Nur eine Stunde im grünen Wald

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Nur eine Stunde im grünen Wald

Nur eine Stunde von Menschen fern,
Nur eine einzige Stunde!
Statt der tönenden Worte des Waldes Schweigen,
Statt des wirbelnden Tanzes der Elfen Reigen,
Statt der leuchtenden Kerzen den Abendstern,
Nur eine Stunde von Menschen fern!
 
Nur eine Stunde im grünen Wald,
Nur eine einzige Stunde!
Auf dem schwellenden Rasen umhaucht von Düften,
Gekühlt von den reinen balsamischen Lüften,
Wo von ferne leise das Echo schallt,
Nur eine Stunde im grünen Wald!
 
Nur eine Stunde im grünen Wald,
Nur eine einzige Stunde!
Wo die Halme und Blumen sich flüsternd neigen,
Wo die Vögel sich wiegen auf schwankenden Zweigen,
Wo die Quelle rauscht aus dem Felsenspalt,
Nur eine Stunde im grünen Wald!

Auguste Kurs (1815-1892)

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Ein Hauch von Sommer

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Ein Hauch von Sommer

Von Tulpen ist nur Welkes noch zu sehen.
Auch Veilchen und Narzissen sind verblüht.
Alsbald in reicher Fülle da zustehen
zeigt sich der Rosenstock jetzt sehr bemüht.

Das Gänseblümchen schmückt die grünen Wiesen,
Geranien beleben den Balkon.
Die Akelei´n in bunter Vielfalt sprießen,
am Feldrain grüßt der leuchtend rote Mohn.

Natur im Kreislauf – Werden und Vergehen.
Nach starrem Schlaf in Winters kalter Gruft
lässt sie der Frühling wieder auferstehen.

Umworben noch von süßem Fliederduft
spürst du bereits: Auch er wird bald verwehen,
schon liegt ein Hauch von Sommer in der Luft.

Anita Menger

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Die Liebe ein Schmetterling

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Die Liebe ein Schmetterling

Die Liebe ist ein Ding
Zart wie ein Schmetterling,
In Blumen auferzogen,
Rasch, wie ein Traum, entflogen.

Mir Elfenkost genährt,
Leicht traulich, leicht verstört,
Ein Kind der Sonnenstrahlen,
Ersehnt, gehascht von Allen.

Doch rohen Händen nimmer
Besteht so feiner Schimmer,
Und Schmelz und Farbenpracht
Löscht dann in tote Nacht.

Weh dir, dass man dich fing,
Du armer Schmetterling,
Du musst, um froh zu leben,
Frei in den Lüften schweben.

Und nur zuweilen hin
Am grünen Rasen ziehn,
Von Frühlingshauch gefächelt,
Wenn Erd und Himmel lächelt.

Die Liebe ist ein Ding
Zart, wie ein Schmetterling,
In Blumen auferzogen,
Rasch, wie ein Traum, entflogen.

– Lydia Hecker, geb. Paalzow, 1802-

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Die Hummel

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Die Hummel

Honig naschen, Nektar schlürfen,
auf jeder Blüte landen dürfen,
das ist der Hummel Tageslauf.
Doch einem Physiker fiel auf,
der Körper groß, die Flügel klein,
die Hummel fliegt, das darf nicht sein!
Doch da die Hummel das nicht weiß,
fliegt sie trotzdem mit Bienenfleiß.
Natur schafft manches noch mit List,
was offenbar nicht möglich ist!
Helmut A. Pätzold

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Warum Natur, Natur & Ichse…

Eigentlich gibt es meinen Blog und meine Seite bereits seit zwei Jahren. Einige von euch wissen das vielleicht. Ursprünglich sollte es um Menschen gehen und unsere Zwischenmenschlichen Beziehungen, egal in welchem Bereich. Nun, da ich die Fähigkeit habe hinter die Masken und Rollen, die Menschen sich so auferlegen zu sehen und feststellte, dass diese nicht jeder besitzt, dachte ich anfangs, das wäre eine ziemlich gute Idee. Weiterlesen

Lämmchen und der verflixte Zaun, Teil II

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Nach unserem gestrigen Abenteuer, bei dem Lämmchen und ich gegen den verflixten Zaun kämpften, konnte ich heute nicht anders, als nochmal vorbei zu fahren und nach dem rechten zu schauen. Hätte ja sein können, dass Lämmchen nicht dazu gelernt und es wieder auf die andere Seite geschafft hat.

Zu meiner Erleichterung fand ich Familie Schaf wohlbehalten vor, auch wenn Lämmchen immernoch sehr skeptisch und ängstlich war. Lämmchen fragte sich sicher auch, was denn dieser komische Mensch mit der Kamera an diesem verflixten Zaun zu suchen hat.

Da es gestern Abend schon recht dunkel wurde, machte ich also heute meine Bilder. Ich wollte euch ja zeigen, was für ein Lämmchen nur solchen Blödsinn macht.

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Lämmchen und der verflixte Zaun…

Ich hoffe ihr seid alle halbwegs munter in den Tag gestartet und könnt euch, trotz der recht kühlen Temperaturen, an den immer wieder durchscheinenden Sonnenstrahlen erfreuen.

Gestern war ich mal wieder unterwegs, auf der Suche nach ein paar schönen Fotomotiven. Als ich auf dem Heimweg war, sah ich im Vorbeifahren ein kleines Lämmchen und irgendwas sagte mir, dass der kleine Zwerg wohl Hilfe brauchte. Weiterlesen

Die Tulpe

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Die Tulpe

Dunkel
war alles und Nacht.
In der Erde tief
die Zwiebel schlief,
die braune.

Was ist das für ein Gemunkel,
was ist das für ein Geraune,
dachte die Zwiebel,
plötzlich erwacht.
Was singen die Vögel da droben
und jauchzen und toben?

Von Neugier gepackt,
hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht
und um sich geblickt
mit einem hübschen Tulpengesicht.

Da hat ihr der Frühling entgegengelacht.

Josef Guggenmos

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Spitzwegerich- Hustensirup

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Der Spitzwegerich wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen. Wer ihn kennt, erkennt ihn schon im zeitigen Frühjahr an seinen langen schmalen Blättern, die wie Lanzen aus dem Boden schießen.

Er ist ein wichtiges Hustenmittel und hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung.

Wenn man sich in der freien Natur verletzt hat und hat weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei, hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken.

Spitzwegerichsirup bei Husten, Bronchitis und gereizten Schleimhäuten

  • ca. zwei Handvoll Spitzwegerichblätter
  • ca. 250 g Zucker
  • Saft einer kleinen Zitrone
  • zwei Schraubgläser, je ca. 350 ml

So wird’s gemacht:

  1. Spitzwegerich möglichst sauber sammeln, gegebenenfalls waschen und mit einem sauberen Geschirrtuch trocken tupfen. Ich selbst wasche ihn nicht, sondern sammle saubere Blätter.
  2. Die Blätter quer zur Längsfaser in etwa einen cm große Stücke schneiden.
  3. Ein Glas mit Alkohol auswischen oder im Wasserbad auskochen zur Desinfektion.
  4. Eine etwa einen cm dicke Lage Spitzwegerichblätter in das Glas geben und dann mit Zucker bedecken.
  5. Abwechselnd Blätter und Zucker in das Glas geben und zwischendurch immer wieder mit Hilfe eines Löffels festdrücken.
  6. Die letzte Lage sollte Zucker sein und den Spitzwegerich gut bedecken.
  7. Alles nochmal gut mit dem Löffel festdrücken und das Glas schließen.
  8. Zum Durchziehen und Reifen das Glas für zwei Monate an einen möglichst gleichmäßig temperierten und dunklen Ort stellen.
  9. Mancheiner schwört darauf, den Sirup für zwei Monate etwa einen halben Meter unter der Erde zu vergraben. Du kannst ihn aber auch einfach in den Keller oder die Vorratskammer stellen.
  10. Nach zwei Monaten den Sirup in ein Wasserbad stellen und langsam erwärmen.
  11. Den Zitronensaft und etwa 20 ml abgekochtes, warmes Wasser dazu rühren und nochmal zwei Stunden ziehen lassen.
  12. Durch ein Sieb in das zweite, desinfizierte Schraubglas abgießen.

Jetzt ist dein Hustensirup fertig und kann bei ersten Hustenanzeichen mehrmals täglich teelöffelweise eingenommen werden.

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Die Abend- Dämmerung

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Die Abend-Dämmerung
 
Sey mir willkommen, Dämmerung!
Mir wird so leicht in deinem Schatten!
Und wenn die Flügel mir ermatten,
So gibst du ihnen neuen Schwung.
Wir müssen leider einst uns trennen:
Doch, bis die Abschiedsstunde schlägt,
Soll dann erst meine Lampe brennen,
Wenn dich die Finsterniß verjägt.
Schon immer hab‘ ich dich geliebt;
Als Knabe unter deinem Schutze,
Des Argus Augen selbst zum Trutze,
So manchen losen Streich verübt;
Für Nachbar Filz, den reichen Thoren,
Geldtuten, angefüllt mit Sand,
So lang vor seiner Thür‘ verloren,
Bis sein betrogner Geitz sie fand.
Das allerlieblichste, was schier
Mein Herz in seinen schönsten Stunden
Bei meinem Mädchen hat empfunden,
O Dämmerung! verdankt es dir!
Des Lebens Nachen trieb gelinde
An einem Veilchenstrande fort;
Mir war – – Ich sinne, doch ich finde
Für diesen Wonnestand kein Wort.
Itzt lässest du bei Hespers Schein
Vom Himmel leise dich hernieder,
Und flößest deinem Freunde Lieder,
Und reine Lebensweisheit ein.
Mein Geist fängt an empor zu schweben,
Mir wird, in schmelzendem Gefühl‘,
Zum Feenmährchen dieses Leben,
Die Welt zum Marjonettenspiel‘.
Leopold Friedrich Günther von Goeckingk

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