Ich Liebe Dich

In meinem Garten hast Du Deine letzte Ruhe gefunden, ein Ort für mich, sodass ich weiß, wo Dein Körper ist. Es war kein schönes Ende, ich hätte Dir das so gern erspart. Aber Du lehrst mich, dass ich manche Dinge nicht ändern kann. Denn hätte ich Dir helfen und Dich retten können, Du weißt es, ich hätte es sofort getan. Ich vermisse Dich sehr und es tut mir unendlich leid.

Deine Seele war längst gegangen, bevor ich Dich fand. Und ich weiß, sie ist mit meiner verbunden. Du kannst mir nicht verloren gehen, Du kannst mir nicht anhanden kommen, ich kann Dich nicht verlieren, denn unter all dem wird klar, dass ich Dich nie besaß. Es war ein kurzes Leben. Aber ich glaube für Dich voller Glück. Du hast mir wieder gezeigt, wie viele schlimme Schicksale es gibt.

Ich frage nicht warum das passiert ist, denn in allem ist eine Lehre verborgen und wenn es nur die ist, dass nichts unendlich ist. Baby ich liebe Dich so sehr. Jetzt, wo Du nicht mehr bei mir bist, noch viel mehr. Ich dank Dir für die wunderschöne Zeit, für all die Momente in denen Du bei mir lagst und wir waren vereint. Ich werd Dich niemals vergessen, denn Du bist ein Teil meines Lebens, genau so wie es ist. Deine Seele und meine kann sowieso niemals jemand trennen und so wirst Du immer Teil von dem sein, was ich bin.

Mein kleiner Kater, ich weiß, Du spielst drüben auf der anderen Seite hinter dem Regenbogen und wartest auf mich. Ich freue mich darauf Dich wieder zu sehen und nach Hause zurück zu kehren. Danke dass Du bei mir warst und mich ein Stück meines Weges begleitet hast. Ich weiß, ich werde Dich wieder sehen. Ich liebe Dich…

Einer der schlimmsten Tage meines Lebens…

Ich weiß, viele glauben und denken, „es sind doch nur Tiere, stell Dich nicht so an.“ Ich hab heute meinen Kater zusammen mit dem Kater meiner Eltern in einem nahegelegenen Feuerlöschteich gefunden. Sie sind alle beide ertrunken, weil sie sich an den steilen Wänden nicht retten konnten. Als ich Kind war, ertrank ein kleiner Junge, der Junge unserer Nachbarn darin. Hier gibt es viele Waldbrände, die oft schon die Wohnhäuser bedroht haben. In meiner Jugend wäre fast mein Elternhaus abgebrannt und meine Mum kam mit schlimmen Brandblasen nach Hause, da sie bei der Forst auch als Brandwache eingesetzt war.

Dieser Teich hat Leben gerettet und genauso viele kostet er auch. Heute erst habe ich erfahren, dass auch Wildtiere darin ertrinken, weil es nichts gibt, womit sie sich retten können.

Selbst einen Teich im Garten legt man so an, dass Tiere sich daraus retten können. Wieso hat niemand etwas gesagt??? Waum fühlt sich immer niemand zuständig. Es tut mir so sehr leid, dass ich meinen geliebten Kater nicht retten konnte. Ich hab es nicht bedacht, hab es nicht kommen sehen, dabei ist es direkt vor meiner Tür. Was für ein qualvolles Sterben. Mein Liebling, ich hätte Dir das gern ersparrt. Ich werde morgen bei der Gemeinde vorsprechen. Hier muss etwas passieren. Aber zuerst einmal fließen eine Million Tränen.

Abenddämmerung

Eine runzelige Alte,
schleicht die Abenddämmerung,
gebückten Ganges
durchs Gefild
und sammelt und sammelt
das letzte Licht
in ihre Schürze.

Vom Wiesenrain,
von den Hüttendächern,
von den Stämmen des Walds,
nimmt sie es fort.
Und dann
humpelt sie mühsam
den Berg hinauf
und sammelt und sammelt
die letzte Sonne
in ihre Schürze.

Droben umschlingt ihr
mit Halsen und Küssen
ihr Töchterchen Nacht
den Nacken
und greift begierig
ins ängstlich verschlossene
Schurztuch.

Als es sein Händchen
wieder herauszieht,
ist es schneeweiß,
als wär es mit Mehl
rings überpudert.

Und die Kleine,
längst gewitzt,
tupft mit dem
niedlichen Zeigefinger
den ganzen Himmel voll
und jauchzt laut auf
in kindlicher Freude.
Ganz unten aber
macht sie einen großen,
runden Tupfen –
das ist der Mond.

Mütterchen Dämmerung
sieht ihr mit mildem
Lächeln zu.
Und dann geht es
langsam
zu Bette.

Christian Morgenstern

Wege des Lebens

Niemand rettet uns, außer wir selbst. Niemand kann und niemand darf das. Wir müssen selbst den Weg gehen.

Buddha

Löwenzahnsalat, Löwenzahnkaffee & Co

Lecker und gesund

Um einen gesunden und gut schmeckenden Salat anzurichten, wird folgendes benötigt.

  • Löwenzahnblätter (möglichst junge)
  • Löwenzahnblüten
  • Löwenzahnstängel
  • Rukola oder Feldsalat
  • Radieschen (die nehmen dem Löwenzahn den bitteren Geschmack)
  • Kräuteressig, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Honig

Die Blätter des Löwenzahn, Rukola und Feldsalat gut waschen und in kleine Teile schneiden, ebenso die Radieschen. Alles in eine Schüssel geben. Aus dem Kräuteressig, Olivenöl, Honig, Salz und Pfeffer und den zerkleinerten Stängeln ein Dressing herstellen. Wer mag kann auch noch Joghurt oder Senf mit hinein tun. Das Dressing über die Blätter geben, alles gut miteinander vermengen und den Salat mit Löwenzahnblüten dekorieren. Wer möchte kan auch noch geröstete Pinien-, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne darüber geben. Fertig ist der Salat. Guten Appetit.

Die vielen Vorteile des Löwenzahns können auch als Getränk genutzt werden. So kann man aus den Blättern und der Wurzel einen Tee herstellen. Einfach eine Handvoll junger Blätter und eine Löwenzahnwurzel gründlich waschen, zerkleinern und mit einem Liter kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen, alles abseihen und über den Tag verteilt genießen.

Ebenso lässt sich aus ihm Kaffee herstellen, was früher das Getränk der armen Leute war. Löwenzahnkaffee wird aus der Wurzel gewonnen, ist regional überall verfügbar, ein natürlicher Muntermacher, verdauungsfördernd, blutreinigend und harntreibend. Dieser Kaffee ist eine gute Alternative zu schwarzem Tee oder dem heute üblicherweise verwendeten Kaffee. In Notzeiten während und nach dem Krieg, hatte dieses Getränk Hochkonjunktur, denn Nahrungsmittel waren knapp und Kaffee eher selten oder gar nicht zu erhalten.

Um Löwenzahnkaffee herzustellen, wird folgendes benötigt:

  • Löwenzahnwurzeln
  • Messer
  • Pfanne
  • Backblech oder Teller
  • Kaffeemühle

Löwenzahn mit etwa 10 cm langen Wurzeln sammeln. Am besten mit einem Unkrautstecher oder einem alten Messer, da der Löwenzahn tief verwurzelt ist. Die Blätter abtrennen (und für Salat oder Tee verwenden) und die Wurzeln gründlich waschen. Dann die Wurzeln in kleine Stücke schneiden und auf dem Backblech oder einem Teller verteilen und einen Tag in der Sonne trocknen lassen.

Die Wurzelstückchen dürfen innen nicht mehr feucht sein, falls doch, sollte man ihnen einen weiteren Tag zum trocknen lassen. Die getrockneten Wurzeln werden nun in der Pfanne ohne Fett und unter ständigem rühren und wenden geröstet, sodass sie nicht anbrennen. Nach dem Abkühlen die Stückchen in die Kaffeemühle geben und mahlen. Fertig ist das Kaffeepulver.

Für eine Tasse Löwenzahnkaffee einen gehäuften Teelöffel in die Tasse geben und mit heißem Wasser aufbrühen. Wer möchte kann auch noch eine Prise Zimt hinzugeben.

Schwan und Kind

Schwan und Kind

„Kind dort, was scheust du dich?
Gar nicht so bös bin ich,
Schwimme daher ganz sacht,
Daß es kein Wellchen macht;
Mochte dich nur fragen eben:
Willst du ein Stückchen Brot mir geben?“

Das Kind trat zu dem Teich heran
Und freute sich an dem schönen Schwan,
Wie rein und weiß war sein Gefieder,
Wie sanft er schwamm so hin und wider;
Es wurde bald mit ihm bekannt,
Ließ das Brot ihn nehmen aus seiner Hand.

Wilhelm Hey

Love Nature

Die Natur hat seit Millionen von Jahren ihre eigenen, meist erfolgreichen Gesetze und manche Spezies haben es geschafft bis heute zu überleben. Evolution pur. Der Mensch – erdzeitlich gefühlt erst seit einem Wimpernschlag hier lebend, ist jedoch dabei alles – und sich selbst – in kürzester Zeit zu eliminieren.

Klaus Seibold

Blätter im Licht

Der scheidende Sommer
 
Das gelbe Laub erzittert,
Es fallen die Blätter herab;
Ach, alles, was hold und lieblich,
Verwelkt und sinkt ins Grab.
 
Die Gipfel des Waldes umflimmert
Ein schmerzlicher Sonnenschein;
Das mögen die letzten Küsse
Des scheidenden Sommers sein.
 
Mir ist, als müsst ich weinen
Aus tiefstem Herzensgrund;
Dies Bild erinnert mich wieder
An unsre Abschiedsstund‘.
 
Ich musste von dir scheiden,
Und wusste, du stürbest bald;
Ich war der scheidende Sommer,
Du warst der kranke Wald.
 
Heinrich Heine

Geschichten unserer Kindheit

Die Hexe Schrumpeldei

Ich liebe es einfach neben der Hausarbeit oder während ich koche, Märchen zu hören. Irgenwie entspannt mich das total. Besser als jede Fantasiereise und optimal für die kalte Jahreszeit, um den Tag ausklingen zu lassen. Ich hab das Geschichten lesen und hören schon geliebt, als mein Kind noch klein war. Aber jetzt, wo die „Kleine“ groß ist und nicht mehr zu Hause wohnt, macht es immernoch genauso viel Spaß.

Wer von euch kennt das noch?

Der fliegende Robert

Wenn der Regen niederbraust,
Wenn der Sturm das Feld durchsaust,
Bleiben Mädchen oder Buben
Hübsch daheim in Ihren Stuben.

Robert aber dachte: Nein!
Das muss draußen herrlich sein!
Und im Felde patschet er
Mit dem Regenschirm umher.

Hui wie pfeift der Sturm und keucht,
Dass der Baum sich niederbeugt!
Seht! Den Schirm erfasst der Wind,
Und der Robert fliegt geschwind

Durch die Luft so hoch, so weit;
Niemand hört ihn, wenn er schreit.
An die Wolken stößt er schon,
Und der Hut fliegt auch davon.

Schirm und Robert fliegen dort
Durch die Wolken immer fort.
Und der Hut fliegt weit voran,
Stößt zuletzt am Himmel an.

Wo der Wind sie hingetragen,
Ja, das weiß kein Mensch zu sagen.