engeln“

Der kleine rote Kater blieb plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Kätzchen auf einer bunten Sommerwiese, jagten einander und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm, im klaren ruhigen Wasser des Teiches, sah er seine Mommy. Und sie weinte bitterlich. Er tapste ins Wasser und versuchte, sie zu berühren, und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein. Nun war er ganz nass und Mommys Bild tanzte auf den Wellen fort. „Mommy!“ rief er. „Ist etwas nicht in Ordnung?“ Der kleine rote Kater drehte sich um. Eine Dame stand am Ufer des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen.

Der kleine rote Kater seufzte und kletterte aus dem Wasser. „Das muss ein Fehler sein“, sagte er. „Ich sollte nicht hier sein“. Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner Mommy spiegelte sich wieder darin. „Ich bin doch noch ein Baby. Mommy sagt, das muss ein Irrtum sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier sein“.

Die freundliche Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine rote Kater kletterte in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu streicheln und genau dort unter dem Kinn zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast gegen seinen Willen zu schnurren an.

„Ich fürchte, es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy weiß es tief in ihrem Herzen“, sagte die Dame. Der kleine rote Kater seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß der Dame. – „Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören. Und auch Daddy ist traurig“. „Aber sie wussten von Anfang an, dass dies geschehen würde“. „War ich denn krank?“ Das überraschte den kleinen roten Kater. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft zugehört wenn sie dachten, er schliefe. Sie sprachen stets nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell er gewachsen war.

„Nein, sie wussten nicht, dass Du krank warst“, sagte die freundliche Dame. „Aber dennoch wussten sie, dass sie die Tränen gewählt hatten“. „Nein, das taten sie nicht“, sagte der kleine rote Kater. Wer würde schon Tränen wählen?

Sanft küsste die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt -aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy. „Ich will Dir eine Geschichte erzählen“, sagte die Dame. Der kleine rote Kater sah auf und sah die anderen Tiere näher kommen.

Katzen – Big Boy und Snowball, Shamus und Abby und auch Little Cleo und Robin. Merlin, Toby und Iggy und Zachary , Sweetie, Kamatta und Obie. Hunde auch – Sally, Baby und Morgan, Rocky und Belle. Sogar eine Eidechse namens Clyde und einige Ratten und ein Hamster namens Odo. Alle legten sich erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu ihr auf. Sie lächelte und begann:

Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle mögliche Dinge schauen – Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr. „Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt,“, sagte der Engel. „Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben“.

„Oh, vielen Dank“, sagten die kleinen Engel. „Das ist gerade, was wir brauchen“. „Ihr habt das Vergnügen gewählt“, erklärte ihnen der Oberengel. Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. „Dinge kann man schon lieben“, meinten sie. „Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie lieben“, Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere. „Ihr könnt diese Tiere lieben“, sagte er. „Sie werden wissen, dass ihr sie liebt.“

Die kleinen Engel waren begeistert. Sie liefen hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel. „Ihr habt die Befriedigung gewählt“, sagte der Engel. Aber nach einiger Zeit kamen die kleine Engel zurück. „Sie wissen, dass wir sie lieben“, sagten sie. „aber sie lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt werden.“

So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen. „Hier sind Menschen zum Lieben“, erklärte er ihnen. Die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen. „Ihr habt die Verantwortung gewählt“, sagte der Oberengel. Aber bald waren sie wieder zurück. „Menschen kann man schon lieben“, klagten sie „aber oft hören sie auf, uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen.“

Der große Engel schüttelte den Kopf. „Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müsst mit dem zufrieden sein, was ich euch gegeben habe“. Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie. „Was ist mit denen?“ riefen sie.

Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg. „Das sind Gefühlstrainer“, sagte er. „aber wir haben Probleme mit ihrem Operating System“. „Würden sie wissen, dass wir sie lieben?“ fragte einer. „Ja“, erwiderte der Oberengel widerstrebend. „Und würden sie uns wiederlieben?“ fragte ein anderer. „Ja“, erwiderte der große Engel. „Werden sie je aufhören, uns zu lieben ?“ riefen sie. „Nein“, gestand der große Engel. „Sie werden euch für immer lieben“. „Dann sind sie genau das, was wir uns wünschen“, riefen die kleinen Engel.

Aber der Oberengel war sehr aufgeregt. „Ihr versteht nicht“, erklärte er ihnen. „Ihr müsst sie füttern. Und ihr müsst ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen“. „Das tun wir gerne“, riefen die kleinen Engel. Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere. „Sie sind nicht gut programmiert“ rief der Oberengel, „es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren, und manche halten länger!“ Aber das kümmelte die kleinen Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so dass sie fast zersprangen. „Wir haben unsere Chance!“ riefen sie.

„Ihr versteht nicht“, versuchte es der Oberengel zum letzten Mal. „Sie sind so gemacht, dass selbst der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden!“

Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren Armen und schluckten. Dann sagten sie tapfer: „Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns geben.“ Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf. „Nun habt ihr die Tränen gewählt“, flüsterte er.

„Und so ist es auch geblieben“, meinte die freundliche Dame. „Und jede Mommy und jeder Daddy weiß das. Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, dass ihr sie eines Tages verlassen werdet und sie weinen müssen.“

Der kleine rote Kater setzte sich auf. „Warum nehmen sie uns dann zu sich?“ fragte er erstaunt. „Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert ist.“ „Oh“, sagte der kleine Kater und starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy, weinend. „Wird sie jemals aufhören zu weinen?“ Sie nickte. „Sieh, der Oberengel bedauerte die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er mochte sie besonders“. Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ das Wasser von ihren Fingern tropfen „Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bisschen von der glücklichen Zeit und all dem Schnurren und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für einen neues Kätzchen öffnen.“

„Aber dann wird sie eines Tages wieder weinen!“ Die Dame lächelte ihn an und stand auf. „Aber sie wird auch wieder jemanden liebhaben. Daran wird sie denken“.

Sie nahm Big Boy und Snowball in ihre Arme und kraulte Morgan genau dort am Ohr, wo sie es so mochte. „Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?“ Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine rote Kater wollte seine Mommy noch nicht verlassen. „Werden wir jemals wieder zusammen sein?“ Die freundliche Dame nickte. „Du wirst in den Augen jeder Katze sein, die sie ansieht. Und sie wird Dich im Schnurren jeder Katze hören, die sie streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben. Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß, dass Du in Sicherheit bist und hier auf sie wartest.“

„Das gefällt mir“, sagte der kleine rote Kater und warf einen letzten langen Blick auf seine Mommy. Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wusste, dass ihr eingefallen war, wie er fast in die Badewanne gefallen wäre. „Ich hab dich lieb, Mommy“, flüsterte er. „Es ist schon okay, wenn Du weinst“. Er blickte nach den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen. „Oh, Mommy? Ich gehe jetzt spielen, okay? Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich.“ Dann wandte er sich um und lief den anderen nach.

(Autor unbekannt)

Einmal editiert, zuletzt von Minchen (11. Januar 2012)

Neues Projekt „Feuerlöschteich“

Ich ärgere mich sehr über mich selbst. Warum zum Henker bin ich nicht schon eher mal auf die Idee gekommen, dass dieser Teich ein Problem sein könnte und für viele Tiere eine Todesfalle ist. Warum hab ich das nicht schon eher in Angriff genommen? Ich wohne jetzt ein halbes Jahr mit meinen Tieren hier und in meinem alten zu Hause hatten wir einen riesiegen Teich, auch mit steilen Wänden, weil es früher mal ein Pool war. Dort habe ich daran gedacht etwas hinein zu bauen, falls eines meiner Tiere mal hineinfällt. Warum nur hab ich hier nicht daran gedacht. Dieser Teich ist direkt vor meiner Tür, aber ich hab ihn gar nicht wahrgenommen, obwohl ich jeden Tag mein Auto davor parke. Ich hab bis gestern noch nicht mal hinein gesehen.

Warum muss erst sowas schlimmes passieren, dass man mal die Augen auf macht. Es ist einfach furchtbar.

Nun hab ich also gleich heute morgen das Amt angerufen und wurde ans Ordnungsamt verwiesen. Dort konnte ich jedoch telefonisch niemanden erreichen, bis ich dann mal geschnallt habe, dass montags geschlossen ist. Also hab ich mich hingesetzt und eine E-Mail an die nächste Behörde verfasst, mit der Bitte um Weiterleitung. Morgen früh werde ich dann versuchen beim Ordnungamt jemanden zu bekommen, der zuständig ist.

Falls ich nichts oder niemanden erreichen sollte, sieht mein Notfallplan so aus, dass ich den Zaun aufmachen werde uns selbst etwas hinein baue. Ich weiß nur noch nicht so ganz genau was, aber da fällt mir dann schon was ein.

Wie sollen da denn bitte Tiere die hineinfallen wieder herauskommen? Das ist ja unmöglich. Und wie ich mein Kätzchen darin fand, werde ich wohl niemals wieder vergessen. Jetzt möchte ich etwas tun, dass sowas nicht mehr passieren kann, denn wir haben hier alle noch mehr Katzen und Wildtiere gibt es hier auch genug. Die haben im Sommer wahrscheinlich auch mal Durst und wenn sie versuchen das Wasser zu erreichen, dann rutschen sie ab und fallen hinein.

Mein Kimba wird auch einfach nur Durst gehabt haben. Im alten zu Hause hat er auch mal aus dem Teich getrunken oder die Fische ärgern wollen. Aber da kam er vom Rand aus leicht ans Wasser ran und ich hatte wie gesagt auch einen Steg mit Schräge hineingebaut.

Er wird hier keine Gefahr für sich gesehen haben und ich hab es leider nicht bemerkt.