– Wenn Eltern ihre Kinder sehen und sie manchmal nicht verstehen –

Du bist mein Kind, mein Herz, mein Leben,

mit Dir wurde mir das Schönste gegeben.

Vor 18 Jahren begann erst mein Leben,

ich hatte geschworen alles zu geben.

Du warst mir heilig und wertvoll für immer,

dass Du gehst, dachte ich nimmer.

Habe geglaubt alles richtig zu machen,

dennoch ging alles zwischen uns krachen.

Lange Zeit habe ich nicht verstanden,

dass ich Dich nicht schützen kann vor all den Sachen.

Hab versucht alles von Dir zu nehmen

und bloß keine Fehler zu begehen.

Das mir das nicht gelingt, konnte ich sehr früh schon sehen.

Dennoch sollte es nicht geschehen.

Ich wünschte mir für Dich ein glückliches Leben,

doch war oft ich es, die stand völlig dagegen.

Versucht hab ich es dennoch, Tag um Tag,

hab versucht zu leisten, was ich eben vermag.

Dir zu geben was Du brauchst,

vor allem Liebe, aus meinem Bauch heraus.

Gelungen ist mir das bei weitem nicht immer,

von vielen Dingen hatte ich keinen Schimmer.

Es tut so weh mit anzusehen

und einfach nur daneben zu stehen,

Wie Du rennst in Dein Unglück hinein,

meine Worte sind für Dich mehr Schein als Sein.

Du gehst Deiner Wege und suchst Dein Glück,

verlierst Dich aber dabei Stück für Stück.

Ich weiß Du musst Dein Leben leben,

Deine Erfahrungen machen und ich kann Dir nicht mehr geben.

Meine Fehler habe ich gemacht und selbst in ihrer Anbetracht,

hättest Du’s besser wissen müssen, doch alles lässt Du außer Acht.

Ich machte Fehler, mal groß mal klein,

niemand schafft es perfekt zu sein.

Ich weiß, Du musst Dein Leben leben,

ich hab versucht Dir so viel mit zu geben.

Doch Kinder glauben ihren Eltern nicht,

Zu weit entfernt scheint deren Licht.

Deine eignen Erfahrungen musst Du machen,

unser gemeinsames Leben ist erstmal zerbrochen.

Doch niemals hab ich etwas bereut,

nicht gestern, nicht heute und zu keiner Zeit.

Ich hoffe nur meine Liebe findet Dich wieder,

besser heute und morgen, als niemals wieder.

Auch Du musst auf Deine Weise lernen,

was das Leben ist, wenn wir uns von uns selbst entfernen.

Ich hätte Dir so gern das alles ersparrt,

was ich lernen musste auf so harte Art.

Doch das ist im Leben nicht gegeben,

denn jeder wandelt auf seinen Wegen.

Dennoch Kind, ich liebe Dich,

denn Du bist die Weiterführung meines Ich.

Ich wünsche Dir, Du findest den Weg,

egal wie es gerade um Dich steht.

Niemals bist Du vergessen in meinem Leben,

die Gedanken an Dich, lassen mich oftmals weiterleben.

Ich wünsche mir ein Wiedersehen,

in dem Vergebung kann geschehen.

Nicht nur eine, weil es brauchen die Zeiten,

sondern eine ganz aufrecht, auf beiden Seiten.

Doch einer Sache kannst Du Dir sicher sein,

Ich liebe Dich und hier hast Du immer ein Heim…

Deinen Eltern verzeihen, kann ein Schritt auf das Glück in Dir sein.

Mit dem verzeihen ist es so eine Sache. Wir würden ja gern, wir wissen, es würde uns gut tun, wir wissen, es könnte so viel verändern, für uns selbst und für andere und dennoch gelingt es uns so oft einfach nicht. Am schwersten fällt es uns, uns selbst unsere Fehler zu vergeben oder einfach die Dinge, die wir gesagt und getan haben, von denen wir glauben, dass sie falsch waren, denn oft ist es nur eine Frage der Wahrnehmung und in der liegen wir ziemlich häufig falsch. Weiterlesen

– Jeder hat mal schlechte Laune –

Manchmal wachen wir morgens auf und haben unfassbar schlechte Laune. Wir spüren ein intensives Gefühl des Unwohl seins, innerer Anspannung und Unruhe, wird sind einfach unglücklich und auch der geliebte, morgendliche Kaffee, scheint uns nicht darüber hinweghelfen zu können.

Die Ursachen können ganz verschieden sein. Vielleicht haben wir etwas geträumt, an das wir uns aber nicht erinnern, dass uns dieses Gefühl verleiht. Vielleicht haben wir Probleme im Beruf und uns stehen Aufgaben bevor, auf die wir uns nicht unbedingt freuen oder denen wir uns nicht gewachsen sehen. Vielleicht müssen wir Menschen begegnen, die uns völlig gegen den Strich gehen. Oder wir haben Probleme und Sorgen in unserer Liebesbeziehung, mit unserem Partner oder den Kindern. Weiterlesen

– Regen –

Regen ist doch oftmals verhasst,

er bedeutet erstmal, man wird ganz schön nass.

Der Himmel ist grau und von Wolken verhangen,

erweckt in uns nach der Sonne Verlangen.

Doch können wir ihn auch anders seh’n,

sein Dasein, seine Wohltat, seinen Nutzen versteh’n.

Nicht nur gegeben für die Natur,

dass alles wächst und blüht in einer Tour.

Dem Menschen kann er viel mehr bringen,

wenn es ihm nur gelingt hinein zu springen.

Er ist eine Wohltat, klar und rein,

scheint Ursprung und Glück in einem zu sein.

Allein sein Geräusch auf Fenstern und Dächern,

wohltuend und ruhig, wie das Glück aus Bechern.

Wir versuchen dem Regen oft zu entfliehen,

der Gedanke sich ins Schneckenhaus zu verzieh’n.

Er hat etwas trauriges an sich,

was er wirklich ist, erkennen wir nicht.

Doch regnet er einfach so vor sich hin,

nicht wichtig ist unser Denken und flieh’n.

So kann mit ihm auch all das gescheh’n,

womit für uns all die Sorgen geh’n.

Weggewaschen von Wasser auf Zeit,

dass uns von all dem Trübsal befreit.

Regen kann gescheh’n und geh’n,

wir dürfen das Schöne in ihm seh’n.

 

– Ich will… –

 

Ich will leben, ich will lieben, will die Traurigkeit besiegen.

Will mich nicht sorgen oder weinen, lieber schöne Dinge einen.

Will nicht denken, lieber fühlen, denn nur so kann ich Dich spüren.

Will nicht grübeln und nicht schrein, denn Du hörst mich von allein.

Einsam will ich auch nicht sein, doch zu zweit kann’s bitter sein.

Spieglein, Spieglein an der Wand, das ist Deine rechte Hand,

spiegelst Du mir doch soeben, was ich mir nicht kann vergeben.

Ich will lieben, ich will leben, ich will Dir Vertrauen geben,

will Dir zeigen wer ich bin, denn dort geht die Reise hin.

Mich zu lieben, mich zu seh’n, mich in allem anzuneh’m,

nicht Dir Deine Fehler zeigen oder Dir die Schuld zuweisen.

Du und ich, sind ein Vertrag, der da lautet Tag um Tag,

jeder darf sein eigen sein, seines Glückes Schmiedelein,

darf begehren, darf sich wünschen und in Träumen jeden lünchen,

doch erwachen wir gemeinsam, sind wir in keiner Stunde einsam,

denn wir sind durch uns verbunden, haben Wunden, uns geschunden,

dennoch tief hinein geblickt, die Augen nicht verschlossen vor unserem Glück.

Wir können die Tiefe der Dinge seh’n und werden so niemals an unserem Schmerz vergeh’n.

 

-Lieben statt hassen-

Ich habe zuviel Hass gesehen, als dass ich selber hassen möchte.

– Wahrheit –

Wenn wir denken an die Kindheit zurück,

sehen wir Kummer, Leiden und Glück.

Sie ist Ursprung all unsrer Dinge,

noch heute tragen wir sie inne.

Wir sind uns ihrer nicht immer bewusst,

doch da ist das Kind, das klagt über Schmerz und Verlust.

Wir versuchen zu lernen, zu wachsen, zu versteh’n,

wollen alles in klarerem Lichte seh’n.

Wir versuchen andauernd den Schuldigen zu finden,

neiden das Gute, verurteilen die Blinden.

Den Eltern dürfen wir die Schuld nicht geben,

denn auch sie konnten es oftmals nicht anders erleben.

Geben konnten sie nur, was sie selber wussten,

nicht selten taten sie, was sie letztendlich tun mussten.

Wir lernen Vergebung und zu verzeih’n,

Freiheit und Liebe kann nur auf dieser Basis sein.

Doch wenn wir uns weiter quälen mit Schuld,

verliert das Leben mit uns die Geduld.

Wir können nur lernen und aus allem erwachsen,

wenn wir fähig sind zu lieben, mit allem abstrakten.