Mein Herzensprojekt…

Ich erlebe immer wieder Menschen, die einfach nur durchs Leben rennen. Geplagt von Problemen des Alltags, von Sorgen über das Morgen, zumeist aber in Gedanken in vergangenem. Sie sind sich dessen noch nicht einmal bewusst, denn sie hören nicht, was es in ihnen so denkt.Das finde ich sehr schade, denn oft lässt dieses durchs Leben rennen uns innerlich böse und hässlich werden. Wir sind wütend auf andere, projezieren fast alles auf unser Umfeld und sind dabei doch so wenig in der Lage uns über die kleinen Dinge des Lebens zu freuen.

Wir flüchten uns in Alkohol und andere Drogen, in Essen, fernsehen, sportliche Aktivitäten, wollen erfolgreich sein, wollen mehr Geld verdienen und merken dabei nicht, dass diese Dinge uns nur kurzzeitig Erfüllung und ein vermeintliches Glück bescheren können.

Doch haben wir alles was wir wünschen, haben wir unsere Ziele erreicht, haben wir Macht und Geld und können wir alles haben, dann sind wir wieder mit dem inneren Nichts konfrontiert. Mit der inneren Lehre, die all das nicht auffüllen kann.

Es wird zunehmend schwieriger sich selbst zu belügen und dem Spiegelbild, dass uns das Leben bietet davonzulaufen.

Doch gibt es auch einen Weg zu wahrer Freude und innerem Glück. Der liegt im Hier und Jetzt. Wir können lernen mit den scheinbar schwierigsten Situationen im Leben gut umzugehen, genauso wie mit für uns schwierigen Menschen. Ohne anderen die Schuld zu geben, ohne anzuklagen, anzugreifen, zu verurteilen und in den Krieg zu ziehen.

Zugegeben, es ist nicht immer leicht das eigene selbstgeschaffene Ego zu erkennen und sich nicht damit zu identifizieren. Es ist nicht leicht in schwierigen Situationen auch im Umgang mit anderen immer präsent zu bleiben und zu sehen, was da in uns vor sich geht.

Doch es findet ein Wandel statt und wir dürfen lernen, dass wir nicht mehr andere für unser glücklich oder unglücklich sein verantwortlich machen können. Wir selbst tragen die Verantwortung und können uns zu jeder Zeit frei entscheiden.

Ich habe die Gabe hinter die Masken anderer Menschen sehen zu können, in ihr tiefstes inneres Ich. Eigentlich ist es eine in der Kindheit erlernte Strategie, um mich selbst zu schützen. Viele Jahre glaubte ich tatsächlich, dass mit mir etwas nicht stimmt und hatte das Gefühl immer anders zu sein als andere. Nicht normal, vielleicht verrückt.

Mein Leben und die Menschen, die mir als meine Engel und Mitspieler begegnet sind und mir weiterhin begegnen, haben mich gelehrt, dass das nicht die Wahrheit ist. Ich bin genauso normal und nicht normal, wie alle anderen es auch sind. Menschen mit ihrem wahren inneren zu konfrontieren, sie quasi mit der Nase in den Dreck zu stuken, ist nicht immer Zuckerschlecken. Wer will schon etwas von seinen inneren Schatten und Dämonen wissen und die Wahrheit tut manchmal doch auch ganz schön weh.

Aber diejenigen, die es schaffen zuzuhören, denen es gelingt direkt durch den Schmerz der Wahrheit hindurch zu gehen, werden lernen und wachsen, genau so wie ich. Ich stoße genauso wie jeder andere Hin und Wieder auf große Ablehnung. Doch ist es auch nicht meine Aufgabe andere Menschen zu belehren. Ich bin kein Lehrer, viel eher doch Schüler und ich lerne genauso gern auch von anderen. Durch meine bisherigen Lebenserfahrungen kann ich Menschen jedoch ein Stück ihres Weges begleiten.

Ich durfte lernen, dass Veränderung zuerst bei mir beginnt und das auch aus allem vermeintlich negativen etwas ganz wundervolles entsteht. Ein beliebtes Sprichwort lautet nicht ohne Grund, „Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“ und auch wenn wir die Sonne nicht immer sehen können, sie ist trotzdem immer da, selbst wenn sie hinter den Wolken verborgen ist.

Wir sind niemals allein, werden immer geführt und getragen. Das Leben hält nie etwas für uns bereit, dass dazu dient uns zu schaden. Leiden und Schmerz erschaffen wir selbst, niemand sonst. Und doch gibt es so viele Menschen, die uns auf dem Weg durchs Leben begeiten. Letztendlich sind wir alle miteinander verbunden, wir sind alle eins…

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